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Kultur

Kinoprogramm für 
das Odeon 
vom 29.11. bis 05.12.2012

Freitag, 30. November 2012 | Text: Tamara Soliz | Bild: © Concorde Filmverleih

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Kaum zu glauben: da wird ein Regisseur hochgelobt, der keine eigene Handschrift besitzt. Der Franzose François Ozon ist kein Kopist seiner Selbst. Er ist ein Weltenerschaffer. In seinem neuen Film „In ihrem Haus“ (Dans la maison) entdeckt ein Lehrer der mit seinem Beruf bereits abgeschlossen hat in einem Hinterbänkler ein augenscheinliches literarisches Genie. Er fordert weitere Schriften ein, dabei stellt sich heraus, das der junge Schüler Claude sich in die Mutter seines besten Freundes verliebt hat, das laut Spiegel beste französische Erotik-Drama beginnt….

In Ihrem Haus
1. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 18:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Mittwoch um 20:30 Uhr
Kein Film gleicht bei Francois Ozon dem vorangegangenen. Mit dem vielschichtigen, spielerischen Genrezwitter In ihrem Haus?? setzt der Franzose diese Tradition abermals fort. Die Geschichte eines frustrierten Lehrers, der in einem seiner Schüler ein Literaturgenie entdeckt zu haben glaubt, lässt sich in keine Schublade einordnen. Was in einem Moment noch einer Kunstsatire ähnelt, erscheint schon in der nächsten Szene wie ein raffiniert erzählter Psychothriller. In Toronto wurde soviel Experimentierfreude mit dem FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet, auf der Filmkunstmesse gab es den Preis der Jugendjury.

Parked – Gestrandet
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 19:00 Uhr
    •    nur Sonntag um 19:00 Uhr OmU
    •    Mittwoch um 21:00 Uhr
Sci-Fi-Fans kennen Colm Meany von seiner Rolle als Miles O‘Brien in „Raumschiff Enterprise“. Vor allem aber machte er sich einen Namen mit irischen Tragikomödien wie „Die Commitments“ und „Fisch & Chips“. An diese Erfolge knüpft Meany hier an: Er spielt einen Wohnungslosen, der in seinem Auto wohnt. Das Spielfilm-Debüt des Dokumentarfilmers Darragh Byrne gewann den Hauptpreis beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.
Fred (Colm Meaney) ist aus dem sozialen Netz herausgefallen. Er lebt in seinem Auto, auf einem Parkplatz direkt an der irischen See. Denn weil er keinen festen Wohnsitz hat, bekommt er keine Sozialunterstützung und weil er die nicht hat, auch keine Wohnung.
Fred versucht, sich mit der Situation zu arrangieren – bis ihm ausgerechnet der junge Junkie Cathal (Colin Morgan), der im Nachbarauto „einzieht“, neue Perspektiven eröffnet. Aus der Nachbarschaftshilfe der beiden Gestrandeten entwickelt sich eine ungewöhnliche Männerfreundschaft.

Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 12:00 Uhr
Dass der Name Erich Mendelsohn heute vor allem Experten der Architekturgeschichte bekannt ist, liegt wohl vor allem daran, dass viele seiner Gebäude nicht mehr existieren. Bekannt sind vor allem der Einsteinturm in Potsdam, der De La War Pavillion in Bexhill-on-Sea und das Kaufhaus Schocken in Chemnitz, zahlreiche seiner realisierten Gebäude stehen in Israel. Am bekanntesten wurde Mendelsohn vor allem durch sein Schaffen in den 1920er Jahren, das ihn in der Tradition des Expressionismus verortet. Trotz seines enormen Rufs als einer der bedeutendsten Baumeister des 20. Jahrhunderts gilt Mendelsohn nach wie vor als einer der großen Unbekannten der Architektur. Mit seinem Dokumentarfilm Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit macht sich der aus Israel stammende Regisseur Duki Dror daran, die Lücke zu schließen.

Die kleine Giraffe Zarafa
1. Woche
    •    Sonntag um 14:00 Uhr
Ein weiser Alter erzählt unter einem Affenbrotbaum mitten in Afrika Kindern die Geschichte des Junge Maki und seiner Freundin, der jungen Giraffe Zarafa. Eines Tages wird Zarafa gefangen, um dem französischen König geschenkt zu werden. Maki verspricht der Mutter von Zarafa, sie zu befreien. Maki beginnt mit dem Wüstenprinz Hassan und dem Luftschiffer Malaterre eine abenteuerliche Ballonreise über das Mittelmeer und die Alpen bis nach Paris.

