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Raum für Workshops & Ausstellungen in der kölner Südstadt anmieten

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Kultur

Das Kinoprogramm im ODEON vom 27.10. – 2.11.2011

Dienstag, 25. Oktober 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: Amoeba Film

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Am Donnerstag um 20 Uhr ist die Regisseurin Sophie Fiennes zu Gast im ODEON, um ihren neuen Dokumentarfilm „Over your cities gras will grow“ über das Werk von Anselm Kiefer zu präsentieren. Einen Tag später, am Freitag, 28.10.2011 wird im Rahmen der Kölner Kino Nächte, die Dokumentation „Kamakia – Die Helden der Insel“ in Anwesenheit des Hauptakteurs mit Aftershow zu sehen: Der Regisseur Jasin Challah schickt den außergewöhnlichen Dokumentaristen Kosta Rapadopoulos nach Griechenland, um die Geheimnisse des griechischen Liebhabers in den 70er Jahren zu ergründen. Nach der Filmvorführung wird Kosta Rapadopoulos als Entertainer die witzigsten Outtakes präsentieren. Dabei wird er von seiner griechischen Musikcombo, den legendären „Drunken Rembetis“ begleitet.? Wichtig: Reserviert bitte Karten schnell – am besten jetzt unter Tel: 0221 – 313110. Was ansonsten noch in den kommenden 7 Tagen im Südstadtkino gezeigt wird, haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Viel Spaß im Kino!

Over your cities gras will grow
1. Woche – ab 6 Jahren
    •    Donnerstag um 20:00 Uhr  Premiere
    •    Freitag bis Dienstag um 18:15 Uhr
Weniger klassische Dokumentation als behutsame Annäherung an das Werk Anselm Kiefers ist dieser brillante Film von Sophie Fiennes. Kaum Worte werden gebraucht, allein die Bilder sprechen über Werk und Arbeitsmethode Kiefers und ermöglichen dem aufmerksamen Betrachter in ein faszinierendes Oeuvre einzutauchen.
Anfang der 90er Jahre verließ Anselm Kiefer Deutschland und zog in den Süden Frankreichs. In der Nähe des kleinen Städtchens Barjac bezog er die ehemalige Seidenfabrik La Ribaute, die er in den folgenden Jahren zu einem gigantischen Gesamtkunstwerk umbaute. Türme, Brücken, Tunnel, ein Amphitheater entstanden, Glas, Blei, Asche, Beton verarbeitete der Künstler in immer neuen Variationen. Bevor Kiefer 2008 dieses Areal verließ und in Paris eine neue Phase seines Schaffens begann, ermöglichte er der britischen Dokumentarfilmregisseurin Sophie Fiennes auf dem Gelände zu drehen. Das Ergebnis ist dieser eindrucksvolle Film, der die oft problematischen Konventionen der Künstlerbiographie ignoriert und einen ganz eigenen Weg findet, sich dem Werk und Denken Kiefers zu nähern.

Nachtmeerfahrten – C.G. Jung
1. Woche – ab 6 Jahren
    •    Donnerstag um 18:00 Uhr
    •    Freitag bis Dienstag um 16:45 Uhr
Der 1961 verstorbene, Schweizer Tiefenpsychologe und Psychiater Carl Gustav Jung stützte seine wegweisende wissenschaftliche Arbeit unter anderem auf ein urtypisches Schema im menschlichen Unbewussten. Darin geht ein symbolischer Ablauf vor sich, in dem der Protagonist nachts in einem Ozean versinkt. Er sieht sich den eigenen Dämonen gegenüber, ringt mit ihnen und taucht morgens neugeboren wieder auf. Bei dieser Reise entspricht dem Ozean das Unbewusste, das Jung zufolge im Traumzustand zugänglich wird.
Doku über die Gedankenwelt des Psychoanalytikers C. G. Jung anlässlich seines 50. Todestags und parallel zum Kinostart von David Cronenbergs Drama „Eine dunkle Begierde“, das die Beziehung Freuds und Jungs beschreibt. Regisseur Rüdiger Sünner, von dem unter anderem auch ein Werk über Rudolf Steiner stammt, analysiert hier den spirituellen wie mythologischen Ansatz des Schaffens Jungs, der mit Freud befreundet war bevor er sich von dessen Theorien distanzierte. Zur Sache äußert sich unter anderem Eugen Drewermann.

