×
In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.
Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Aufgeschnappt: Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum +++ Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui +++ Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar +++ 3. Kölner Percussion Festival & Workshops in der Lutherkirche +++ Neueröffnung: Café SchnickSchnack +++

Kultur

Kinoprogramm für 
das Odeon
 vom 12. bis 18.09.2013

Mittwoch, 11. September 2013 | Text: Tamara Soliz | Bild: Pretty Pictures

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Geht ihr dieses Wochenende ins Kino? Wadjda, Heldin des Films „Das Mädchen Wadja“, könnte das nicht. In Saudi-Arabien gibt es seit 28 Jahren keine Kinos und keine Theater. Das Land, das von den ultra-konservativen Wahhabiten regiert wird hat im Jahr 2009 sogar eine Fatwa gegen Kinoneubauten ausgesprochen. Kunst ist nicht erwünscht, wenn sie nicht Gott dient. Wadjda ist ein Symbol für junge Frauen, die nach westlichen Maßstäben entrechtet in ihrem Land leben. Das Durchschnittsalter beträgt bei Frauen 19,4 Jahre, doch sie sind in der Minderzahl: 1,21 ist das Verhältnis in der Bevölkerung zwischen Männern und Frauen. Dass Frauen in Saudi-Arabien nicht mal ohne Genehmigung eines Mannes aus dem Haus gehen können, ist allgemein bekannt. Für Mädchen ist es in ihrem Land eigentlich untersagt, mit dem Rad durch die Gegend zu fahren. Eigentlich…

 

Das Mädchen Wadjda
2. Woche
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 17:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Freitag, Sonntag bis Mittwoch um 15:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Mittwoch um 20:45 Uhr
    •    Sonntag um 11:15 Uhr
    •    Sonntag um 20:45 Uhr OmU
Wadjda (Waad Mohammed) ist ein zehnjähriges Mädchen und lebt in Saudi-Arabien. Sie kommt jeden Morgen auf dem Weg zur Schule an einem Spielzeuggeschäft vorbei, wo sie sehnsüchtige Blicke auf ein grünes Fahrrad wirft. Doch abgesehen davon, dass sie kein Geld hat, ist es Mädchen in ihrem Land untersagt, mit dem Rad durch die Gegend zu fahren. Trotzdem will Wadjda sich diesen Traum um jeden Preis erfüllen. Als ihr Plan, mit dem verbotenen Verkauf von selbstgemachten Mixtapes auf ihrem Schulhof zu Geld zu kommen auffliegt, bleibt ihr nur noch ein kleiner Hoffnungsschimmer: Sie muss den Koran-Rezitationswettbewerb gewinnen, der mit einem hohen Preisgeld dotiert ist. Die kleine Wajda kann sich tatsächlich erfolgreich gegen ihre Konkurentinnen durchsetzen, bringt es allerdings bei der Preisverleihung nicht übers Herz zu lügen und gesteht ihren Plan, das Preisgeld für das grüne Fahrrad auszugeben. Daraufhin wird ihr das Geld vorenthalten…
Dass er überhaupt existiert, grenzt an ein Wunder: „Das Mädchen Wadjda“ ist nicht nur der erste offizielle in Saudi-Arabien gedrehte Film, Regie führte mit Haifaa Al Mansour auch noch eine Frau. Die Produktion wurde von der deutschen Razor Film ermöglicht, die schon andere Filme aus dem Nahen Osten koproduzierte, unter anderem „Paradise Now“ und „Waltz with Bashir“. Mit großer Abgeklärtheit und aufregend eigenständig erzählt Al Mansour die Geschichte einer mutigen Zehnjährigen in Riad.

 

Bottled Life – Nestles Geschäfte mit dem Wasser
1. Woche
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:00 Uhr
Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser.
Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

Der Fall Wilhelm Reich
2. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 19:45 Uhr
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 15:45 Uhr
Nach einer jahrelangen Hetzjagd des McCarthy Regimes steht der Psychiater und Grenzforscher Wilhelm Reich auf der Suche nach einer ursprünglichen Energie des Lebens wegen Betrugs vor Gericht. Sein Traum, das Individuelle im Menschen zu entfesseln, macht ihn zu einem gefährlichen Gegner eines amerikanischen Systems, das nach 1945 mit allen Mitteln die Weltvorherrschaft anstrebt. War es Wahnsinn, an die Freiheit des Menschen zu glauben, oder war Reich nur zur falschen Zeit am falschen Ort und folglich als genauer Beobachter von weitreichenden gesellschaftspolitischen Zusammenhängen eine Gefahr für rigide Machtverhältnisse? 10 Jahre nach seinem mysteriösen Tod werden seine verbrannten Schriften zu wichtigen Wegbegleitern einer revoltierenden 68er Generation.

Frances Ha
7. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 22:00 Uhr
    •    Sonntag um 22:00 Uhr OmU
Man musste sich schon Sorgen machen um die amerikanische Jugend. In Filmen wie „Spring Breakers“ oder „The Bling Ring“ verloren sich Kids in einer Wolke aus Sex, Alkohol, Drogen und der Sucht nach Anerkennung. Die Protagonisten in Noah Baumbachs „Frances Ha“ sind älter und haben die Pubertät hinter sich gebracht. Unwillkürlich atmet man erleichtert auf. Mit diesen Figuren kann man wieder etwas anfangen! Und das, obwohl Noah Baumbachs Film das Unfertige im Leben feiert, kongenial verkörpert durch seine Hauptdarstellerin Greta Gerwig. Ohne Frage stellen sich spannende Parallelen zwischen „Frances Ha“ und dem deutschen „Oh Boy“ ein.

