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Kultur

Das Kinoprogramm im ODEON vom 17.-23. März 2011

Donnerstag, 17. März 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: Thomas Schmitt

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Am Freitag erlebt Ihr innerhalb der „Kölschen Filmmatinée“ im Odeon eine Zeitreise in die wilder 80er Jahre. Als Soirée statt Matinée wird am Freitag um 22:30 ?Uhr  der Film von Thomas Schmitt „?Randale & Liebe – Rocker, Popper, Teds und Punks“ gezeigt. Der Regisseur ist übrigens persönlich bei der Aufführung dabei. Diese 74 Minuten lange Dokumentation vermittelt ungewohnte Einblicke in die alternative Subkultur Kölns der 80er Jahre. So war das Blue-Shell je nach Konzert von Rockern, Punks und Teds besucht, während das Café d’Or Anlaufpunkt für viele Popper war. Mit der Kinokarte gibt es übrigens ermäßigten Eintritt bei der MIXTAPE-Party im Tsunami. Was ansonsten noch im Südstadtkino gezeigt wird, lest Ihr hier.

 

Foto: Christian Hartmann, RoxyFilm/Berlinale

Almanya – Willkommen in Deutschland
2. Woche – ab 6 Jahren
    •    täglich um 22:00 Uh, außer Freitag
    •    täglich um 18:00 Uhr, außer Mittwoch
    •    täglich um 16:00 & 20:00 Uhr
    •    Freitag um 23:00 Uhr
    •    Sonntag um 12:00 Uhr
Das Schicksal der türkischen Einwandererfamilie Yilmaz samt absurden Verwicklungen und kulturellen Differenzen steht im Mittelpunkt der warmherzigen Cultur-Clash Komödie „Almanya – Willkommen in Deutschland“. Das vier Jahrzehnte umspannende Generationenepos beeindruckt durch seinen sensibel authentischen Blick auf die Welt zwischen Okzident und Orient. Stilsicher bieten die Samdereli-Schwestern mit ihrem beschwingten Spielfilmdebüt unterhaltsames Gefühlskino, das humorvoll Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Die feine Balance zwischen Tradition und Moderne gelingt den beiden nicht zuletzt aufgrund eigener liebevoller Erinnerungen an persönliche Erlebnisse aus ihrer Herkunftsfamilie.
Deutschland, Anfang der 70er Jahre. „Eine Riesenratte, hier gibt’s Riesenratten“, schreit der kleine Muhamed (Kaan Aydogdu) entsetzt mit Blick aus dem Autofenster. Draußen auf dem Gehsteig führt ein deutscher Mann stolz seinen Dackel spazieren. Für den 8jährigen Jungen, den sein Vater Hüseyin Yilmaz (Fahri Yardim) gerade frisch aus der Türkei nach Alemanya holte, eine Begegnung der seltsamen Art. Auch Mutter Fatma (Demet Gül) macht merkwürdige Erfahrungen in diesem fremden, grauen Land. „Muhh“, blökt der deutsche Lebensmittelhändler freudestrahlend, nachdem sie ihm in Zeichensprache klarmacht, dass sie gerne eine Flasche Milch hätte. Vierzig Jahre später ist Deutschland längst zur Heimat der Familie Yilmaz geworden. Ihr sechsjähriger Enkel Cenk (Rafael Koussouris) stellt sich als Sohn einer Deutschen (Petra Schmidt-Schaller) und eines Türken (Denis Moschitto) allerdings in der Schule plötzlich die Frage nach seiner Identität. Grund: Bei einem Fußballspiel wählen ihn seine Kameraden weder in die deutsche noch in die türkische Mannschaft. „Wir sind jetzt Deutsche“, verkündet Großmutter Fatma (Lilay Huser) dagegen ihren Kindern und Kindeskindern überraschend bei einer Familienfeier. Großvater Hüseyin freilich verblüfft seinen Clan noch viel mehr. Er hat in der Türkei ein Haus gekauft und will in den Ferien mit allen in die alte Heimat fahren.