Kamakia – Die Helden der Insel
einmalig
Ab 12 Jahren
    •    Freitag um 22:30 Uhr
Dieser Film sorgte bereits auf der diesjährigen Berlinale für Furore und wurde von der Presse als einer der witzigsten Filmbeiträge der Sektion „Perspektive deutsches Kino, vielleicht sogar einer der amüsantesten der Berlinale“ bezeichnet. Im Rahmen der Kölner Kino Nächte gibt es nun die seltene Gelegenheit, die Dokumentation in Anwesenheit des Hauptakteurs mit Aftershow zu sehen: Der Regisseur Jasin Challah schickt den außergewöhnlichen Dokumentaristen Kosta Rapadopoulos nach Griechenland, um die Geheimnisse des griechischen Liebhabers in den 70er Jahren zu ergründen. „Griechische Männer sind sehr angenehme Gesprächspartner, wenn sie in die Jahre kommen…. „ Fasziniert von den Ausführungen seiner Informanten begleiten wir Kosta auf der Spuren der sagenumwobenen Kamakia, den Helden der Inseln, die sich hingaben, um den speziellen Bedürfnissen der xénoi (der fremden Frau) gerecht zu werden. ??Nach der Filmvorführung wird Kosta Rapadopoulos als Entertainer die witzigsten Outtakes präsentieren. Dabei wird er von seiner griechischen Musikcombo, den legendären „Drunken Rembetis“ begleitet.? Reservierung: 0221 – 313.110

Die Haut in der ich wohne
2. Woche – ab 12 Jahren
    •    tägl. außer Fr. um 16:15 Uhr
    •    tägl, außer Fr. um 21:00 Uhr
    •    Freitag um 20:15 Uhr
    •    Freitag um 15:45 Uhr
Es gibt nicht viele Regisseure, denen man so blind vertrauen kann. Die gleichsam eine lebenslange Garantie für Qualität auf der Leinwand bieten und zudem bei jedem neuen Werk einen Trumpf im Ärmel haben. In seinem 18ten Film wagt Spaniens Erfolgsregisseur Pedro Almodóvar einen Ausflug ins Horror-Genre. Erstmals seit „Fessle mich“ von 1990 hat der Mann aus La Mancha seine Entdeckung Antonio Banderas wieder mit an Bord. Der gibt den schönen Schönheitschirurgen Roberto, dessen Frau bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Mit diesem Schicksal will sich der Arzt nicht abfinden, fortan spielt er Gott und Rächer. Ein trauriger Frankenstein schafft ein hübsches Monster – mehr darf kaum verraten werden, um den Genuss an den grandios wahnwitzigen Wendungen dieser famos inszenierten Geschichte nicht zu schmälern. Mehr Staunen über eine Story ist kaum möglich.

Die Liebesfälscher
3. Woche – ab 12 Jahren
    •    tägl. um 18:45 Uh, außer Fr.
    •    Freitag um 18:15 Uhr
„Die Liebesfälscher“ von Abbas Kiarostami mit Juliette Binoche und William Shimell. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte in der Toskana und ein tiefsinniger Diskurs über echte, gefälschte, oder eine Sicherheitskopie – für die Liebe.
Am 13. Oktober wird Abbas Kiarostamis Die Liebesfälscher die deutschen Kinos begeistern, nachdem er bereits im Jahre 2010 in Frankreich erflgreich lief. Das Drama handelt von dem britischen Autor James Miller (William Shimell), der auf einer Lesereise in Italien eine schöne Kunstexpertin (Juliette Binoche) kennenlernt. Die Chemie scheint zwischen den beiden zu stimmen und schon am nächsten Tag fahren sie zusammen aufs Land. Das Buch, an welchem Miller gerade arbeitet, dreht sich um die fesselnde Frage nach der Differenz zwischen Original und Fälschung. Eine Diskussion entfacht zwischen ihm und seiner Begleiterin. Über Kunst, das Leben, die Liebe. Sie debattieren in den verträumten Gassen eines kleinen Dorfes über ein seltenes Gemälde und eine antike Statue. Doch dann nehmen die Gespräche neue Wendungen, die überraschend anmuten. Die Debatte über Original und Fälschung scheint der Diskussion über Realität und Fiktion zu weichen.

Das kleine Zimmer
5. Woche – ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 12:30 Uhr
    •    Mittwoch um 16:30 Uhr
Unaufdringlich erzählen die beiden Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond in ihrem berührenden Spielfilmdebüt „Das kleine Zimmer“ vom Dialog zwischen den Generationen. Ihr sensibles Kammerstück über Leben und Sterben, einem alten Mann, der sich am Ende seines Lebens nicht bevormunden lassen will und einer jungen Frau, die wieder Lebensfreude findet, besticht durch seine emotionale Stärke und eine zurückhaltende, präzise Inszenierung. Mit ihrem preisgekröntem Drama gelingt den beiden jungen Schweizerinnen ein Plädoyer für mehr Mitgefühl über Altersgrenzen hinweg.
Lebensanfang und Lebensende, Verlust und Trauer. Für ihr Spielfilmdebüt hat sich das Schweizer Regie-Duo Stéphanie Chuat und Véronique Reymond einiges vorgenommen. Doch Filme, die sich mit der Selbstbestimmung im Alter auseinandersetzen und das Thema würdevolles Sterben reflektieren, scheinen einen Nerv zu treffen. Dennoch geht es in ihrem berührenden Drama weniger ums Sterben, als um die zaghafte Annäherung zweier verwundeter Seelen, wiedergefundenen Lebensmut und die emotionale Beziehung zwischen den Generationen.
Der eigenbrötlerische Edmond (Michel Bouquet) will seine Eigenständigkeit auch im Alter bewahren. Sein Sohn Jaques (freilich möchte den zuckerkranken Witwer ins Altersheim verfrachten. Denn für ihn steht ein Karriereschritt an. Er will in die USA. Stur wehrt sich Edmond. In seinem Refugium aus Grünpflanzen, Erinnerungsfotos und klassischer Musik fühlt sich der Pensionär heimisch. Die täglichen Hausbesuche seiner jungen Pflegerin Rose (Florence Loiret-Caille) duldet er gerade noch. Ironisch nennt er sie „Frau Krankenschwester“ und macht es ihr nicht leicht, sich um ihn zu kümmern.

