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Raum für Workshops & Ausstellungen in der kölner Südstadt anmieten

Aufgeschnappt: Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum +++ Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui +++ Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar +++ 3. Kölner Percussion Festival & Workshops in der Lutherkirche +++ Neueröffnung: Café SchnickSchnack +++

Kultur

Kinoprogramm im Odeon
 vom 20.-26.12.2012

Mittwoch, 19. Dezember 2012 | Text: Tamara Soliz | Bild: Fox Searchlight Pictures

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Endspurt! Planen, einkaufen, verpacken, kochen, beschenken, auspacken, freuen oder auch nicht. Wer am 24.12.2012 noch nicht mit der Welt untergegangen ist und wer Weihnachten aus einer anderen Perspektive wahrnehmen möchte, der kann ab dem 25.12.2012 jeden Tag zwei Kinofilme im ODEON anschauen. Dort ist immer dunkel, keiner redet zumindest für 120 Minuten, die bucklige Verwandtschaft sieht man auch nicht. Selbstverständlich bietet sich auch das sogenannte Power-Movie-Seeing an. Der neuste Trend aus den USA empfiehlt zwischen stressigen Weihnachtsaktivitäten schnell mal einen Film zwischen zuschieben. Also allen ein frohes Fest, die Entspannung wartet im Dunkeln.

 

Beasts of the Southern Wild
1. Woche    Ab 12 Jahren
Donnerstag bis Samstag, Dienstag um 21:00 Uhr
Sonntag um 13:15 Uhr
Sonntag um 21:00 Uhr OmU
Mittwoch um 19:00 Uhr
Mit einer sensationell guten Kinderdarstellerin erzählt “Beasts of the Southern Wild” von einer Gemeinschaft von Außenseitern und Verlierern, die im Sumpfdelta um New Orleans bewusst die geregelte Gesellschaft meiden. Unter ihnen wird die sechsjährige Hushpuppy unkonventionell vom mal liebevollen, dann oft abwesenden Vater aufgezogen. Auf sich gestellt, entwickelt das Kind eine fantastische Welt, die den Film zu einem der besten des Jahres macht.

Die Köchin und der Präsident
1. Woche    Ab 6 Jahren
Donnerstag bis Samstag, Dienstag um 18:30 Uhr
Sonntag um 18:30 Uhr OmU
Mittwoch um 16:30 Uhr
Hortense Laboire (Catherine Frot) wird völlig überraschend gefragt, ob sie fortan den französischen Präsidenten Francois Mitterand (Jean D’ormesson) bekochen möchte. Die bodenständige Köchin aus einem französischem Provinznest zieht dankbar in den Elysée-Palast ein und wirbelt die steife Männergesellschaft kräftig durcheinander. Ihre französische Hausmannskost versetzt den Präsidenten zurück in längst vergessene Zeiten. Die kulinarischen Köstlichkeiten locken ihn sogar des Nachts in die Küche von Hortense Laboire. Doch die Köchin eckt mit ihrer unkonventionellen Art auch an und wird schließlich vor die Wahl gestellt, sich entweder besser an die Etikette anzupassen oder aber den Job aufzugeben und dem Präsidenten und dem Elysée-Palast den Rücken zu kehren.

Sagrada
1. Woche    Ab 6 Jahren
Donnerstag bis Sonntag, Dienstag bis Mittwoch um 17:00 Uhr
Die «Sagrada Fami­lia» in Barcelona ist ein einzigartiges, faszinierendes Bauprojekt mit einem genialen, einst umstrittenen Vater – Antoni Gaudi­ – einer riesigen Familie von Mitwirkenden, einer Geschichte voller Höhenflüge und Abgründe und einer Unzahl von aufgeworfenen Fragen. Die Biographie dieses Bauwerkes – seit 1882 im Bau und heute gut zur Hälfte fertig gestellt –, bildet den Ausgangspunkt für Stefan Haupts Film SAGRADA – el misteri de la creacio³. Normalerweise erleben wir eine Kathedrale, einen Tempel, einen Dom in seiner fertig gestellten,  vollendeten Form – als Zeuge einer längst vergangenen Zeit. Doch der Bau der Sagrada Fami­lia ist alles andere als abgeschlossen. Das Bauwerk entsteht und wächst, heute noch, und dies bereits seit über 125 Jahren. Wer war der Mann, der diese Kathedrale entworfen hat? Was trieb ihn dazu an? Wer waren seine Nachfolger? Wer sind die Menschen – Handwerker, Arbeiter, Künstler, Architekten – die heute an der Sagrada Fami­lia weiter arbeiten und sie vollenden wollen? Was treibt sie dazu an? Letztlich dreht sich der Film, inspiriert von Gaudi­s Vision, um die urmenschlichen Suche nach dem Kern unseres Daseins, unserer Herkunft und unserem Ziel; um die Frage nach unserer menschlichen Schöpfungskraft – und wofür wir sie einsetzen wollen.