Molly und das Weihnachtsmonster
1. Woche
    •    Samstag um 15:00 Uhr
Die kleine Monsterin Molly lebt mit ihrem besten Freund Edison im Monsterland und erlebt vielerlei ungewöhnliche Abenteuer. Jeden Sonntag um 18:50 Uhr verfolgen unzählige Kinder die skurrilen Geschichten von Molly Monster, die bei UNSER SANDMÄNNCHEN im KI.KA zu sehen sind. Mit den Stimmen von Sophie Rois (Molly) und Ilja Richter (Edison) entdeckt das kleine Monstermädchen auf anarchische Weise die Welt und steht jetzt zur Vorweihnachtszeit vor einem großen Kinoabenteuer:

Es wird Winter im Monsterland. Papa bastelt Weihnachtslaternen für das Lichterfest. Mama erzählt Molly, dass die Laternen dem Weihnachts-monster helfen, das Dunkel zu vertreiben. Molly und Edison werden hellhörig: Weihnachtsmonster? Gibt es das wirklich? Niemand soll es je gesehen haben.
Als Molly und Edison in dieser Nacht einen rätselhaften Schatten an Mollys Zimmer vorübergehen sehen, steht für beide fest: das war das Weihnachtsmonster – und sie werden es finden!
Am nächsten Morgen machen sich Molly, Edison und Papa auf den Weg in den Norden, denn dort soll es wohnen, das Weihnachtsmonster. Unterwegs treffen sie zahlreiche Monsterfreunde und sehen wundersame Gegenden, aber finden sie auch das Weihnachtsmonster?

Die Wand
8. Woche – Ab 2012 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 15:45 Uhr
Als unverfilmbar wurde Marlen Haushofers „Die Wand“ jahrelang bezeichnet, erzählt der Roman doch komplett aus der Innensicht einer Frau, die durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt isoliert ist. Julian Roman Pölsler Adaption schafft es durch seine starke Hauptdarstellerin und exzellenten Einsatz von Bild und Ton, über weite Strecken ein eindrucksvolles Filmerlebnis zu kreieren.

Liebe
11. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Samstag bis Sonntag um 14:45 Uhr
Erst großer Beifall bei der Pressevorführung, dann Standing Ovations bei der offiziellen Weltpremiere in Cannes und schließlich die Goldene Palme – ein neuer Coup des österreichischen Maestros Michael Haneke. Vor drei Jahren stand er für „Das Weiße Band“ bereits auf dem Siegertreppchen ganz oben. Sein Thema diesmal: der Tod. Die Machart: Ein Kammerspiel mit 3 Personen. Reines Kinogift, möchte man meinen. Weit gefehlt! Ein Triumph der Filmkunst und der Humanität wird man danach feststellen. Großartig gespielt, fesselnd inszeniert und bereits jetzt ein heißer Oscar-Kandidat. Euphorische Kritiken und Palme dürfte dem Publikum die Schwellenangst nehmen, die Mund-zu-Mund-Propaganda noch viel mehr. Das Filmkunst-Ereignis des Jahres!

More than Honey
4. Woche
    •    Donnerstag bis Dienstag um 17:00 Uhr
Als Kind lernte der Schweizer Filmemacher  Markus Imhoof von seinem Großvater, wie wichtig die Bienen für die Menschen und für die gesamte Natur sind. Die Idylle von Damals ist vorbei. Mit der Globalisierung wurde aus den Honigbienen ein Leistungsträger agrotechnischer Obstproduktion und eine Tierart in der Krise. Es geht ihnen nicht gut. Weltweit sterben sie, und niemand weiß, warum.
More than Honey ist ein beispielhafter Dokumentarfilm: poetisch und warmherzig, präzise recherchiert und technisch brillant.