Das Labyrinth der Wörter
10. Woche – ab 6 Jahren
    •    Samstag bis Sonntag um 14:15 Uhr
    •    Mittwoch um 18:00 Uhr
Gérard Depardieu ist das Aushängeschild des französischen Films. Sein Part in dieser kleinen, heiter-melancholischen Produktion ist die des uneingeschränkten Sympathieträgers. Depardieus Germain hat bislang nicht viel Glück im Leben gehabt und doch ist er keineswegs missmutig oder verbittert. Er erscheint vielmehr wie der Prototyp des sanften, tollpatschigen Riesen, dessen gutes Herz auf seine Umwelt ausstrahlt und das ihn bei allem, was er erlebt, niemals im Stich lässt. Germains Leben spielt sich vornehmlich zwischen Gelegenheitsjobs, seinem Stammlokal und einem zu seinem Zuhause umfunktionierten alten Wohnwagen hat. Im Haus nebenan lebt seine alte Mutter (Claire Maurier), um die er sich nach wie vor kümmert.
Eines Tages begegnet er im Park einer 90-jährigen, sehr zierlichen und eleganten Dame. Margueritte (Gisèle Casadesus) liebt es so sehr wie er, die Tauben zu beobachten. Und sie liebt die Literatur. Germain hingegen besitzt kein einziges Buch. Er ist praktisch Analphabet, was seiner Neugier jedoch keinen Abbruch tut. Als sie ihm einige Passagen aus Albert Camus’ „Die Pest“ vorliest, schließt er plötzlich die Augen, um jedes ihrer Worte ganz genau nachempfinden zu können. Für Germain und Margueritte beginnt mit diesem stillen Moment eine wunderbare, tiefe Freundschaft.


Das Lied in mir
6. Woche – ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 19:00 Uhr
Die junge Deutsche Maria (Jessica Schwarz) hört bei einer Zwischenlandung in Buenos Aires ein spanisches Kinderlied und bricht zusammen. Maria hat nie Spanisch gelernt und erkennt doch das Lied. Fast 30 Jahre hat ein Lied in Maria geschlafen, das nicht in den Teil von Marias Leben passt, an den sie sich erinnert.?Als Marias Vater Anton (Michael Gwisdek) davon erfährt, dass Maria sich an ein spanisches Lied erinnert, reist er sofort zu ihr nach Argentinien. Instinktiv will er seine Tochter vor der Vergangenheit beschützen. Als sich Vater und Tochter in Buenos Aires gegenüberstehen muss Anton erkennen, dass er noch nie so nah daran war seine Tochter für immer zu verlieren.?Maria ringt mit Anton um eine gefährliche Wahrheit und Anton ringt mit der Vergangenheit um seine Tochter.
Jessica Schwarz und Michael Gwisdek in einer ihrer besten Rollen.


Die Vorstadtkrokodile 3
3. Woche
    •    Sonntag um 12:30 Uhr
Als Hannes von den Krokodilen zum Geburtstag einen Gutschein für eine Go-Kart-Fahrt erhält, löst er diesen natürlich sofort mit seinen Kumpels ein. Da kommt es auf der Bahn zu einem tragischen Unfall, bei dem sich Frank lebensgefährlich verletzt. Die erschütternde Diagnose: Frank braucht dringend eine Organspende – und der Einzige, der dafür infrage kommt, ist ausgerechnet dessen krimineller Bruder Dennis, den die detektivisch veranlagten Krokodile einst höchstpersönlich hinter Gitter gebracht hatten.

Randale und Liebe – Rocker, Popper, Teds und Punks
0. Woche – ab 12 Jahren
    •    Freitag um 22:30 Uhr
Die im Odeon Kino um 22:30 Uhr gezeigte Dokumentation des Regisseurs Thomas Schmitt (persönlich zu Gast), vermittelt ungewohnte Einblicke in die alternative Subkultur Kölns der 80er Jahre. So war das Blue-Shell je nach Konzert von Rockern, Punks und Teds besucht, während das Café d’Or Anlaufpunkt für viele Popper war.
Im Anschluss geht´s um die Ecke zum Tanzen um die Szene von gestern und heute zu feiern und am Leben zu erhalten. Kinobesucher erhalten zudem € 2.- Preisnachlass auf den Partyeintritt. MIXTAPE – Am üppigen Musikbuffet wird
garantiert kein Bandsalat gereicht, sondern ein wilder Indie & Electro Mash
Up mit den Lieblingshits von gestern, heute und morgen! Never erase, always
rewind!


The King’s Speech – OmU
5. Woche – ab 6 Jahren
    •    täglich um 16:30 und 21:oo Uhr
    •    Samstag und Sonntag auch um 14:00 Uhr
Ausgezeichnet mit 4 Oscars! Bester Film! Bester Hauptdarsteller! Beste Regie! Bestes Drehbuch! Tom Hoopers „The King’s Speech“ ist ein klassischer Oscar-Film: Ein historisches Setting, eine Hauptfigur – noch dazu ein zukünftiger König –, der eine körperliche Einschränkung überwindet und in einem anrührenden Finale der Welt zeigt, was er kann. Dazu exzellent gemacht und getragen von einem brillanten Colin Firth, der  ein paar Tage nach Filmstart den Oscar für seine Leistung bekommen hat.
Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties (Colin Firth) Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (Helena Bonham Carter) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Hudge) wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge.
Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (Guy Paerce) wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.

Text: Gastbeitrag

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