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Raum für Workshops & Ausstellungen in der kölner Südstadt anmieten

Aufgeschnappt: Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum +++ Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui +++ Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar +++ 3. Kölner Percussion Festival & Workshops in der Lutherkirche +++ Neueröffnung: Café SchnickSchnack +++

Kultur

Kinoprogramm im Odeon
 vom 6.-12.12.2012

Donnerstag, 6. Dezember 2012 | Text: Tamara Soliz | Bild: Universal Pictures Germany

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Das Kino ist tod – es lebe das Kino. Nun ist die digitale Revolution auch im ODEON angekommen. Vorbei die Romantik der Filmvorführer. Keine runden Dosen mehr stapeln, auspacken und umspulen. Das leise Geratter der Filmprojektoren gehört der Vergangenheit an. Seit einer Woche werden im Südstadtkino die Filme digital auf die Leinwand projiziert. Hat es jemand gemerkt? Sind die Filme schlechter geworden? Vermutlich nicht, da eine neue Medientechnik nicht bedeutet, dass die Inhalte verschwinden. Jetzt können wir wenigstens Filme an einem Tag im OmU und synchronisiert schauen. Auch ein Vorteil !?!

 

Anna Karenina
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 15:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Dienstag um 17:45 Uhr
    •    Donnerstag bis Dienstag um 20:30 Uhr
    •    Mittwoch um 20:45 Uhr
    •    Mittwoch um 14:30 Uhr
Die schöne und kluge Anna Karenina (Keira Knightley) hat alles, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Sie ist reich verheiratet, geht am russischen Zarenhof ein und aus und lebt auch sonst ein glanzvolles Leben. Eigentlich könnte sie also vollkommen glücklich sein, wäre da nicht ihre Ehe mit dem reichen und gefühlskalten Fürsten Alexei Alexandrowitsch Karenin (Jude Law). Dieser ist ein hoher Regierungsbeamter und sieht in seiner Karriere die Erfüllung seines Lebens. Für seine junge Frau hat er wenig Verständnis, gibt er ihr doch genügend Geld und hohes Ansehen. Anna Karenina steht Alexei Karenin zwar treu zur Seite, vermisst jedoch die Leidenschaft in ihrem Leben. Doch dann lernt Anna Karenina eines Tages den jungen und sehr attraktiven Grafen Wronsky (Aaron Johnson) kennen und verliebt sich in ihn. Anna ist hin und her gerissen zwischen ihrem Pflichtgefühl zum Fürsten Karenin und ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Wronsky. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Beasts of the Southern Wild
1. Woche  – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 21:00 Uhr
Mit einer sensationell guten Kinderdarstellerin erzählt “Beasts of the Southern Wild” von einer Gemeinschaft von Außenseitern und Verlierern, die im Sumpfdelta um New Orleans bewusst die geregelte Gesellschaft meiden. Unter ihnen wird die sechsjährige Hushpuppy unkonventionell vom mal liebevollen, dann oft abwesenden Vater aufgezogen. Auf sich gestellt, entwickelt das Kind eine fantastische Welt, die den Film zu einem der besten des Jahres macht.

Chressdachswedder
1. Woche
    •    Sonntag um 11:30 Uhr
Weihnachtsmärchen des Hänneschen-Theater von 2011.?Sonne und Mond spielen verrückt, gehen auf und unter, so wie sie lustig sind. Den Knollendorfern fehlt nun die nächtliche Ruhe und keiner hat mehr Lust Weihnachten zu feiern. Hänneschen und Bärbelchen versuchen mit Hilfe der Eule Eulalia, dem Eremiten Pendulus und dem Sternenputzerengelchen Blink Sonne und Mond wieder in den richtigen Rhythmus zu bekommen, um den Heiligen Abend zu retten.
Eine Veranstaltung unserer Reihe „Kölsche Matinee“

