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Bongour Ulrichgasse 16a
50678 Köln

Bongour

Der Bongour-Flitzer begrüßt Euch mit einem herzlichen “Bongour”, was auch so viel wie “Bonjour” heißen könnte. Außerdem verbindet das Wortspiel die Association “bon” gleich gut, mit der Nähe zu “Gourmet”. Und genau so soll es schmecken.

Mit den Pizzaflitzern fing es an. Da gewöhnten wir uns daran, Essen nach Hause zu bestellen. Noch klassisch per Telefon. Doch das ist längst vorbei. Inzwischen wird Essen gerne online bestellt. Und dieses Verfahren wollen die beiden Freunde und Studienkollegen Victor Gomez und Marco González revolutionieren: sie geben talentierten Köchen die Möglichkeit, sich beruflich weiter zu entwickeln. Ja, sich eventuell sogar selbständig zu machen.

Und das funktioniert so: Seit Anfang Dezember kochen die unterschiedlichsten Köche bei “Bongour“. In der großzügigen Vorbereitungsküche können sieben Köche gleichzeitig an ihrem vollständig eingerichteten Platz mit eigenem Herd und Kühlschrank tätig sein. Das Marketing, die Einkaufsmöglichkeiten im Einzelhandel und die Lieferung bieten Victor und Marco. Die Profi- und Amateur-Köche können sich auf den eigenen Einkauf, die Kreativität und das Kochen konzentrieren.

Da ist zum Beispiel Domingo, der Sandwich-Man. Der Puertoricaner mit Wurzeln in New York City zaubert Cross-Over-Kreationen wie kubanisch-amerikanische Klassiker aus langsam gebratener Schweineschulter, Honigschinken und Emmentaler mit Dijon-Senf und Gewürzgurken. Oder den “Veggie Bao” aus saisonalem Wokgemüse in frisch gedünstetem Bao Bun begleitet von einem erfrischenden Coleslaw-Salat á la Asia mit Edamer, Sesam, Ingwer, Koriander und Limette. Unwiderstehlich ist auch die “Rosmarin-Zitronen Putenbrust” mit langsam gerösteter Rosmarin-Zitronen-Putenbrust, serviert auf getoastetem Mehrkorn-Pide mit Emmentaler und Feigen-Senf-Sauce. Bevor Domingo Profi-Koch wurde, war er Profi-Tänzer. Durch ein Tanz-Engagement ist er nach Deutschland gekommen, hat sich hier verliebt und eine Familie gegründet. Seine Kochleidenschaft wurde von seinem konservativen Vater kritisch betrachtet, doch die kulturell gemischten Freunde der Familie öffneten ihm eine Tür zur kulinarischen Welt.

Andreas Jost ist der König der Pasta. Der „Pasta-Man“ stammt aus Konstanz und lebt nun seit 15 Jahren in Köln. Dass kochen eine Kunst ist, wird in seinen Gerichten deutlich. Sein Bewusstsein für Qualität und seine Liebe für in Vergessenheit geratene Zutaten stehen im Vordergrund. Man muss die Speisen nicht neu erfinden, sondern in unsere Zeit bringen. Und so bereitet Andy seine Pasta selber zu: Da sind die Rote-Bete-Pasta, die Limetten-Tagliatelle und die hauchdünnen Ravioli mit Tomate oder Limette. Seine Raviolifüllungen bereitet er raffiniert mit Tomate, Mozzarella und Kardamom zu. Füllmittel findet man bei ihm nicht. Bei ihm kommt alles aus einer Hand – von der Pasta über die Füllungen bis hin zu eigenen Gemüsebrühen und Fonds. „Entweder mache ich es selber oder ich biete es nicht an“, sagt er überzeugt. So serviert der erfahrene Miet-Koch die Limetten-Tagliatelle mit Lachsstreifen und feinem Gemüsejulienne mit Lauchpestosauce, getrockneten Tomaten und frischem Rucolasalat. Verführersich klingt die Steinpilz Maltagliati mit einer feurigen Paprika-Tomatensauce mit Salsiccia.

Faszinierend ist die Geschichte von Kim Hung Bui. Der Vietnamese studierte Biochemie in Deutschland. Er stellte fest, dass er lieber in der Küche als im Labor Zeit verbringt und lernte die Zubereitung von Sushi von einem Meister. Er stieß auf den Kochkurs ‚Molekulare Küche’ und wurde vertraut mit der Kunst, chemische Reaktionen in Essbares zu verwandeln. Diese Kunst wendet er gemeinsam mit seinem Kollegen Quang Tran als die “Sushiboys” an. Mit ihren hervorragenden Sushi und der hausgemachten Wasabi verursachen sie regelrechte Explosionen in den Mündern ihrer Kunden. Sie verwöhnen die Asia-Liebhaber mit Chicken Gyoza & Rettichsalat. Das sind japanische Maultaschen mit Hähnchen und aufwändig zubereitetem Rettichsalat mit Weißkohl und Sojasprossen. Vegetarisch mal anders gefällig? Dann ist “VegiAnders” genau richtig für Euch: In Kirschsirup eingekochter Sushireis, Frischkäse, frittierter Natur Tofu, Avocado und Kokosraspeln. Auch der Ingwer hat eine rosa Farbe, da er in Kirschsoße eingelegt wird. Zum Ausgleich noch eine Rolle salziger Edamer mit Frischkäse und Gurke mit hauseigenem Rettichsalat.

So wechseln die Köche aus Leidenschaft sich bei “Bongour” ab und es bleibt erfrischend verschieden. Alle bringen ihre individuelle Note in die upscale Küche. Bei ‚Bongour’ gibt es gehobene Küche auf Rädern. Fällt jemand aus Krankheit aus, so werden diese Gerichte an dem Tag nicht angeboten. Die Authentizität ist wichtig. Die Profis und Amateure tauschen sich in familiärer Atmosphäre über Rezepte, Preiskalkulationen, Erfahrungen und Zutaten aus. Sollte jemand sich selbständig machen und das Team verlassen wollen, so „ist das das Beste, was passieren kann,“ lacht Marco und fügt hinzu: „Da können wir stolz sein und sagen ‚Den haben wir aufgebaut’!“. Marco und Victor sehen ihr Programm als „Sandkasten für ein kulinarisches Konzept“. Gerne würden sie dieses Konzept erweitern und mit Firmen und Arbeitgebern zusammen arbeiten. Sie haben Visionen wie die ‚virtuelle Kantine’ von Unternehmen zu werden. So könnten Mitarbeiter in einem Büro bei einem Anbieter das bevorzugte Essen bestellen und es gleichzeitig geliefert bekommen.

Wie Ihr an diese Köstlichkeiten kommt? Ganz einfach bequem online auf der Webseite von Bongour bestellen. Oder wer über ein Android-Smart-Phone verfügt, kann über eine App bestellen. In der Südstadt mit Liebe gekocht und mit dem Fahrrad gebracht. Wer mag, kann das bestellte Gericht auch persönlich in der Ulrichgasse abholen. Bon Appetit!

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