Anna Karenina
4. Woche    Ab 12 Jahren
Donnerstag bis Sonntag, Dienstag um 15:45 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, Dienstag um 20:30 Uhr
Mittwoch um 18:30 Uhr
Die schöne und kluge Anna Karenina (Keira Knightley) hat alles, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Sie ist reich verheiratet, geht am russischen Zarenhof ein und aus und lebt auch sonst ein glanzvolles Leben. Eigentlich könnte sie also vollkommen glücklich sein, wäre da nicht ihre Ehe mit dem reichen und gefühlskalten Fürsten Alexei Alexandrowitsch Karenin (Jude Law). Dieser ist ein hoher Regierungsbeamter und sieht in seiner Karriere die Erfüllung seines Lebens. Für seine junge Frau hat er wenig Verständnis, gibt er ihr doch genügend Geld und hohes Ansehen. Anna Karenina steht Alexei Karenin zwar treu zur Seite, vermisst jedoch die Leidenschaft in ihrem Leben. Doch dann lernt Anna Karenina eines Tages den jungen und sehr attraktiven Grafen Wronsky (Aaron Johnson) kennen und verliebt sich in ihn. Anna ist hin und her gerissen zwischen ihrem Pflichtgefühl zum Fürsten Karenin und ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Wronsky. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Das grüne Wunder – Unser Wald
2. Woche    
Sonntag um 11:30 Uhr
Aufbauend auf dem erfolgreichen TV-Zweiteiler „Mythos Wald“ nimmt „Das grüne Wunder- Unser Wald“ den Zuschauer mit in die vielfältige Welt des deutschen Waldes. Eindrucksvolle Bilder und Informationen im Überfluss machen Jan Hafts Dokumentation zu einem spannenden Blick auf Flora und Fauna des Waldes, die sich bisweilen hart an der Grenze zum Naturkitsch bewegt. Optisch ist „Das grüne Wunder“ meist atemberaubend.

Das Venedig Prinzip

3. Woche    
Donnerstag bis Sonntag, Dienstag bis Mittwoch um 15:00 Uhr
Venedig: Das ist Romantik pur, das ist die Sehnsucht aller Europäer, der Traum aller Amerikaner, der Wunsch der Japaner. Doch die schönste Stadt der Welt wird abends zur Geisterstadt: Ganze Viertel stehen schon leer; von ihren Bewohnern längst verlassen, dienen diese unbewohnten Gemäuer dem Geschäft mit einem Mythos. 20 Millionen Fremde besuchten die Stadt im letzten Jahr, das sind durchschnittlich 60.000 am Tag, und in diesem Jahr werden es wieder mehr sein.
Ihnen stehen inzwischen noch 58.000 Einwohner entgegen, so viele wie zuletzt nach der großen Pest von 1438. Und nächstes Jahr werden es wieder weniger sein. Denn die Stadt wird unbewohnbar. Das urbane Eigenleben Venedigs ist beinahe zusammengebrochen, es existiert kaum noch. Der Film zeigt, was vom venezianischen Leben übrig geblieben ist: eine Subkultur touristischer Dienstleister; ein Hafen für die monströsen Kreuzfahrtschiffe, der auf seine Erweiterung wartet; Venezianer, die auf das Festland ziehen, weil es keine bezahlbaren Wohnungen mehr gibt; eine alte Adlige, die die Stadtverwaltung mit Hohn überzieht; ein Immobilienmakler, der darüber nachdenkt, das sinkende Schiff zu verlassen. Ein Requiem auf eine immer noch grandiose Stadt. Ein Lehrstück darüber, wie öffentliches Gut zur Beute einiger Weniger wird. Ein Hohelied auf die letzten Venezianer, ihren Witz und ihr Herz. DAS VENEDIG PRINZIP. Eine Stadt geht baden.

Die kleine Giraffe Zarafa
4. Woche    
Sonntag um 12:00 Uhr
Ein weiser Alter erzählt unter einem Affenbrotbaum mitten in Afrika Kindern die Geschichte des Junge Maki und seiner Freundin, der jungen Giraffe Zarafa. Eines Tages wird Zarafa gefangen, um dem französischen König geschenkt zu werden. Maki verspricht der Mutter von Zarafa, sie zu befreien. Maki beginnt mit dem Wüstenprinz Hassan und dem Luftschiffer Malaterre eine abenteuerliche Ballonreise über das Mittelmeer und die Alpen bis nach Paris.

In Ihrem Haus
4. Woche    Ab 6 Jahren
Donnerstag bis Samstag, Dienstag um 18:45 Uhr
Sonntag um 18:45 Uhr OmU
Mittwoch um 20:45 Uhr
Kein Film gleicht bei François Ozon dem vorangegangenen. Mit dem vielschichtigen, spielerischen Genrezwitter „In ihrem Haus“ setzt der Franzose diese Tradition abermals fort. Die Geschichte eines frustrierten Lehrers, der in einem seiner Schüler ein Literaturgenie entdeckt zu haben glaubt, lässt sich in keine Schublade einordnen. Was in einem Moment noch einer Kunstsatire ähnelt, erscheint schon in der nächsten Szene wie ein raffiniert erzählter Psychothriller. In Toronto wurde soviel Experimentierfreude mit dem FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet, auf der Filmkunstmesse gab es den Preis der Jugendjury.