Der kleine Maulwurf
4. Woche
    •    Sonntag um 12:15 Uhr
Der kleine Maulwurf, die bekannte Zeichentrickfigur aus der „Sendung mit der Maus“, erlebt und entdeckt sehr viel. Ob als Maler oder im Karneval – acht Episoden seiner schönsten Abenteuer als Kinofilm mit hohem Unterhaltungswert für die ganze Familie.

Gerhard Richter Painting
9. Woche – ab 12 Jahren
    •    Samstag, Sonntag, Dienstag um 14:15 Uhr
    •    Mittwoch um 18:15 Uhr
Lange Jahre lehnte Gerhard Richter, einer der berühmtesten Künstler der Gegenwart, die zahlreichen Anfragen für Filmprojekte ab. Der Dokumentarfilmerin Corinna Belz gelang es, ihn vor die Kamera zu bekommen und Richter bei der Arbeit zu beobachten. Nicht nur in diesen Momenten ist „Gerhard Richter Painting“ ein faszinierender Film.

Le Havre
6. Woche – ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 20:30 Uhr
Marcel Marx (André Wilms), früher Autor und wohlbekannter Bohemian, hat sich vor längerer Zeit in sein frei gewähltes Exil, die Hafenstadt Le Havre, zurükgezogen. Hier geht er inzwischen der ehrenwerten, aber nicht sonderlich einträglichen Tätigkeit eines Schuhputzers nach. Der Traum vom literarischen Durchbruch ist längst begraben und trotzdem führt er ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Arletty (Kati Outinen). Doch plötzlich erkrankt Arletty schwer, gleichzeitig kreuzt das Schicksal seinen Weg in Gestalt des minderjährigen Flüchtlings Idrissa (Blondin Miguel) aus Afrika.
Und so ist Marcel gezwungen sich erneut gegen die menschliche Gleichgültigkeit zu erheben. Seine einzigen Waffen sind sein unerschütterlicher Optimismus und die ungebrochene Solidarität der Mitbewohner seines Quartiers. Mit ihrer Hilfe tritt er gegen den blindwütigen Machtapparat des Staates an, der die Schlinge um den Flüchtlingsjungen immer enger zieht. Es wird Zeit für Marcel, seine Schuhe zu polieren und die Zähne zu zeigen…
In Le Havre, den er nach längerer Abstinenz zum ersten Mal wieder außerhalb von Finnland drehte, wirkt Aki Kaurismäki erneut so kämpferisch wie in Der Mann ohne Vergangenheit, gleichzeitig aber auch so poetisch wie in seinem ebenfalls in Frankreich realisierten Film „Das Leben der Bohème“.

Mehr dazu im Artikel von Jörg-Christian Schillmöller „Tanzen im Kinosaal“.
 
Melancholia
5. Woche – ab 12 Jahren
    •    Freitag bis Dienstag um 20:30 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag, Dienstag auch um 14:00 Uhr
Eine Traumhochzeit soll Justines Leben wieder auf die richtige Spur bringen. Was das heißt?  Ihre Familie erwartet das Justine ein normales und nach außen glückliches Leben führt und ihr Chef erwartet geniale Einfälle für seine Werbeagentur. Nur leider Ist manchmal etwas stärker als Justine… von Triers persönlichster und menschlichster Film.
In seiner gewaltigen Bildsymphonie „Melancholia“ versucht der dänische Provokateur Lars von Trier seine eigene Depression zu verarbeiten. Zwei ungleiche Schwestern lässt der ehemalige Dogma-Regisseur seine wuchtige Vision einer Apokalypse erleben und schwelgt dabei in deutscher Romantik und bombastischen Wagner-Klängen. Trier-Muse Charlotte Gainsbourg aus „Antichrist“ und die blonde deutschstämmige Hollywoodschauspielerin Kirsten Dunst, die für ihre schauspielerische Leistung in Cannes die „Goldene Palme“ erhielt, veredeln das intime Drama.

 

Text: Gastbeitrag

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