Shambhala Meditationszentrum

Kartäuserwall 20
50678 Köln
0221 3102412

 

Unser Leben ist oft ganz schön stressig. Der Job, der Sport am Abend oder das Treffen mit Freunden. Und dann gibt’s ja auch noch die Familie… Bei so viel Terminen und Verpflichtungen fällt es schwer, immer entspannt zu bleiben und seinen Mitmenschen mit der Aufmerksamkeit und Freundlichkeit zu begegnen, die sie verdienen. Auf die Dauer macht man sich damit nicht nur unbeliebt, man beginnt auch, sich selber nicht mehr zu mögen, ist nur noch genervt und unzufrieden.

In der Südstadt gibt es einen Ort, der einem die Möglichkeit gibt, wieder in Balance zu kommen, mit sich und der Welt. Das Shambhala Zentrum im Kartäuserwall gibt einem das „Handwerkszeug“ mit auf den Weg, die Grundvoraussetzung für ein entspanntes und zufriedenes Leben ist schon gegeben: die Vorstellung, dass der Mensch von Natur aus gut ist, er Wärme und Intelligenz besitzt. Das Werkzeug, mit dem diese grundliegende Gutheit mit in den Alltag genommen werden kann, um diesen glücklicher und lebenswerter zu gestalten, ist die Meditation. Und die ist im Shambhala Zentrum sehr vielseitig. Neben der stillen Meditation sind es künstlerische Tätigkeiten, in denen jeder Einzelne die Möglichkeit hat, sich mit sich, seinen inne liegenden Werten und Kräften auseinander zu setzen und so zu einer inneren Balance zu kommen, die sich bis in den oft stressigen Alltag ausbreitet.

Das Shambhala Meditationszentrum in den Räumlichkeiten über dem „Alten Pfandhaus“ mit Blick über den Dächern der Südstadt, hat seine Wurzeln im tibetischen Buddhismus. Geistiger Führer der Gemeinschaft, die weltweit aus mehr als 220 Zentren und Gruppen mit insgesamt mehreren tausend Mitgliedern besteht, war der tibetische Meditationslehrer Chögyam Trungpa Rinpoche, der für seine Zeit sehr weltoffen und revolutionäre Ideen unter die Menschen gebracht hat. Nach seinem Tod im Jahr 1987 führt sein Sohn Sakyong Mipham Rinpoche die Gemeinschaft spirituell und weltlich an. Im Zentrum seiner Lehren steht dabei die `gute` Natur jedes Menschen, die durch Meditation kultiviert und im alltäglichen Leben weiterentwickelt werden kann. Die Vorstellung dahinter ist die Idee einer friedlebenden Gesellschaft, die von Freundlichkeit, geistiger Gesundheit und Mitgefühl bestimmt ist. Möglich wird eine solche Vision durch den achtsamen Umgang eines jeden mit sich selber. In den so genannten „kontemplativen Künsten“ wie dem Bogenschießen (in der Shambhala Gemeinschaft „Kyudo“ genannt), der Malerei, der kontemplativen Fotografie „Miksang“ oder dem „Kado“, dem Blumenstecken, hat man die Möglichkeit, sich ganz auf sich und seine Stärken zu konzentrieren, sie zu entwickeln und an ihnen zu wachsen. Die angebotenen Kurse sind so vielseitig, wie die Menschen mit ihren individuellen Stärken. Die ganz bewusste Beschäftigung mit sich selbst stellt dabei für viele erst einmal eine Herausforderung dar, denn sie bedeutet, sich zu erkennen, zu sehen, wer man selber ist. Und das ist nach den Lehren des Shambhala die Voraussetzung, sich selbst gut zu behandeln und damit auch seine Mitmenschen zu achten.

Im Shambhala Zentrum in der Südstadt wird diese Lehre denkbar gut gelebt: Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, neben offenen Meditationszeiten gibt es ein breites Angebot an kontemplativen Kursen , mit regelmäßigen Feiern ehrt man das Leben und Menschsein und so hat sich in den letzten Jahren eine Gemeinschaft von rund 100 Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten und Bereichen etabliert, die im Kleinen schon das lebt, was nicht nur die Menschen im buddhistischen Glauben seit Jahrtausenden anstreben: ein gutes Miteinander. Für alle Interessierten gibt es jeden Donnerstag um 19.30 Uhr die Möglichkeit, beim „Offenen Abend“ die Gedanken und Lehren Shambhalas kennen zu lernen. Diese Veranstaltung ist, wie alle im Shambhala-Zentrum kostenfrei. Das Meditationszentrum , dass in Köln gleichzeitig den Europasitz der Shambhala-Gemeinschaft hat, ist eine gemeinnützige Vereinigung, die von Hilfen ihrer Mitglieder lebt. Damit die finanziellen Mittel eines Einzelnen nicht ausschlaggebender Punkt für den Beitritt der Gemeinschaft sein sollen, ist die Unterstützung der Mitglieder individuell angelegt, jeder gibt das, was ihm möglich ist. Die „gute Gesellschaft“ beginnt dort beim Menschen selber, fernab jedes weltlichen Materialismus. Nur so kann der Mensch er selbst sein und damit sich und andere lieben.
 

Kathrin Rindfleisch

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