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Politik

Ingrid Hack – Direktkandidatin der SPD

Mittwoch, 28. April 2010 | Text: Doro Hohengarten | Bild: Alexandra Keller

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Dieses Plakat führt ein Doppelleben. Von Weitem gesehen: eine Frau mit kantigen Gesichtszügen, die Haare hilflos nach hinten gebürstet, ein bisschen streng, ein bisschen verhärmt. Man wählt ja schließlich Menschen, denke ich, gerade mit der Erststimme, also darf ich mich auch mal dem ersten Eindruck hingeben: Die ist keine Sympathieträgerin.

Am Volksgarten stehe ich plötzlich Auge in Auge mit Ingrid Hack, zumindest mit dem Foto auf ihrem Wahlplakat. Mit zwei Metern Abstand sieht die Direktkandidatin der SPD wesentlich netter aus. Da haben die Augen was Waches, Warmes, Geradliniges. Die Härte weicht aus ihrem Gesicht.

Oberflächlichkeiten. Kommen wir zur Substanz. Ingrid Hack hat bei der Landtagswahl 2005 die meisten Stimmen in unserem Wahlkreis erhalten. Ganz knapp hat sie die CDU-Kandidatin Marie-Theres Ley geschlagen, die dann letztlich über einen Listenplatz in den Landtag kam. Hack ist also „unsere“ direkte Landtagsabgeordnete in Düsseldorf.

Ingrid Hacks Plakate sind die konsequentesten aller Wahlkampfplakate: Kein störender Inhalt, nicht mal ein flotter Werbespruch à la „Klasse für Köln“. Nur noch eine Internetadresse. Dort sollen wir finden, wofür sie steht. Die SPD scheint in der Jetztzeit angekommen, moderne Wahlkampfkommunikation, von Obama gelernt.

Ich tippe ein: www.ingrid-hack.de. Au weia. Ein schmaler weißer Balken liegt quer vor ihren Augen – die Politikerin hat keinen Durchblick! So eine Gemeinheit, denke ich, der Frau will doch ein hinterhältiger Programmierer eins auswischen! Ich überprüfe das Impressum. Ingrid Hack zeichnet als Betreiberin der Website alleinverantwortlich. Noch eine Irritation: Will man erfahren, was Ingrid Hacks „Ziele und Pläne“ sind, muss man sich erst ihren Flyer runterladen. Es hakt noch mit der Modernität bei der SPD…

Dann allerdings ist man angenehm überrascht, wie klar und verständlich Ingrid Hack formuliert, wofür sie künftig kämpfen will: Dass mehr NRW-Geld nach Köln fließt. Davon sollen die Kindertageseinrichtungen proftieren, die Jugendarbeit, das Kölner Stadtarchiv, und es sollen mehr  Ganztagsschulen und mehr und bessere Betreuungsplätze für Unter-3-Jährige geschaffen werden. Das sind schöne Ziele.

Woher das viele Geld kommen soll, das sie nach Köln umleiten will, steht leider nirgends zu lesen. Aber Ingrid Hack ist auch nicht die Haushaltsexpertin der SPD im Landtag, sondern sitzt dort unter anderm im Ausschuss für „Generationen, Familie, Integration und Eine Welt“ und im Kulturausschuss. Wir werden in der Südtstadt genau hingucken, ob diese Wahlversprechen umgesetzt werden, sollte die SPD bei dieser Wahl an die Landesmacht kommen.

Ansonsten ist die Website ein gutes Beispiel dafür, wie transparent Politikerarbeit sein kann. Welche Anträge und Anfragen sie während ihrer Arbeit im Landtag getätigt hat, sogar ihre Reden – alles lässt sich dort nachlesen. Immer wieder macht sie sich für eine bessere Kindergarten- und Schulsituation in NRW stark. Ihre Reden sind bissig, wie man es sich für eine Oppositionelle wünscht. Auch bei Abgeordnetenwatch beantwortet Ingrid Hack regelmäßig und (fast) ausführlich alle Bürgerfragen.

Wenn die SPD nicht extrem schwächelt, bleibt Ingrid Hack übrigens auf jeden Fall Landtagsabgeordnete, egal ob sie das Direktmandat gewinnt oder nicht. Auf der Landesliste der SPD steht sie auf Platz 57 – derzeit hat die SPD 74 Sitze.

 

 

Kommentare:

 

„Sehr geehrte Frau Hohengarten,
Ihrem  Artikel über Ingrid Hack kann ich –  fast – nur zustimmen. Sie beschrieben ihre menschlichen Qualitäten sehr gut.

Nicht richtig ist allerdings Ihre Feststellung, dass Ingrid Hack in jedem Fall in den Landtag einzieht. Es ist völlig offen, wie weit die Landesliste zieht. In der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode zog die Liste nur bis Platz 22. Mit dem Platz 57 wäre Ingrid Hack nicht in den Landtag eingezogen, wenn sie nicht das Direktmandat gewonnen hätte. Und das gilt auch für die jetzt anstehende Wahl: Ingrid Hack kann ihr erfolgreiches Mandat nur dann fortsetzen, wenn sie mit Hilfe der Erstimmen direkt in den Landtag gewählt wird. Auguren sagen vorher, dass die Landesliste möglicherweise fast gar nicht zum Zuge kommen kann. Also: Wer Ingrid Hack will, muss ihr die Erstimme geben.

Und noch etwas Technisches: Der von Ihnen beschriebene Querbalken auf der Webseite von Frau Hack taucht bei mir nicht auf und auf anderen Rechnern habe ich ihn noch nicht gesehen. Liegt das möglicherweise ein Defekt an Ihrem Rechner vor?

Aber sonst ist alles wirklich so, wie sie es beschrieben haben.

Mit freundlichen Grüßen“

Christoph Wieman, Schriftführer im Vorstand des SPD-Ortsvereins Köln-Südstadt

Text: Doro Hohengarten

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