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Kultur

„Grundeinkommen“, „Micmacs“ und viel mehr im Odeon …

Mittwoch, 4. August 2010 | Text: Tamara Soliz | Bild: Pressebild

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Kinoprogramm für ?das Odeon? vom 05.08. bis 11.08.2010
In dieser Woche läuft mit „Grundeinkommen“ ein sehr beachtenswerter Film an, darüber ist „Das Konzert“ meine Erachtens ein unbedingtes MUSS. „New York Memories“, der Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim läuft jeden Sonntag – nun in der 4. Woche –  hier im Odeon.
Lest, was Ihr warum und wann anschauen müsst. „Viel Spaß im Kino!“

 

„Grundeinkommen“

Ab 12 Jahren
    •    Samstag um 13:00 Uhr
Die Kölner Initiative Grundeinkommen www.bgekoeln.de zeigt:
Grundeinkommen ein Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt?über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Bedingungsloses Grundeinkommen?? Ein von der Arbeitsleistung unabhängiger Einkommensanspruch des einzelnen gegenüber der Gesellschaft. Ein Anspruch auf Einkommen für alle und ohne jegliche Bedingungen.?Das ist das bedingungslose Grundeinkommen.??Wer soll das bezahlen? Ist das noch gerecht? Wer arbeitet dann noch??Diesen und vielen anderen Fragen zum bedingungslosen?Grundeinkommen widmet sich das Film Essay.
Seit dem Jahr 2005 setzt sich auch ‚dm‘ Gründer Götz Werner, einer der innitiativsten Unternehmer Deutschlands, öffentlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland nach einem von ihm ab 1982 entwickelten Konzept ein. Die Finanzierung des Grundeinkommens beruht demnach auf der allmählichen Abschaffung der Einkommensteuer und der gleichzeitigen Erhöhung der Mehrwertsteuer als „Konsumsteuer“ auf über 50 %.
Mit anschließender Diskussion.

 


„Das Konzert“
2. Woche Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 16:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 20:30 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag um 13:45 Uhr
Film des Jahres!
Wie kein anderer hat Mihaileanu in seinen Filmen einen tragikomischen Umgang mit der Vergangenheit  erreicht. Ob das die Geschichte einer jüdischen Dorfgemeinschaft ist,  die in einem Zug versucht dem Holocaust zu entkommen, oder ein junger Äthiopier, der als afrikanischer Jude von den Israelis aus einem Flüchtlingslager gerettet wird und dann in Israel mit der Verleugnung seiner christlichen Kultur Probleme bekommt.
In seinem neuen Film steht auch wieder jemand im Mittelpunkt, dem die Geschichte übel mitgespielt hat. Dirigent Andrei  Filipov führte das weltberühmte russische Bolschoi Orchester von Triumpf zu Triumpf, bis er sich für vom KGB verfolgte Mitmusiker einsetzte. Seitdem darf der Stardirigent das Konzerthaus nur noch putzen. Als er 20 Jahre später eines Tages das Büro des Direktors säubert kommt ein Fax an, das das Orchester zu einem Gastspiel nach Paris einlädt. Andrei Filipov ergreift die Gelegenheit und das Dokument, stellt ein Orchester aus entlassenen Musikern auf und meldet sich in Paris an.
Die Rekrutierung des Orchesters und die Fahrt nach Paris sind perfekte Komödie. Auch in Paris hält der wunderbar leichte und überdrehte Ton des Films an, aber es kommt,  wie in einem guten Konzert eine neue Stimme dazu. Das Orchester soll in Paris Tschaikowskys Konzert  für Violine und Orchester in D-Dur aufführen. Als Solistin hat sich Andrei  Filipov die französische Violinen Virtuosin Anne-Marie Jacquet (Melanie Laurent) gewünscht, der gegenüber das gesamte Orchester noch eine alte Bringschuld hat,  von der die junge Virtuosin keine Ahnung hat.
Bis hier hin wäre das Konzert ein sehr, sehr  guter Film. Aber zum Film des Jahres braucht es noch etwas mehr.  Und das hat mit Tschaikowskys Violinen Konzert  zu tun, das hier mit der Geschichte die Mihaileanu um es herum erzählt eine gänzlich neue emotionale Dimension gewinnt.
Genial. Nach dem Film möchte man sich bei Mihaileanu und Tschaikowskys bedanken.

