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Kultur

Kinoprogramm für 
das Odeon 
vom 04. bis 10.07.2013

Samstag, 6. Juli 2013 | Text: Tamara Soliz | Bild: Französische Filmtage Köln

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Vier Nächte, 85 Kinos, 7 Kino unteranderem auch das ODEON in der Kölner Südstadt. Erstmals gibt es eine eigene Kinoreihe. In „Meine Kino Nacht“ stellen 8 Kölner Prominente ihre Lieblingsfilme vor. Am Sonntag den 7.07.2013 um 11:30 präsentiert Samy Challah im ODEON unter dem Oberbegriff Märchentrick drei Kurzfilme für Kinder. Verschiedene Umsetzung zum Thema Kinderfilm von Animation bis Puppenspiel.

Kölner Kino Nächte 2013
einmalig – Ab 12 Jahren
    •    Freitag bis Samstag um 22:30 Uhr
    •    Sonntag um 12:00 Uhr
    •    Sonntag um 11:30 Uhr
Kölner Kino Nächte 2013 im Odeon??zum fünften mal vereint das Köln übergreifende Filmfestival alle Film- und Kinofacetten der Stadt. Nutzen sie das sensationelle Kombiticket Angebot für nur 15,- €.? Alle Infos auf der Webseite des Festivals.

 

Französische Filmtage Köln 2013 (Alle  Filme im O.m.U.)
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag um 20:00 Uhr
    •    Freitag bis Mittwoch um 17:00 Uhr
    •    Freitag bis Mittwoch um 21:00 Uhr  

Vom Do. 4.7. bis zum Mi. 17.7.  zeigt das Odeon eine Auswahl aktueller französischer Filme in französischer Originalsprache. Von 14 Filmen werden 6 zum ersten Mal in Köln zu sehen sein.
Darunter, die in Frankreich sehr erfolgreichen Komödien „Camille Redouble  –  Camille – Verliebt noch mal!“ von Noémie Lvovsky,  „Paulette“ von Jérôme Enrico und „La Cage dorée  – Der Goldene Käfig“, unseren Abschlussfilm von Ruben Alves. An diesem Abend verkünden wir, wie in jedem Jahr ihren Publikumspreisträger,  zu dessen Ermittlung  Sie in jeder Vorstellung einen Stimmzettel bekommen.
Eröffnen werden wir unser Festival mit einem der wohl prägnantesten Kreativgespanne das Frankreich zu bieten hat. „Au Bout du Conte – Unter dem Regenbogen“  ist der neue Film von  Agnès Jaoui  und Jean-Pierre Bacri, die mit ihren Filmen „Lust auf anderes“ und „Schau mich an“ ein neues Universum des anspruchsvollen und liebevollen Kinoboulevardtheaters eröffnet haben.
Zuerst in Erscheinung  getreten sind beide durch das Drehbuch zu „Das Leben ist ein Chanson“,  das Alain Resnais verfilmt hat, und so passt es, dass wir auch den aktuellen Film des französischen Altmeisters „Vous n’avez encore rien vu  –  Ihr werdet euch noch wundern“  im Programm haben.
Besonders ans Herz aber möchten wir Ihnen zwei französischsprachige,  europäische Koproduktionen legen:
Der spanische Oscar Preisträger Fernando Trueba hat mit „El artista y la modela – Das Mädchen und der Künstler“  einen wunderbar fotografierten Schwarz Weiss Film gedreht, in dem Jean Rochefort
als alter Bildhauer in einem Dorf auf der französischen Seite der Pyrenäen eine junge Spanierin aufnimmt, die vor dem spanischen Bürgerkrieg geflohen ist.

