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Raum für Workshops & Ausstellungen in der kölner Südstadt anmieten

Aufgeschnappt: Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum +++ Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui +++ Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar +++ 3. Kölner Percussion Festival & Workshops in der Lutherkirche +++ Neueröffnung: Café SchnickSchnack +++

Kultur

Kinoprogramm für 
das Odeon
 vom 25.04. bis 01.05.2013

Dienstag, 23. April 2013 | Text: Tamara Soliz | Bild: Pandora Filmverleih

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Wer erinnert sich noch an das Lied von Geiersturzflug: Bruttosozialprodukt? Im Refrain gibt es die Zeile „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“. Den Song war durchaus ironisch gemeint und beleuchtete 1982 die Arbeitsethik und Moral einer konservativ geprägten Gesellschaft. Wer nun  glaubt das hat sich alles geändert und die Definition eines Menschen erfolge nicht mehr über das „Arbeitsleben“, der schaue sich den Film „Frohes Schaffen“ von Konstantin Faigle an. Der Untertitel „Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“ unterstricht die Hypothese des Filmemachers, dass Arbeit in der westlichen Welt einen religiösen, dogmatischen Character hat, den die wenigsten erkennen mögen oder gar durchbrechen.
NRW Premiere im ODEON am Mittwoch 1.5.13 um 20:00 Uhr

The Broken Circle
 1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 16:15 Uhr
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 20:30 Uhr
    •    Freitag bis Samstag, Dienstag um 22:15 Uhr
    •    Sonntag um 20:30 Uhr OmU
Ein überbordendes Maß an Gefühlen und eine deutliche politische Agenda sind die Extreme, zwischen denen der flämische Regisseur Felix van Groeningen („Die Beschissenheit der Dinge“) eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und einen dramatischen Krankheitsfall spannt. Alles begleitet und durchdringt die Bluegrass-Musik der Band, die Liebe, Leben und Leiden nicht nur vertont, sondern in besonders emotionalen Höhepunkten auf noch mehr Sinne loslässt. „The Broken Circle Breakdown“ war eine musikalische wie filmische Sensation auf der Berlinale 2013.  Tipp des Monats!

??Ausgezeichnet mit dem Label Europa Cinemas und dem Panorama-Publikumspreis Filmfestspiele Berlin 2013
„Eine wunderschöne Liebesgeschichte und gleichzeitig die traurigste und tragischste Geschichte aller Zeiten.“?taz

Frohes Schaffen
Premiere
    •    Mittwoch um 20:00 Uhr
NRW Premiere  Mi. 1.5. 20:00 Uhr ODEON Köln, in Anwesenheit des Regisseurs.
Die essayistisch-satirische Doku-Fiktion FROHES SCHAFFEN zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt – Die Arbeit.??Arbeit ist Sicherheit, Selbstbestätigung, Existenzberechtigung. Sie ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit.?Regisseur Konstantin Faigle begibt sich auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Arbeitsbegriffs. Er besucht die Stätten des Arbeitsglaubens und dessen Niedergangs. Er fährt ins Ruhrgebiet zu den letzen „heiligen“ Bergarbeitern und zum geschlossenen Nokia-Werk. Er begutachtet in Hamburg ein virtuelles Übungskaufhaus, eine Aktivierungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose. Und in den USA besucht er unter anderem einen kalifornischen Ein-Mann-Fernsehsender, der seine Beiträge komplett via Internet auf den Philippinen schneiden lässt.?Zu Wort kommen zahlreiche Experten wie der amerikanische Sozialhistoriker Prof. Benjamin Hunnicutt, der US-Ökonomen Jeremy Rifkin, der Philosoph und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon, Soziologin und Buchautorin Marianne Gronemeyer sowie Tom Hodgkinson, britischer Experte für Muße, Genuss und Gelassenheit.??Parallel dazu geht der Film in kleinen, inszenierten Szenen mit Humor und Tiefgang unserer deutschen Arbeitswelt auf den Grund: Er beobachtet Werner Kraft, einen gut verdienenden, aber ausgebrannten Ingenieur. Er zeigt Hartmut Breuer, einen einsamen deutschen Rentner und Marion Weber, eine emanzipierte Freelancerin ohne Aufträge. Und während Herbert Stollberg-Naue noch die Vorzüge seines Sozialversicherungsfachangestelltendaseins genießt, führt Jochen Picht schon längst das Leben eines glücklichen Müßiggängers. ?Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.