Gloria
6. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:45 Uhr
Gäbe es auf der Berlinale 2013 einen „Bären der Herzen“, der junge Chilenen Sebastian Lelio hätte ihn souverän gewonnen. Szenenbeifall und minutenlanger Applaus bis zum Ende des Abspanns waren des Publikums Dank für die bewegende Geschichte der titelgebenden Heldin, einer Dame um die 60, die ihrem langweiligen Leben ein bisschen Lust und Liebe abtrotzen will. Der elegante Rodolfo wäre der ideale Kandidat für eine Romanze, doch der heiße Liebhaber entpuppt sich als wahrer Waschlappen. Mit pfiffiger Cleverness und lässigem Charme hält das Drama gekonnt die Balance zwischen Melancholie und Komik und gerät so zum wohl bezauberndsten Feel-Good-Film des Jahres. Wenigstens bekam die grandiose Pauline Garcia den verdienten „Bären“ als Beste Darstellerin. Und der Film, last not least (!), den Gilde-Preis der deutschen Filmkunsttheater der AG Kino-Gilde.

Portugal Mon Amour
5. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Mittwoch, 19 Uhr
    •    Sonntag um 19:00 Uhr OmU
    •    Sonntag um 13:15 Uhr
Maria Ribeiro arbei­tet als Con­cierge in einem herr­schaft­li­chen Haus im schö­nen 16. Arron­dis­se­ment in Paris, in des­sen Erd­ge­schoss sich auch die kleine Woh­nung ihrer Fami­lie befin­det. Ihr Ehe­mann José ist ein tadel­lo­ser Vor­ar­bei­ter in einer Bau­firma, bei sei­nem Chef ebenso geschätzt wie bei den Kol­le­gen. Die Ribei­ros lie­ben es mit den ande­ren Exil-Portugiesen des Vier­tels aus­gie­bige Feste zu fei­ern und sie sind bei Nach­barn wie Freun­den immer zur Stelle, sobald sie gebraucht wer­den. Kurzum, Maria und José sind voll­kom­men inte­griert und haben es sich gut mit ihren nun schon fast erwach­se­nen Kin­dern ein­ge­rich­tet. Wäre da nicht ein klei­ner Rest Sehn­sucht nach der alten Hei­mat. Eines Tages flat­tert ihnen ein Brief ins Haus: Josés Bru­der ver­erbt ihnen sein Anwe­sen mit dem dazu­ge­hö­ri­gen Wein­gut. Jetzt müs­sen die Ribei­ros die Nach­richt ihrer Rück­kehr nach Por­tu­gal nur noch ihren Freun­den und Arbeits­kol­le­gen beibringen…
Gelebte Inte­gra­tion ein­mal ganz anders: LA CAGE DORÃ?E ist eine sprit­zige, sym­pa­thi­sche und warm­her­zige Culture-Clash-Komödie über por­tu­gie­si­sche Haus­frauen und ihre Fami­lien auf der Suche nach dem gro­ßen Glück. Ein wun­der­ba­res Plä­do­yer an die Freund­schaft und ein gelun­ge­nes Bei­spiel dafür, dass das Gras auf der ande­ren Seite des Hügels nicht um jeden Preis grü­ner sein muss.

Sadhu
4. Woche Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 14:00 Uhr
Der Sadhu Suraj Baba, ein hinduistischer Heiliger, hat sich von allen weltlichen Gütern getrennt, um sich in eine Grotte zurückzuziehen, die mitten im Himalaya-Gebirge auf 3000 Metern Höhe liegt. Nachdem er acht Jahre in völliger Isolation gelebt und diese Zeit der Meditation gewidmet hat, wendet er sich erneut der irdischen Welt zu. Während dem hinduistischen Kumbha Mela Fest, das alle 12 Jahre mehr als 70 Millionen Pilger anzieht, beschliesst Suraj sich den anderen Sadhus anzuschliessen, bevor er sich auf eine lange Reise begibt und am Ende das Askesegelübde ablegt. Durch die Aufrichtigkeit und Offenherzigkeit des Weisen rückt der indische Mystizismus während seiner Initiationsreise in den Hintergrund, denn Suraj ist ein Weiser, der keiner mehr sein möchte.

Wintertochter
2. Woche
    •    Samstag um 14:00 Uhr  Familienvorstellung!
Eine Geschichte über Freundschaft zwischen verschiedenen Generationen und Nationen und über den Mut, sich dem Leben zu stellen. Nach „Blöde Mütze!“ der neue Film von Johannes Schmid.

Text: Tamara Soliz

In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.

Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Artikel kommentieren

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontaktnoSpam@meinesuedstadt.de widerrufen.

Meine Südstadt Partner

Alle Partner

Meine Südstadt Service


Parkstadt Süd

Parkstadt Süd – Info-Homepage der Stadt ist online

Eifelwall wird für Autoverkehr gesperrt

Parkstadt Süd: Stadtteilbüro öffnet

Aufgeschnappt

Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum

Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui

Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar

Die Südstadt auf Instagram.