Gianni Amelio ist einer der wichtigste Regisseure Italiens  und hat mit Jacques Gamblin (Der Name der Leute, C‘est la vie –  So sind wir, so ist das Leben) in der Hauptrolle Albert Camus letzten Roman „Le premier homme  –  Der erste Mensch“  verfilmt. Diesen Film, der eine Autobiographie Camus darstellt,  zeigen wir als Deutschlandpremiere im französischen Original mit englischen Untertiteln.
Filme von den Festivals der Welt nach Köln holen, das würden wir gerne öfter tun, wir sind uns aber nicht sicher, ob das unser Publikum sprachlich nicht zu sehr herausfordert.

 

 Almodovar: Fliegende Liebende
1. Woche – Ab 16 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Mittwoch um 20:30 Uhr
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 16:45 Uhr
    •    Sonntag um 20:30 Uhr OmU
„Verehrte Fluggäste, aufgrund eines kleinen technischen Problems werden wir in Kürze notlanden, falls wir es bis zum nächsten Flughafen schaffen sollten. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, aber ein Gebet könnte sicherlich nicht schaden. Wir wünschen noch einen angenehmen Flug.“ Die Durchsage der Chef-Stewards Joserra (Javier Cámara), Fajas (Carlos Areces) und Ulloa (Carlos Areces) sorgt jedoch für weniger Panik, als man annehmen könnte, denn die meisten Passagiere sind bereits von Schlaftabletten und Meskalin im Tomatensaft völlig benebelt. Das Mittelchen im Saft sorgt zudem dafür, dass sich die enthemmten Reisenden bald grenzenlose Freiheiten nehmen. Es kommt zu Heulkrämpfen, Seelen-Offenbarungen und Ganzkörperstriptease. Da außerdem der Funkverkehr der Piloten Benito (Hugo Silva) und Alex (Antonio de la Torre) mit dem Personal am Boden nur noch über die Lautsprecher funktioniert, können diese den Wahnsinn auch noch live mitanhören.

FIRST POSITION – Ballett ist ihr Leben (OmU)
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag um 16:00 Uhr
    •    Donnerstag um 18:00 Uhr
    •    Freitag bis Mittwoch um 19:00 Uhr
    •    Samstag bis Sonntag, Mittwoch um 15:00 Uhr
Es muss nicht immer Wenders sein, wenn es um Dokumentarfilm und Ballett geht. In ihrem grandiosen Kinodebüt begleitet Bess Kargman eine Handvoll Teenager, die den großen Ballett-Traum ihres Lebens verwirklichen wollen. Um ein begehrtes Stipendium zu bekommen, müssen sie gegen 5.000 Konkurrenten bei einem renommierten Wettbewerb antreten. Sensibel, unaufdringlich und dennoch mitreißend zeichnet der Film die Porträts dieser höchst unterschiedlichen Ausnahme-Talente. „Black Swan“ meets „Billy Elliot“ – zugleich eine elegante Ohrfeige für das lärmende TV-Superstar-Getöse von Bohlen und Co. Die (Publikums-)Preise auf diversen Festivals sowie mehr als 90 Prozent Zustimmung auf dem Kritiker-Portal „Rotten Tomatoes“ deuten beim Zuschauer-Zuspruch auf eine prima Position.

Die mit dem Bauch tanzen
3. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:45 Uhr
    •    Mittwoch um 14:30 Uhr
Das Älterwerden ist ein Thema, das niemandem besonders behagt, aber dem sich dennoch jeder eines Tages stellen muss. Vor allem Frauen sehen sich mit Beginn ihrer Wechseljahre mit dem Klischee konfrontiert, dass ein „Altern in Würde“ gleichbedeutend mit dem Verstecken des eigenen Körpers und der Besinnung auf eine Großmütterchen-Rolle sei. Die Mutter der Regisseurin Carolin Genreith sieht das jedoch anders. Einmal in der Woche legen sie und ihre Freundinnen alle Hemmungen ab, ziehen sich bunte Kostüme an und lassen beim Bauchtanz ihre Hüften kreisen. Carolin Genreith ist zu Beginn nicht besonders glücklich über das Hobby ihrer Mutter. So nimmt sie in ihrer Dokumentation, in der sie ihre eigene Mutter und zwei ihrer Freundinnen porträtiert, die Rolle der skeptischen Vertreterin ihrer Generation ein. Bei ihrer Arbeit lernt sie sehr unterschiedliche Lebensmodelle kennen.