Der Tag wird kommen
Preview – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 20:45 Uhr
We are Not Dead! Dieser ungemein kraftvolle Ausruf steht am Ende einer der verrücktesten Buddy-Komödien, die man sich vorstellen kann. Die ungleichen Brüder Benoît und Jean-Pierre Bonzini, der alte Punk und der angepasste Matrazenverkäufer, sind dabei noch weiter voneinander entfernt als ein Raumfahrer und ein Alien. Das auf internationalen Festivals gefeierte Regieduo Gustave Kervern und Benoît Delépine ist nicht erst seit „Louise hires a contract killer“ und „Mammuth“ berüchtigt für einen schrägen Humor mit Herz für die einfachen Arbeiter. Unter ihnen darf Benoît Poelvoorde, seit „Mann beisst Hund“ das genialistische Enfant terrible des französisch-belgischen Films, eine seiner krassesten Rollen spielen.

Richard Deacon – In Between (OmU)
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:00 Uhr
Der Brite Richard Deacon gehört neben Richard Serra und Richard Long zu den bedeutendsten Bildhauern der Gegenwartskunst. Seine existenzielle Auseinandersetzung mit Raum und Form ermöglicht eine grundlegend neue Blickweise. Entscheidend ist sein physischer Umgang mit den verschiedensten Materialien. Seine wellenförmig geschwungenen Skulpturen mit ihren rhythmischen Verflechtungen oder die biomorph anmutenden Raumkörper zählen zu den vielschichtigsten Werken der modernen Bildhauerei. Claudia Schmid begleitet den Künstler über einen längeren Zeitraum während verschiedener Phasen seines Schaffensprozesses – sowohl in seinen Ateliers in London und New York bei der Herstellung seiner Modelle für Holz- Stahl-oder Kunststoffskulpturen, als auch bei der Realisierung seiner großformatigen Arbeiten. In der Verbindung von filmischer Beobachtung und Gesprächen über Kunst, Philosophie, Politik und Gesellschaft entsteht ein dichtes Portrait über einen der spannendsten Künstler der Moderne.

Eine Dame in Paris
2. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Mittwoch um 18:30 Uhr
    •    Sonntag um 18:30 Uhr OmU
Sie ist immer noch die Königin der Leinwand: Jeanne Moreau, die 84jährige Grand Dames des französischen Kinos. In dem berührenden Kammerspiel „Eine Dame in Paris“ verkörpert die Muse der Nouvelle Vague erfrischend würdevoll eine kokette, teilweise herrische Lady, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Pflegerin zu neuem Lebensmut findet. Mit heiterer Note, charmant und ohne Betulichkeit erzählt Regisseur Ilmar Raag die unsentimentale Geschichte einer Annäherung. Neben der Präsenz der Hauptdarsteller überzeugt die liebevolle Detailbeobachtung und Menschlichkeit.

Rendezvous in Belgrad (OmU)
3. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 14:00 Uhr
Eine skurrile Komödie über das neue Belgrad mit Hang zur Übertreibung. Vier Liebesgeschichten, die alle irgendwie enden, so oder so, jedenfalls nicht lau. Und vier Paare, die so gemischt sind wie alles in dieser Stadt, die sich nach langen Jahren der Isolation in Weltoffenheit versucht. Und so spricht und liebt man in Englisch, Französisch, Serbokroatisch, Türkisch und Deutsch. Ebenso international ist die Besetzung dieses jungen, unverschämt selbpstironischen Porträts einer Stadt und ihrer Bewohner, in dem auch noch gesungen wird, und zwar sehr melancholisch und im Chor! Empfehlenswert anders und sehr unterhaltsam.
 PRESSESTIMMEN: ??“Eine kuriose Komödie mit eigenwilliger Poesie.“ ?Kino.de??“Dank origineller Figuren und erzählerischer Perspektiven sorgt „Rendezvous in Belgrad“ für anspruchsvolle Unterhaltung. Mit viel Ironie und Elementen des magischen Realismus entwirft Autor und Regisseur Bojan Vuletiæ einen Liebesreigen zwischen Bewohnern und Besuchern der serbischen Hauptstadt.“ ?Blickpunkt:Film

Georg Baselitz
3. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 12:30 Uhr
Wenn sein Name in der Kunstwelt genannt wird, dann steht diese Kopf – so wie die Bilder, die Georg Baselitz ab den 70er Jahren bekannt gemacht haben. Die Dokumentarfilmerin Evelyn Schels hat dem am Ammersee sowie an der italienischen Riviera lebenden Künstler schon diverse Male über die Schulter schauen dürfen, das erste Mal 2004 für eine Fernsehproduktion für Arte und den BR. Das damals gedrehte Material findet nun erneut Verwendung, weiteres kam hinzu. Die abendfüllende Doku bietet eine exzellente Gelegenheit, Werk und Leben des 75-jährigen Künstlers umfassend kennen zu lernen.

