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Kultur

Das Kinoprogramm im ODEON vom 17.-23. Februar 2011

Donnerstag, 17. Februar 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: Schwarz-Weiß Verleih

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Berlin, Berlin, Berlin. Bärengerangel. Die Hauptstädter um Hauptorganisator Dieter Kosslick schaffen es auf imposante Weise, die Crème de la Crème der Filmindustrie in die Bärenstadt zu locken. Madonna, Colin Firth, Helena Bonham Carter, Jessica Schwarz – alle sind sie dort. Mit Martin Roelly und Jürgen Lütz waren selbst vor Ort, um die neuesten Filme zu sichten und ins Odeon zu holen. Als ich Jürgen Lütz auf der Heimfahrt ins heimische Rheinland erwischte, sprach der vom iranischen Film „Jodaeiye Nader az Simin„, der für ihn eine Besonderheit darstellte. Ich hoffe, dass er uns in der kommenden Woche mehr über diesen Film erzählt. Was in den kommenden sieben Tagen im Odeon läuft, lest Ihr nachfolgend.

 

The King’s Speech – OmU
1. Woche – ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:30 & 21:00 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag um 13:45 Uhr
Tom Hoopers „The King’s Speech“ ist ein klassischer Oscar-Film: Ein historisches Setting, eine Hauptfigur – noch dazu ein zukünftiger König –, der eine körperliche Einschränkung überwindet und in einem anrührenden Finale der Welt zeigt, was er kann. Dazu exzellent gemacht und getragen von einem brillanten Colin Firth, der aller Wahrscheinlichkeit nach ein paar Tage nach Filmstart den Oscar bekommen wird. Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties (Colin Firth) Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (Helena Bonham Carter) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Hutch) wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge.
Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (Guy Pearce) wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.


Das Lied in mir
2. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 18:00, 20:00 & 22:00 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag um 14:00 Uhr
    •    Mittwoch um 16:15 Uhr
Die junge Deutsche Maria (Jessica Schwarz) hört bei einer Zwischenlandung in Buenos Aires ein spanisches Kinderlied und bricht zusammen. Maria hat nie Spanisch gelernt und erkennt doch das Lied. Fast 30 Jahre hat ein Lied in Maria geschlafen, das nicht in den Teil von Marias Leben passt, an den sie sich erinnert.?Als Marias Vater Anton (Michael Gwisdek) davon erfährt, dass Maria sich an ein spanisches Lied erinnert, reist er sofort zu ihr nach Argentinien. Instinktiv will er seine Tochter vor der Vergangenheit beschützen. Als sich Vater und Tochter in Buenos Aires gegenüberstehen muss Anton erkennen, dass er noch nie so nah daran war seine Tochter für immer zu verlieren.?Maria ringt mit Anton um eine gefährliche Wahrheit und Anton ringt mit der Vergangenheit um seine Tochter. Jessica Schwarz und Michael Gwisdek in einer ihrer besten Rollen.
„Das Lied in mir ist einer von diesen Filmen, die aus dem Nichts kommen und einen atemlos zurücklassen. Der stärkste Film im diesjährigen Wettbewerb von Montreal.“  The Hollywood  Reporter??„Erobert das Herz des Publikums im Sturm.“   BR?


Another Year
5. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 16:00 Uhr
„Was war der glücklichste Moment Ihres Lebens?” – auf die Frage der besorgten Psychologin kommt nur ein leises „Was meinen Sie damit?“ einer verzweifelten Frau zurück. So beginnt „Another You“ das neue Werk des britischen Altmeisters Mike Leigh („Happy-go-lucky“). Unglücklich sind einige der traurigen Figuren in seinem Werk – und dennoch gerät der Film nie zum deprimierenden Jammertal. Mit unglaublicher Leichtigkeit gelingt es Leigh, seine schweren Themen zu servieren: Vermasseltes Leben, Verlust, Einsamkeit, enttäuschte Hoffnungen – „Unhappy-goes-Unlucky“ gewissermaßen! Der ganz große Festival-Liebling von Cannes ging bei den Palmen zwar überraschend leer aus – die einhellig euphorischen Kritiken dürften der warmherzigen Alltags-Dramödie im Kinoalltag freilich reichlich Publikuminteresse verschaffen. Aufgeteilt in die vier Segmente der Jahreszeiten wird vom Ehepaar Tom und Gerry erzählt – deren Name nicht zufällig wie das Cartoon-Duo klingt. Die beiden führen eine zuckersüße Ehe: Sie hilft als Psychologin den Armen, er arbeitet als Geologe. Der Alltag der beiden ist von zärtlichem Miteinander bestimmt: Kochen, gärtnern, plaudern, alles passiert in voller Harmonie. Bei ihren Bekannten sieht die Sache weniger rosig aus: Gerrys Kollegin Mary hadert mit ihrer Einsamkeit und ertränkt die Single-Sorgen gern im Wein – mit bisweilen fatalen Folgen. Toms übergewichtigem Jugendfreund Ken geht es kaum besser, „Better drinking than thinking“ trägt er als programmatischen Spruch auf seinem T-Shirt. Schließlich ist da noch Bruder Ronnie, der den Tod seiner Frau nicht verwindet. Tragische Schicksale, zerborstene Lebensentwürfe – Leigh zeigt dieses Kaleidoskop des (Un)Glücks mit großer Wärme und Wahrhaftigkeit und entwickelt, grandiosen Schauspielern sei Dank, ein sehr bewegendes Drama.