Oh Boy
5. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 21:00 Uhr
    •    Mittwoch um 19:00 Uhr
Heutzutage ist alles noch viel schlimmer als früher. Heute weiß nicht mehr nur die Jugend nicht mehr, was sie will. Auch junge Erwachsene um die 30 lassen sich vom Strom des Lebens einfach so treiben und wundern sich, dass sie nirgendwo ankommen. Der Regie-Debütant Jan Ole Gerster setzt diesen moderen Driftern ein wunderbares, zutiefst melancholisches Denkmal. Und inszeniert mit seinen poetischen schwarzweiß-Bildern gleichzeitig einen der schönsten Berlin-Filme der letzten Jahre.

Sag, dass du mich liebst
4. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 17:00 Uhr
Melina ist Kult. Ihre nächtliche Ratgebersendung im Radio ist der Quotenknüller. Wer hinter der einfühlsamen Stimme steckt, bleibt jedoch das große Geheimnis. Madame mag die Anonymität und lebt ein recht fades Leben. Bis sie überraschend ihre verschollen geglaubte Mutter aufstöbert. Im Angesicht der Wirklichkeit helfen Ratgebersprüche nicht weiter. Erst recht, als sich eine wilde Romanze anbahnt. Sprühend vor französischem Charme entwickelt sich eine Selbstfindungsdramödie mit einer perfekten Hauptdarstellerin.

Stille Seelen (OmU)
2. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 13:00 Uhr
Heimat existiert nur solange man liebt. Ein Roadmovie voller Poesie und Sinnlichkeit.
Als Miron seine Frau Tanja verliert, lässt die Trauer alte Erinnerungen an seine Eltern und seiner Herkunft aufkommen. Um sich seiner Identität zu versichern beschließt er, Tanjas Körper an einem weit entfernten Ort am Ufer des Flusses zu verbrennen, an dem sie miteinander glücklich waren. Dazu braucht er die Hilfe ihres gemeinsamen Freundes Aist. Eine Reise mit der Erinnerung an Tanja beginnt. Eine Suche nach einer neuen Heimat.

«Wortkarg wie bei Aki Kaurismäki, aber im sexuellen Begehren und in ihren seelischen Aufwallungen ungleich leidenschaftlicher … berührend sanft, abgeklärt, ja nahezu weise, aber zugleich von vulkanischer Hitze durchsetzt.» NZZ
«Eine berührende Ergründung über die Kraft der Liebe.» NZZ
«Der Film strahlt einen tiefen Frieden aus.»  Filmdienst
«Dieser lyrische Film über die Sehnsucht des Menschen nach Verankerung berührt, verführt zum Träumen und verstört mit seiner Nähe zum Abgrund. » kino-zeit.de

Süßes Gift – Hilfe als Geschäft
4. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:00 Uhr
Nach 50 Jahren und rund 1.000 Milliarden US-Dollar, die in die Entwicklungshilfe in Afrika gesteckt wurden, zieht die Dokumentation eine Bilanz – und zwar aus der Perspektive der Afrikaner. Im Zentrum steht die Frage, warum Afrika nach all der Zeit und den Hilfen noch immer keinen wesentlichen Entwicklungsschub verzeichnen kann. Drei Fallstudien aus Mali, Kenia und Tansania liefern Antworten.
Regisseur Peter Heller („Plattln in Umtata“), der sich in seinem filmischen Werk bereits seit 30 Jahren mit Afrika beschäftigt, spricht offen und auf Augenhöhe mit namhaften Intellektuellen und Praktikern, um die tabuisierte Frage endlich zu beantworten. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn Afrika steht heute insgesamt nicht viel besser da als vor 50 Jahren. Längst hat sich ein Abhängigkeitssystem entwickelt, nicht nur für die Entwicklungs-, sondern auch für die Geberländer.

Winterdieb
4. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Mittwoch um 16:00 Uhr
Die Leute „da oben“ kaufen schicke Markenjacken, das Kind „da unten“ braucht Geld für Nudeln und Klopapier. Unter dem Skisportressort herrscht blanke Existenznot. Berg und Tal stehen für Wohlstand und Prekariat. Vor dieser sinnbildlichen Kulisse betrachtet die Schweizer Regisseurin Ursula Meier das Nähebedürfnis eines vernachlässigten kleinen Diebes erstaunlich genau und nah. Für ihr berührendes, leises Kinderdrama erhielt sie den „Sonderpreis Silberner Bär“ auf der letzten Berlinale und im August den Filmpreis des bayrischen „Fünf-Seen-Festivals“.

Text: Tamara Soliz

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