Liebe
15. Woche    Ab 12 Jahren
Sonntag um 13:30 Uhr
Erst großer Beifall bei der Pressevorführung, dann Standing Ovations bei der offiziellen Weltpremiere in Cannes und schließlich die Goldene Palme – ein neuer Coup des österreichischen Maestros Michael Haneke. Vor drei Jahren stand er für „Das Weiße Band“ bereits auf dem Siegertreppchen ganz oben. Sein Thema diesmal: der Tod. Die Machart: Ein Kammerspiel mit 3 Personen. Reines Kinogift, möchte man meinen. Weit gefehlt! Ein Triumph der Filmkunst und der Humanität wird man danach feststellen. Großartig gespielt, fesselnd inszeniert und bereits jetzt ein heißer Oscar-Kandidat. Euphorische Kritiken und Palme dürfte dem Publikum die Schwellenangst nehmen, die Mund-zu-Mund-Propaganda noch viel mehr. Das Filmkunst-Ereignis des Jahres! Unser Tipp des Jahres!

Molly und das Weihnachtsmonster
4. Woche    
Samstag um 15:00 Uhr
Die kleine Monsterin Molly lebt mit ihrem besten Freund Edison im Monsterland und erlebt vielerlei ungewöhnliche Abenteuer. Jeden Sonntag um 18:50 Uhr verfolgen unzählige Kinder die skurrilen Geschichten von Molly Monster, die bei UNSER SANDMÄNNCHEN im KI.KA zu sehen sind. Mit den Stimmen von Sophie Rois (Molly) und Ilja Richter (Edison) entdeckt das kleine Monstermädchen auf anarchische Weise die Welt und steht jetzt zur Vorweihnachtszeit vor einem großen Kinoabenteuer: „Molly und das Weihnachtsmonster“: Es wird Winter im Monsterland. Papa bastelt Weihnachtslaternen für das Lichterfest. Mama erzählt Molly, dass die Laternen dem Weihnachtsmonster helfen, das Dunkel zu vertreiben. Molly und Edison werden hellhörig: Weihnachtsmonster? Gibt es das wirklich? Niemand soll es je gesehen haben. Als Molly und Edison in dieser Nacht einen rätselhaften Schatten an Mollys Zimmer vorübergehen sehen, steht für beide fest: das war das Weihnachtsmonster – und sie werden es finden! Am nächsten Morgen machen sich Molly, Edison und Papa auf den Weg in den Norden, denn dort soll es wohnen, das Weihnachtsmonster. Unterwegs treffen sie zahlreiche Monsterfreunde und sehen wundersame Gegenden, aber finden sie auch das Weihnachtsmonster?
„Gezeichnet und animiert ist dies in einem klaren, minimalistischen Stil, der den Sehgewohnheiten der kleinsten Zuschauer angemessen ist. Vor diesen Monstern wird sich kein Kind fürchten.“ FBW

Oh Boy
6. Woche    Ab 12 Jahren
Mittwoch um 21:00 Uhr – zum letzten Mal!!
Heutzutage ist alles noch viel schlimmer als früher. Heute weiß nicht mehr nur die Jugend nicht mehr, was sie will. Auch junge Erwachsene um die 30 lassen sich vom Strom des Lebens einfach so treiben und wundern sich, dass sie nirgendwo ankommen. Der Regie-Debütant Jan Ole Gerster setzt diesen moderen Driftern ein wunderbares, zutiefst melancholisches Denkmal. Und inszeniert mit seinen poetischen schwarzweiß-Bildern gleichzeitig einen der schönsten Berlin-Filme der letzten Jahre.

Stille Seelen
OmU
5. Woche    Ab 12 Jahren
Mittwoch um 14:45 Uhr
Heimat existiert nur solange man liebt. Ein Roadmovie voller Poesie und Sinnlichkeit. Als Miron seine Frau Tanja verliert, lässt die Trauer alte Erinnerungen an seine Eltern und seiner Herkunft aufkommen. Um sich seiner Identität zu versichern beschließt er, Tanjas Körper an einem weit entfernten Ort am Ufer des Flusses zu verbrennen, an dem sie miteinander glücklich waren. Dazu braucht er die Hilfe ihres gemeinsamen Freundes Aist. Eine Reise mit der Erinnerung an Tanja beginnt. Eine Suche nach einer neuen Heimat.
«Wortkarg wie bei Aki Kaurismäki, aber im sexuellen Begehren und in ihren seelischen Aufwallungen ungleich leidenschaftlicher … berührend sanft, abgeklärt, ja nahezu weise, aber zugleich von vulkanischer Hitze durchsetzt.» NZZ

Text: Tamara Soliz

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