Das Labyrinth der Wörter
7. Woche – ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 16:15 Uhr
    •    Mittwoch um 18:00 Uhr
Gérard Depardieu ist das Aushängeschild des französischen Films. Sein Part in dieser kleinen, heiter-melancholischen Produktion ist die des uneingeschränkten Sympathieträgers. Depardieus Germain hat bislang nicht viel Glück im Leben gehabt und doch ist er keineswegs missmutig oder verbittert. Er erscheint vielmehr wie der Prototyp des sanften, tollpatschigen Riesen, dessen gutes Herz auf seine Umwelt ausstrahlt und das ihn bei allem, was er erlebt, niemals im Stich lässt. Germains Leben spielt sich vornehmlich zwischen Gelegenheitsjobs, seinem Stammlokal und einem zu seinem Zuhause umfunktionierten alten Wohnwagen hat. Im Haus nebenan lebt seine alte Mutter (Claire Maurier), um die er sich nach wie vor kümmert. Eines Tages begegnet er im Park einer 90-jährigen, sehr zierlichen und eleganten Dame. Margueritte (Gisèle Casadesus) liebt es so sehr wie er, die Tauben zu beobachten. Und sie liebt die Literatur. Germain hingegen besitzt kein einziges Buch. Er ist praktisch Analphabet, was seiner Neugier jedoch keinen Abbruch tut. Als sie ihm einige Passagen aus Albert Camus’ „Die Pest“ vorliest, schließt er plötzlich die Augen, um jedes ihrer Worte ganz genau nachempfinden zu können. Für Germain und Margueritte beginnt mit diesem stillen Moment eine wunderbare, tiefe Freundschaft.


Käpt’n Blaubär
2. Woche – ab 6 Jahren
    •    Sonntag um 12:15 Uhr
Vor etlichen Jahren hat Käpt’n Blaubär die Welteroberungspläne von seinem ehemaligen Sandkastenfreund Feinfinger zunichte gemacht. Nun ist die Stunde der Rache gekommen: Feinfinger, mittlerweile hauptberuflich verrückter Wissenschaftler und genialer Verbrecher, hat die drei Bärchen entführt. Zusammen mit Hein Blöd sticht Käpt’n Blaubär in See, um seine Enkel aus den Klauen seines Gegners zu befreien. Die Zeit drängt. Feinfinger will die drei Bärchen zu Superschurken ausbilden und mit ihnen gemeinsam die Welt in seine Gewalt bringen. Doch die Reise von Blaubär ist mit zahllosen Gefahren gepflastert: Feinfinger schickt nicht nur ein monströses Schiff mit einer Bande wilder, blutrünstiger Krokodil-Piraten gegen seinen Erzfeind ins Feld, sondern auch noch die gefürchteten Wellenzwerge.??Und als Blaubär und Hein Blöd auch noch in einem aktiven Vulkan versenkt werden, scheint das Böse endgültig zu triumphieren.


Kent Nagano – Montreal Symphony
6. Woche – ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:45 Uhr
Das preisgekrönte Porträt eines der bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart von Bettina Ehrhardt. Er gilt als zurückhaltend und drängt nicht in den Mittelpunkt – der Dokumentarfilm Kent Nagano – Montreal Symphony stellt ihn aber genau dahin. Ein Jahr lang hat die Dokumentarfilmerin Bettina Ehrhardt Kent Nagano und das Orchestre symphonique de Montréal (OSM) begleitet – vom Norden Kanadas bis nach Paris – und beobachtet, wie das frankokanadische Traditionsorchester ein neues Musizieren entdeckt. Kent Nagano, der in Doppelfunktion sowohl die bayerische Staatsoper in München als auch das Symphonieorchester Montreal leitet, geht ungewöhnliche Wege, um sein Publikum zu finden: Die Musiker spielen in Schulen, in Montreals Hockeystadion und in den Dörfern der Inuit im Hohen Norden Kanadas. Proben- und Konzertmitschnitte symphonischer Werke von Bruckner, Mahler und Debussy zeigen, wie Kent Nagano Musik entstehen lässt.
Ausgezeichnet als „Bester kanadischer Film“ beim International Festival of Films on Art in Montreal 2010.

Text: Gastbeitrag

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