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Kultur

Kinoprogramm für 
das Odeon 
vom 02.10. bis 08.10.2014

Mittwoch, 24. September 2014 | Text: Tamara Soliz | Bild: © Alamode Film

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Ein Ratgeber, Coach oder Heilsbringer wer möchte den nicht haben. Einen der einem das Leben selbst erklärt und die endgültige Antwort auf die kantsche Frage: „Was ist der Mensch“? geben kann. Yaloms Anleitung zum Glücklichsein ist kein Ratgeber, sondern ein Erschwerer. Der Sinn des Lebens ist individuell, unsere psychologischen Grundverhaltensweisen aber nicht. Der menschliche Kampf zwischen Autonomie und Intimität ist vor allem eine Konfrontation mit dem eigenen Scheitern. Selbiges ist allerdings elementar für die eigene Entwicklung und somit die Ausgangslage zum Glücklichsein. Das lebt uns Irvin D. Yalom vor.

 

Yaloms Anleitung zum Glücklichsein
1. Woche
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:45 Uhr
Der 83-jährige Psychiater und Bestsellerautor* Irvin D. Yalom ist der wohl bedeutendste Vertreter der existentiellen Psychotherapie. Eine faszinierende Persönlichkeit, die uns nicht nur auf die Suche nach den Tiefen und Untiefen der menschlichen Psyche mitnimmt, sondern auch intime Einblicke in sein eigenes Innenleben gibt. In YALOMS ANLEITUNG ZUM GLÜCKLICHSEIN lässt er uns an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben und gibt uns Antworten auf Fragen, die uns alle bewegen: Wie lebe ich ein glückliches und erfülltes Leben? Wie führe ich eine harmonische Beziehung? Und wie kann ich alte Verhaltensmuster durchbrechen und mein eigenes Selbst finden?
YALOMS ANLEITUNG ZUM GLÜCKLICHSEIN weckt die Leidenschaft, sich und andere besser zu verstehen und inspiriert den Zuschauer dazu, nie die Neugier auf sich selbst zu verlieren – denn dazu ist es nie zu spät!
* Neben weltweit erfolgreichen Romanen wie Und Nietzsche weinte, Die Schopenhauer-Kur oder Die rote Couch hat Irvin D. Yalom zahlreiche grundlegende Werke der Psychologie verfasst.

Under The Skin (OV)
2. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 20:00 Uhr
Ihr Zuhause ist die Straße, die Nacht ihr Verbündeter: In einem Lieferwagen fährt Laura (SCARLETT JOHANSSON) allein durch Schottland. Pechschwarzes Haar, blutrote Lippen, ständig auf der Suche nach Beute. In grellen Clubs, auf Parkplätzen und in dunklen Gassen findet sie immer willige Opfer: einsame, gelangweilte Männer, die auf schnellen Sex hoffen und der überirdischen Schönheit nichtsahnend in die Falle gehen. Wenn sie begreifen, was sie erwartet, ist es bereits zu spät: Die verführerische Vagabundin ist nicht von dieser Welt, und auf ihrem Heimatplaneten herrschen ganz spezielle kulinarische Vorlieben… Doch allmählich kommen Laura Zweifel an ihrer tödlichen Mission.

 

Like Father, like Son
1. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 20:00 Uhr
    •    Freitag bis Sonntag um 15:45 Uhr
    •    Sonntag um 20:00 Uhr OmU
    •    Mittwoch um 14:30 Uhr
Ryota Nonomiya (Masaharu Fukuyama) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, für den Geld das Wichtigste im Leben ist. Seine Perspektive ändert sich, als er einen Telefonanruf aus der Geburtsklinik bekommt. Von der Krankenschwester erfährt Ryota, dass sein sechsjähriger Sohn, nicht sein eigen Fleisch und Blut ist. Damals wurde er ausversehen mit einem anderen Säugling vertauscht. Das andere Elternpaar, besonders der Vater Yudai Saiki (Lily Franky), steht in krassem Gegensatz zu den Wertvorstellungen des Geschäftsmanns. Ryota und seine Frau Midori (Machiko Ono) sind von der Nachricht geschockt. Nun stehen die Beiden vor einer fundamentalen, lebensverändernden Entscheidung. Wollen sie ihren leiblichen Sohn in ihre Obhut nehmen oder behalten sie den Jungen, der ihnen ans Herz gewachsen ist und den sie seit sechs Jahren aufgezogen haben. Durch den aufgezwungenen Kontakt mit Yudai entdeckt Ryota aber immer mehr die wahre Bedeutung von Vaterschaft und Familie…

