Iyengar Yoga Zentrum Köln-Süd
Wonach gehe ich, wenn ich mich für eine der zahlreichen Yogaschulen entscheiden möchte? Ich möchte wissen, welche Art Yoga praktiziert wird, wie die Lehrer drauf sind, wo die Schule liegt und wie es dort aussieht, wie die Stimmung ist und ob es zu mir und zu meiner Fitness passt.
Das Iyengar Yoga Zentrum liegt bescheiden zurückhaltend in einem Hinterhof in der Wormser Straße. Keine Fensterfront zum Rhein, keine Einrichtung nach Feng Shui, kein Schick, der hier nicht hingehört. Hier geht es um Yoga und nicht darum, welche Hose man dazu trägt. Bereits im Jahre 2003 hat Hiltrud Lichter das Zentrum gegründet. Noch vor der großen Yoga-Welle. Die Menschen kamen durch Mund-zu-Mund-Verbreitung. Heute kommen sie nicht nur aus der Südstadt, sondern auch aus allen anderen Stadtteilen in die gemütlichen Räume der Wormser Straße. Es gibt einen 80 qm großen Übungsraum und einen kleineren, 25 qm großen Raum, der für Kleingruppen und Einzelunterricht genutzt wird. Beide Räume sind hell und mit Holzfußboden ausgestattet.
Der jüngste Yogi ist sechs, der Älteste 75 Jahre alt. Die Stimmung ist harmonisch, zusammen gewachsen. „Familiär“ mag man es nicht mehr nennen. Klingt wohl zu sehr nach Wohnzimmer. Nach dem Kurs gehen die Teilnehmer oft noch ins Café Sur zu einem gemeinsamen Getränk.
Hier wird Yoga nach den Lehren des BKS Iyengar unterrichtet. Er ist einer der wohl bedeutendsten Yogameister. Vom Time Magazine wurde er im Jahre 2004 zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt. Iyengar-Yoga betont die Entwicklung von Kraft, Standfestigkeit und klarer Körperausrichtung im Zusammenspiel mit Flexibilität, Balance und Entspannung. Das Besondere beim Üben dieser Form des Yoga ist der Einsatz von Hilfsmitteln. Die Asanas (Yogahaltungen) können mit Hilfe von Wänden, Klötzen, Gurten oder auch Stühlen unterstützt werden. Das garantiert, dass die Übungen für jeden ausführbar sind. Ideal für Anfänger oder Menschen, die eher weniger flexibel sind. Aber perfekt auch für Fortgeschrittene und sehr Bewegliche, die sich langsam rantasten wollen, an eine wirklich tiefe Erfahrung der Asana, und eine Führung dorthin, wo man ohne Hilfsmittel nicht auf den Weg kommt.
Warum soll man eigentlich Yoga machen? Laut Hiltrud Lichter ist es die Basis für die Energie, Stabilität und Ruhe. Yoga als Wurzel des Lebens? „Yoga ist mein Leben!“ sagt die Leiterin des Zentrums. Und so sollte es auch sein, damit man ernsthaft Yoga unterrichten kann. Nach den Stunden wird reflektiert. Jeder Lehrer für sich, oder auch gemeinsam. Wo steht ein Schüler? Wie gestalte ich den Unterricht in einer Gruppe, damit ich weder über- noch unterfordere. Im Iyengar Yoga Zentrum geht es sachlich, ruhig und gelassen zu.
Einmal im Monat gibt es einen Pranayama/Asana-Workshop, und weitere Tagesseminare und Aktionen, wie zum Beispiel Yoga im Park oder Ayurveda-Massagen werden auf der Internetseite angekündigt. Wie man die Besuche im Yoga Zentrum gestalten will, kann man individuell entscheiden: Erstmal schnuppern für 30 Euro bei 4 Terminen (für die neuen Kurse), eine Zehnerkarte für 140 Euro, im Monatsbeitrag für 48 Euro, oder eine grenzenloses Üben für 75 Euro/Monat.
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