Before Midnight
5. Woche
    •    Samstag bis Sonntag um 14:45 Uhr
Der Gewinner des Silbernen Bären kehrt mit dem Abschluss der Trilogie zur Berlinale zurück! Im Jahr 1995 wurde Richard Linklaters BEFORE SUNRISE, ein unvergesslicher Film über das Lieben, das Leben und den Zauber des richtigen Augenblicks, für die Beste Regie ausgezeichnet. Neun Jahre später begeisterte BEFORE SUNSET, die berührende Geschichte um die wiederholt zufällige und verheißungsvolle Begegnung von Jesse (Ethan Hawke) und Celine (Julie Delpy), erneut das Berlinale Publikum.

Regisseur und Hauptdarsteller, die auch gemeinsam das Drehbuch schrieben, durften sich über eine Oscar®-Nominierung für das Beste adaptierte Drehbuch freuen. Inzwischen sind wieder neun Jahre vergangen: Mit BEFORE MIDNIGHT liefert Richard Linklater den langersehnten Höhepunkt der Welterfolge mit Kultstatus.

Freier Fall
4. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Freitag bis Samstag um 23:00 Uhr
Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet.?Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Beim gemein-?samen Lauftraining lernt Marc ein neues Gefühl von Leichtigkeit kennen – und wie?es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln.?Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc?es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst.

Pressestimmen: 
„Das schönste Liebespaar der Berlinale.“?(Knut Elstermann, RBB Radio Eins)??“Eine vibrierende Darstellungskraft bis in die Nebenrollen -?beeindruckend!“ (FAZ)??“Eine Verwirrung der Gefühle, die einen fatalen Sog entwickelt.“?(Der Tagesspiegel)??“Die deutsche Antwort auf BROKEBACK MOUNTAIN.“ (3sat)

Max Beckmann – Departure
7. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Sonntag um 13:00 Uhr
Wie für andere Künstler seiner Generation war es die Erfahrung des Ersten Weltkriegs, die den Werdegang Max Beckmanns in neue, bis dato unbekannte Bahnen lenkte. Das Erlebnis existentieller Einsamkeit und der Verlust aller tragenden Konventionen machen ihn zu einem radikalen Wahrheitssucher. Direkt und unerbittlich „sieht“ er seine Zeit und immer wieder auch sich selbst an, um einen gültigen Ausdruck, eine bleibende Form zu finden, auf der Suche nach einer modernen Form der figurativen Malerei. So sehr Max Beckmanns Werke in ihrer Zeit, in der Erfahrung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwurzelt sind, so wenig haben sie bis heute an Wucht und Geheimnis verloren.
MAX BECKMANN – DEPARTURE ist ein Film der vielfachen Bewegung: An die Orte seines Wirkens, von Berlin über Frankfurt, Paris und Amsterdam bis nach New York; in eine ruhelose Zeit, dokumentiert in den vielfach erst kürzlich erschlossenen Selbstzeugnissen der Briefe und Tagebücher; besonders aber in Beckmanns Kunst selbst, deren Entwicklung vor allem anhand der Selbstbildnisse und drei der großen Triptychen Beckmanns – ABSCHIED, ANFANG, ARGONAUTEN – sichtbar und erfahrbar wird. Entstanden in Zusammenarbeit mit Mayen Beckmann, der Enkelin des Künstlers, und im besten Sinn begeisternd kommentiert von den Beckmann-Experten Didier Ottinger, Reinhard Spieler und Uwe M. Schneede, ist MAX BECKMANN – DEPARTURE das faszinierende Porträt eines einzigartigen Künstlers.

 

Text: Tamara Soliz

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