 

Filmseite: www.like-father-like-son.de
Diskussionsseite:   www.was-macht-einen-vater-zum-vater.de
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A Most Wanted Man
3. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Mittwoch um 20:30 Uhr
    •    Sonntag um 20:30 Uhr OmU
Issa Karpov (Grigoriy Dobrygin) schlägt sich illegal nach Hamburg durch. Zuflucht findet der russisch-stämmige Tschetschene in der islamischen Gemeinde der Hansestadt. Doch nach einiger Zeit fällt der mysteriöse Gast zunehmend auf. Schließlich verdichten sich die Intrigen um seine Person, in die immer mehr Leute mit hineingezogen werden, darunter der zwielichtige britische Privatbankier Tommy Brue (Willem Dafoe) und die junge Rechtsanwältin Annabel Richter (Rachel McAdams), die Karpov ihre Hilfe anbietet. Auch der Leiter einer geheimen deutschen Spionageeinheit, Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman), hat bereits ein Auge auf Karpov geworfen und beobachtet akribisch alle Vorkommnisse. Langsam stellt sich heraus, dass die Tragweite viel größer ausfällt als gedacht und die Uhr bereits tickt…

 

Antboy
1. Woche
    •    Samstag um 14:30 Uhr
Der zwölfjährige Pelle (Oscar Dietz) ist eher schüchtern und introvertiert. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat er immer wieder Ärger mit den „Terror-Zwillingen“, zwei rowdyhaften Altersgenossen. Als Pelle eines Tages wieder einmal auf der Flucht vor ihnen ist, wird er plötzlich von einer Ameise gebissen. Nun ist plötzlich enorm stark, kann Wände entlangklettern und Säure versprühen – die „Terror-Zwillinge“ haben keine Chance mehr. Pelle weiß kaum, wie ihm geschieht, sein bester Freund Wilhelm (Samuel Ting Graf) jedoch hat die Antwort parat: Ähnlich den Comic-Superhelden, die er immer liest, hat Pelle die Kräfte eines anderen Wesens übernommen, in diesem Fall die einer Ameise. Jetzt kann er seiner heimlichen Liebe Amanda (Amalie Kruse Jensen) ganz anders gegenüber treten! Allerdings wird sie vom Bösewicht „Floh“ (Nicolas Bro) gekidnappt – Pelle muss sie aus ihrem gläsernen Gefängnis befreien…

Diplomatie
4. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Sonntag um 13:15 Uhr
Adolf Hitler hat den Befehl erteilt, die französische Hauptstadt dürfe „nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen.“ Alles ist vorbereitet: Die Brücken über die Seine, die Kathedrale Notre-Dame, der Louvre, Sacré-Cœur, die Place de la Concorde und der Eiffelturm sind bereits vermint, doch in letzter Minute verhindert Stadtkommandant Choltitz die Sprengung – Paris wird nicht zerstört. Eine entscheidende Rolle spielt Raoul Nordling (André Dussollier), der schwedische Generalkonsul in Paris. Doch wie schafft es der kluge Diplomat, den deutschen Stadtkommandanten von seinem zer-störerischen Vorhaben abzubringen? In einer Nacht von historischer Tragweite kommt es zu einem ver-balen Kräftemessen zweier gänzlich unterschiedlicher Männer …