 

Die Jagd
5. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 15:45 Uhr
Er sei eine Antithese zu seinem Film „Das Fest“ sagt Regisseur Thomas Vinterberg über seinen neuesten Film „Die Jagd“, in dem er sich mit großer Intensität auf das Erleben des Opfers eines Missbrauchsverdachtes konzentriert. Mads Mikkelsen in der Rolle des zum Kindergärtner abgestiegenen Lehrers überzeugt mit der fast unantastbaren Friedfertigkeit eines Opfers, das sich erst sehr spät zu seiner Verteidigung entschließt. Ein hervorragendes Darstellerensemble zeigt die Fragilität einer bis dahin gut funktionierenden Gemeinschaft einer dänischen Kleinstadt, in der Brutalität und Misstrauen herrschen, hat sich der Dämon „Missbrauch“ erst einmal in den Köpfen festgesetzt. Ein ganz starker Film von Thomas Vinterberg, dessen Sogwirkung sich aus einem unnachgiebigen Realismus entwickelt, und in dem beide Seiten des Konfliktes erbarmungslos aufeinander zurasen.

Nachtzug nach Lissabon
15. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 20:00 Uhr
    •    Sonntag um 12:00 Uhr
    •    Mittwoch um 15:45 Uhr
Die Sehnsucht nach dem Leben des Anderen: Bille Augusts Verfilmung des Schweizer Erfolgsromans von Pascal Mercier überzeugt als beeindruckend besetztes Ensemble-Stück vor der malerischen Kulisse Lissabons. Jeremy Irons spielt einen älteren Mann, der zum ersten Mal in seinem Leben aus den gewohnten Konventionen ausbricht und in die Vergangenheit des faschistischen Portugals der 70er-Jahre eintaucht. Ein atmosphärischer historischer Thriller – solides europäisches Kino.
Mit:  Jeremy Irons, Martina Gedeck, Jack Huston, August Diehl, Mélanie Laurent, Christopher Lee, Burghart Klaußner

Quartett
13. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Sonntag, Mittwoch um 14:15 Uhr
Eine der schönsten Komödien der letzten Jahre! Nur sehr selten geschieht es, dass man im Kino sitzt und sich mit wohligem Seufzen wünscht, dieser wunderbare Film da vorne auf der Leinwand würde nie zu Ende gehen. „Quartett“ ist so ein Ausnahmefilm mit vielen magischen Momenten und mit einer Geschichte, die wie geschaffen ist für eine Komödie: Im Musiker-Seniorenstift „Beecham House“ leben alte Intrigen und Kabbeleien ebenso weiter wie die Liebe zur Musik, die sie alle verbindet. Doch mit der Ankunft von Jean Horton gerät der gewohnte Status quo ins Wanken. Die legendäre Sopranistin wirbelt das ganze Haus durcheinander. Wird es gelingen, die berüchtigte Diva Jean zur Mitarbeit bei der jährlichen Verdi-Gala zu bewegen?
Ein sehr begabter Regisseur liefert mit diesem Film sein Debüt: Dustin Hoffman. Jawohl, richtig gelesen! Mit leichter Hand hat er eine ebenso elegante wie witzige und anrührende Gesellschaftskomödie über Leidenschaft, Liebe und Musik inszeniert, die mit ein bisschen Toi-toi-toi zum ersten großen Arthouse-Erfolg des neuen Jahres avancieren könnte. 

Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult
4. Woche
    •    Samstag, Mittwoch um 14:30 Uhr
Nach zahlreichen Büchern, Musik-CDs und anderen Verwertungsformen erlebt die beliebte Kinderfigur Ritter Rost nun ihr erstes Kinoabenteuer. Bunt und flüssig animiert schlägt sich der aus Schrotteilen zusammengesetzte Ritter durch die Schrottwelt, um das Burgfräulein Bö vor Prinz Protz zu schützen. Im Kino zwar nicht mehr so anarchisch wie in Buchform macht auch dieser Ritter Rost viel Spaß.

Text: Tamara Soliz

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