„Micmacs – Uns gehört Paris“
4. Woche Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 21:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 19:00 Uhr
    •    Freitag bis Samstag um 23:00 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag um 15:00 Uhr
Nach „Delikatessen“, „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und „Mathilde – Eine große Liebe“ eine neue fantastische Komödie von Jean-Piere Jeunet.
Einer der Publikumslieblinge  bei den Französischen Filmtagen 2010 !
Mit Hilfe einer Gruppe verschrobener Schrottsammler und Bastler will sich Bazil (Danny Boon aus Willkommen bei den Schtis) an einem Rüstungskonzern rächen.


„Mahler auf der Couch“
6. Woche Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 17:00 Uhr
    •    Sonntag um 13:00 Uhr
Im Jahr 1910 begegneten sich der Komponist Gustav Mahler und der Psychoanalytiker Sigmund Freud einen Nachmittag lang. Mahler hatte Freud um den Termin gebeten, weil seine junge Frau Alma ihn betrogen hatte. Was genau die beiden an diesem Tag geredet haben, ist nicht belegt. Percy und Felix Adlon haben das Ereignis zum Anlass genommen, einen postmodernen Kostümfilm zu drehen, der es schafft, das Wissen um die Konstruktion von Geschichte(n) mit großem Melodrama zu verbinden.
 Aus seinen Erinnerungen im Gespräch mit Freud entsteht nach und nach und für Mahler selbst völlig überraschend die Geschichte einer Ehe, in der seine Frau ihr Leben völlig den Bedürfnissen des älteren, genialen Mannes untergeordnet hat. Alma, die vor ihrer Hochzeit eine Königin der Wiener Sezession war, gibt nach ihrer Hochzeit die Musik völlig auf und widmet sich nur noch ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter. Wie alle in Mahlers Umgebung passt sie sich in den rigorosen Tagesablauf des Meisters ein. Dabei leidet gerade das Band, dass die beiden eigentlich am meisten verbindet: das gemeinsame Interesse an der Musik.

„Männer Al Dente“
4. Woche Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:15 Uhr
    •    Freitag bis Samstag um 22:45 Uhr
    •    Sonntag um 11:45 Uhr
Vor der pittoresken Urlaubs-Kulisse des süditalienischen Lecce entwirft Filmemacher Ferzan Ozpetek eine heiter-melancholische Sommerkomödie, bei der sich alles um zu lange aufrecht gehaltene Lebenslügen dreht. Mit seinem Coming Out bringt der Sohn eines erfolgreichen Pasta-Unternehmers die Familienidylle aus dem Gleichgewicht. Nun setzt der Herr Papa alle Hoffnungen auf seinen anderen Sprössling, nichtahnend, dass auch dieser Männern in der Liebe den Vorzug gibt. Mit viel Herz und etwas Schmerz zelebriert „Männer al dente“ mediterrane Lebenslust.

„New York Memories“
5. Woche Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:30 Uhr
In seinem aktuellen Film zieht es Rosa von Praunheim nach Jahren der Abstinenz wieder nach New York. Dabei erweist er sich ein mal mehr als hervorragender Zuhörer. Aus vielen Stimmen, auch jener deutschen Einwanderer, die er bereits vor über 20 Jahren mit „Überleben in New York“ verewigte, entsteht eine persönliche, und mitreißende Hommage an New York. Hier schildern deutschstämige New Yorker ihr Leben in der Megastadt und wie sich die Stadt in den letzten 20 Jahren verändert hat.
Rosa von Praunheim war zur Premiere im Odeon und hat Reinhard Lücke von meinersüdstadt.de ein spannendes Interview gegeben, „Ich bin nicht der Schwulen-Filmer vom Dienst“.
 

Text: Tamara Soliz

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