Finding Vivian Maier
14. Woche
    •    Sonntag um 11:30 Uhr
FINDING VIVIAN MAIER berührt das Mysterium einer Frau, die ihr Leben für die Photographie lebte und dies bis zu ihrem Tod mit Niemand teilte. Heute gilt Vivian Maier als eine der wichtigsten Street Photographer des 20. Jahrhunderts.
Vivian Maier lebte als Nanny in Chicago und New York. Sie galt als exzentrische Frau, die nie ohne ihre Kamera das Haus verlies. Mit den in ihre Obhut gegebenen Kindern unternahm sie Streifzüge auch in die Teile der Stadt, in der die weniger Privilegierten lebten. Zahlreiche Fotos zeigen Menschen in einem zufälligen, aber höchst berührenden Moment. Neben der überwältigenden Anzahl von Fotos, die der Regisseur John Maloof zufällig bei einer Versteigerung entdeckte, hinterließ Vivian Maier ihre Filme und eine große Anzahl an Zeitungsausschnitten. Die Person Vivian Maier bleibt ein Geheimnis.
John Maloof und Charlie Siskel zeichnen das Porträt dieser Frau, zeigen ihre Fotos und Filme. Dem Mensch Vivian Maier versuchen sie durch Interviews mit ihren ehemaligen Kindern und Auftraggebern näher zu kommen. VINDING VIVIAN MAIER ist die spannende Spurensuche im Leben einer Frau, die ihre Umwelt und sich selbst in bewegenden Momenten auf ihren Fotos festhielt – selbst aber keine Spuren hinterließ.

Maps to the Stars (OmU)
3. Woche – Ab 16 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag um 22:15 Uhr
Familie Weiss ist mittendrin im ganz normalen Hollywood-Wahnsinn: Kinderstar Benjie (Evan Bird) kann mit seinen dreizehn Jahren schon auf eine Drogenkarriere zurückblicken. Tochter Agatha (Mia Wasikowska) hat vor Jahren das Haus der Familie in Brand gesteckt. Frisch aus der Psychiatrie entlassen, stürzt sie sich in eine Affäre mit dem Chauffeur Jerome (Robert Pattinson) und sucht Benjies Nähe, sehr zum Missfallen ihres Vaters Stafford (John Cusack). Der Guru arbeitet gerade an seinem neuen Buch. Nebenbei behandelt er die alternde Schauspielerin Havana (Julianne Moore), die vom Geist ihrer Mutter verfolgt wird, seit sie in einem Remake unbedingt die Rolle spielen will, die ihre Mutter einst berühmt machte.
David Cronenberg gelingt mit MAPS TO THE STARS eine Gratwanderung zwischen bissiger Satire und emotionalem Psychothriller. Großartig gespielt, bitterböse, entlarvend.
MAPS TO THE STARS lief im offiziellen Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes 2014. Julianne Moore wurde auf dem Festival für Ihre großartige Darstellung als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Monsieur Claude und seine Töchter
10. Woche
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:00 Uhr
Monsieur Claude und seine Frau Marie sind ein zufriedenes Ehepaar in der französischen Provinz und haben vier ziemlich schöne Töchter. Am glücklichsten sind sie, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. In die französische Lebensart weht der rauhe Wind der Globalisierung und jedes gemütliche Familienfest gerät zum interkulturellen Minenfeld. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen – Hallelujah! – französischen Katholiken zu heiraten.
Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Geschwächt durch Beschneidungsrituale, Hühnchen halal und koscheres Dim Sum ist ihr Toleranzvorrat restlos aufgebraucht. Doch auch Charles‘ Familie knirscht über diese Partie mächtig mit den Zähnen. Weniger um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen als sie zu sabotieren lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht…
Mit radikalem Witz und schonungslosen Provokationen ist »Monsieur Claude und seine Töchter« heiteres und buntes Komödienkino aus Frankreich. Der grandiose Christian Clavier (»Asterix und Obelix«) als Monsieur Claude beweist erneut riesiges Komödientalent auf seiner Odyssee durch vier Hochzeiten zwischen Kulturschock und Völkerfreundschaft.

