Strandkorb, Mittagssonne, der Wind in den Gipfeln der Platanen, Kinder auf dem Spielplatz, die Einkäufe unterm Tisch und ein Glas Weißwein in der Hand. So sieht er aus, der ideale Samstagmittag am schönsten Platz des Vringsveedels „An der Eiche“. Und solche Momente gibt es viele im Haus Müller.
Dieser Eckladen ist alles zugleich: lockere Veedelskneipe, quirliger Familientreffpunkt, feines Restaurant, berühmte Karnevalshochburg. Mit seiner Mischung aus Alt und Neu, aus Kontinuität und Trend, ist das Haus Müller typisch Südstadt: Tradition ja, aber bitte gebrochen!
Schon die Inneneinrichtung zeugt von dieser Grundhaltung: Als Inhaber Jörg Holtwick 1996 die alte Gaststätte „Haus Müller“ übernahm, behielt er den Namen, die Fenster, die beiden Strandkörbe und die alte Holztheke bei. Der Rest wurde stilsicher erneuert: Wände, Decken, Beleuchtung und Möbel. Der Restaurant-Teil des Innenraums ist per Schiebeglastür vom Raucher-Teil an der Bar getrennt – hier treffen sich viele Südstädter auf ein Kneipen-Kölsch. Nach jedem Karneval, der hier aufs Wildeste gefeiert wird, bekommt das Haus Müller einen neuen, zeitgemäßeren Anstrich. Derzeit ist er elegant braun-weiß. Das Händchen für die Innenraumgestaltung hat Jörgs Frau Simone Wyler.
Aber das sind nur die Äußerlichkeiten. Hinter dem schönen Auftritt möchte das Haus Müller Substanz bieten. „Uns ist es wichtig, ein ehrliches Lokal zu sein“, sagen die beiden Macher, „wir haben gute Sachen zu guten Preisen. Die Qualität stimmt“. Und so bringt hier seit vier Jahren das deutsch-französische Koch-Duo Dirk und Thierry allabendlich leckere, mediterran inspirierte Crossover-Küche auf den Tisch. Hauptgerichte wie „Zander auf der Haut gebraten mit Garnelen auf schwarzen Bandnudeln, dazu Orangen-Hummerbutter“ kosten zwischen 12,50 und 18,50 Euro.
Daneben gibt es schon ab Mittag eine Auswahl an leckeren Tapas (z.B. „Chorizo in Tomatensauce“, „Albóndigas“), Salaten (z.B. „Bunter Salat mit Ziegenkäse im Brick-Teig“), Käse, selbstgebackenen Tartes und Kuchen. Familien kommen mit einer Kinderportion Nudeln für 3,50 Euro und einem Kindergetränk für 50 Cent auf ihre Kosten.
Übrigens: Der Platz vor dem Haus heißt „An der Eiche“ nicht wegen der Eichbäume (die sind noch jung), sondern weil dort einst das städtische Eichamt beheimatet war.
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: ab 17:00 Uhr - Küche: 17:00 - 23:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: ab 13:00 Uhr - Küche: 13:00 - 23:00 Uhr
Doro Hohengarten