Rheingold – Gesichter eines Flusses
11. Woche
    •    Freitag bis Sonntag um 15:00 Uhr
Nach den Cineflex-Kinofilmen „Die Alpen – Unsere Berge von Oben“, „Die Nordsee von Oben“ und „Die Ostsee von Oben“, deren einzigartigen Luftaufnahmen Maßstäbe in der deutschen Kinolandschaft setzten, ist RHEINGOLD – Gesichter eines Flusses eine weitere Produktion aus dem Hause VIDICOM, einer der Vorreiter dieser neuartigen Technologie und Ästhetik im Dokumentarfilm. Aus der Zusammenarbeit des Filmemachers Peter Bardehle und der Nachwuchsregisseurin Lena Leonhardt entstand ein bildgewaltiger und poetischer Film, der viele unbekannte Gesichter des gewaltigen Flusses zeigt und seine Mythen, Traditionen und Innovationen in ein neues Licht rückt. Die spektakulären Luftaufnahmen entstanden über zwei Jahre hinweg mit einer Cineflex-Kamera, dem weltweit besten Heli-Kamera-System. Für die Filmmusik arbeiteten die Stuttgarter Komponisten Steffen Wick und Simon Detel Themen und Motive aus Wagners Oper „Das Rheingold“ um. RHEINGOLD – Gesichter eines Flusses entstand in Koproduktion mit SWR und WDR und wurde von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderungsanstalt sowie dem Deutscher FilmFörderFonds gefördert.

 

Song From The Forest (OmU)
3. Woche
    •    Sonntag um 12:00 Uhr
Als junger Mann hörte der Amerikaner Louis Sarno im Radio einen Gesang, der ihn nicht mehr losließ. Er folgte den geheimnisvollen Klängen bis in den zentralafrikanischen Regenwald, fand seine Musik bei den Bayaka-Pygmäen – und kam nicht mehr zurück. Heute, 25 Jahre später, ist Louis ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft aus Jägern und Sammlern.
Mit einer Bayaka-Frau hat Louis einen Sohn, den 13-jährigen Pygmäenjungen Samedi. Als Baby war Samedi schwer krank und lag im Sterben. Louis hielt ihn die ganze Nacht und versprach ihm: „Wenn du überlebst, zeige ich dir eines Tages die Welt, aus der ich gekommen bin.” Nun löst er sein Versprechen ein und reist mit seinem Sohn aus dem afrikanischen Regenwald in jenen anderen Dschungel aus Beton, Glas und Asphalt – nach New York City.

SONG FROM THE FOREST erzählt von ihren Siegen, aber auch von ihren Niederlagen. Ein modernes Epos, das am Ende der gemeinsamen Reise von Vater und Sohn auf einen überraschenden Rollentausch zusteuert. Und auf die Ahnung des Zuschauers, dass der afrikanische Regenwald und das urbane Amerika – die beiden scheinbar streng getrennten Welten – so getrennt gar nicht sind.

Wir sind die Neuen
12. Woche
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 17:00 Uhr
WIR SIND DIE NEUEN ist eine hinreißende Generationskomödie, die ebenso turbulent wie feinsinnig den Zwist zwischen zwei unterschiedlichen Altersgruppen beschreibt. Mit dem richtigen Maß an Zuspitzung und einem liebevoll-entlarvenden Blick auf seine Figuren lässt Regisseur Ralf Westhoff die alten Ideale der 70er-Jahre-Studenten mit der neuen, veränderten Wirklichkeit zusammenprallen: Kollektiv trifft auf Karrieredenken und Tee auf Termindruck. Der Film zeigt, dass Jungsein früher und Jungsein heute zwei völlig verschiedene Dinge sind. WIR SIND DIE NEUEN ist ein quirliges Plädoyer dafür, dass die Generationen viel mehr voneinander profitieren können als sie denken. Sie müssen nur miteinander reden!

Text: Tamara Soliz

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