Das Venedig Prinzip
1. Woche
    •    Samstag bis Sonntag um 15:15 Uhr
    •    Montag bis Dienstag um 15:30 Uhr
Venedig: Das ist Romantik pur, das ist die Sehnsucht aller Europäer, der Traum aller Amerikaner, der Wunsch der Japaner. Doch die schönste Stadt der Welt wird abends zur Geisterstadt: Ganze Viertel stehen schon leer; von ihren Bewohnern längst verlassen, dienen diese unbewohnten Gemäuer dem Geschäft mit einem Mythos. 20 Millionen Fremde besuchten die Stadt im letzten Jahr, das sind durchschnittlich 60.000 am Tag, und in diesem Jahr werden es wieder mehr sein. Ihnen stehen inzwischen noch 58.000 Einwohner entgegen, so viele wie zuletzt nach der großen Pest von 1438. Und nächstes Jahr werden es wieder weniger sein. Denn die Stadt wird unbewohnbar. Das urbane Eigenleben Venedigs ist beinahe zusammengebrochen, es existiert kaum noch.
Der Film zeigt, was vom venezianischen Leben übrig geblieben ist: eine Subkultur touristischer Dienstleister; ein Hafen für die monströsen Kreuzfahrtschiffe, der auf seine Erweiterung wartet; Venezianer, die auf das Festland ziehen, weil es keine bezahlbaren Wohnungen mehr gibt; eine alte Adlige, die die Stadtverwaltung mit Hohn überzieht; ein Immobilienmakler, der darüber nachdenkt, das sinkende Schiff zu verlassen. Ein Requiem auf eine immer noch grandiose Stadt. Ein Lehrstück darüber, wie öffentliches Gut zur Beute einiger Weniger wird. Ein Hohelied auf die letzten Venezianer, ihren Witz und ihr Herz. DAS VENEDIG PRINZIP. Eine Stadt geht baden.

Die kleine Giraffe Zarafa
2. Woche
    •    Sonntag um 13:15 Uhr
Ein weiser Alter erzählt unter einem Affenbrotbaum mitten in Afrika Kindern die Geschichte des Junge Maki und seiner Freundin, der jungen Giraffe Zarafa. Eines Tages wird Zarafa gefangen, um dem französischen König geschenkt zu werden. Maki verspricht der Mutter von Zarafa, sie zu befreien. Maki beginnt mit dem Wüstenprinz Hassan und dem Luftschiffer Malaterre eine abenteuerliche Ballonreise über das Mittelmeer und die Alpen bis nach Paris.

Die Libelle und das Nashorn
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Donnerstag bis Dienstag um 19:15 Uhr
    •    Mittwoch um 15:00 Uhr
Weder eine Libelle noch ein Nashorn haben in Lola Randls Kammerspiel einen Auftritt. Sie stehen aber sinnbildlich für eine Begegnung unterschiedlicher, im Grunde gegensätzlicher Charaktere. Der Zufall will es, dass sich die junge Autorin Ada Hänselmann und der 50 Jahre ältere Schauspielstar Nino Winter nach einer gemeinsamen Lesung unfreiwillig wieder sehen, nach zögerlichem Beschnuppern eine unvergessliche Nacht miteinander verbringen und sich in ihren Gedankenspielen sogar in einen Film noir hinein fantasieren. Starke Darstellerleistungen von Fritzi Haberlandt und Mario Adorf stehen einer gewissen Künstlichkeit der anfänglich steifen, später immer mysteriöseren Begegnung gegenüber.

Die Wand
10. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 16:30 Uhr
Als unverfilmbar wurde Marlen Haushofers „Die Wand“ jahrelang bezeichnet, erzählt der Roman doch komplett aus der Innensicht einer Frau, die durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt isoliert ist. Julian Roman Pölsler Adaption schafft es durch seine starke Hauptdarstellerin und exzellenten Einsatz von Bild und Ton, über weite Strecken ein eindrucksvolles Filmerlebnis zu kreieren.

Filmbüro NRW: zu Gast: Stefanie Groß
0. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 19:00 Uhr
Zu Gast im Filmbüro: Stefanie Groß
Leiterin der Redaktion“Debüt im Dritten“ SWR.
Die Diskussionsreihe im Odeon.

In ihrem Haus
2. Woche – Ab 6 Jahren
    •    Donnerstag bis Sonntag um 17:00 Uhr
    •    Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 21:00 Uhr
    •    Sonntag um 21:00 Uhr OmU
Kein Film gleicht bei François Ozon dem vorangegangenen. Mit dem vielschichtigen, spielerischen Genrezwitter „In ihrem Haus“ setzt der Franzose diese Tradition abermals fort. Die Geschichte eines frustrierten Lehrers, der in einem seiner Schüler ein Literaturgenie entdeckt zu haben glaubt, lässt sich in keine Schublade einordnen. Was in einem Moment noch einer Kunstsatire ähnelt, erscheint schon in der nächsten Szene wie ein raffiniert erzählter Psychothriller. In Toronto wurde soviel Experimentierfreude mit dem FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet, auf der Filmkunstmesse gab es den Preis der Jugendjury.

Liebe
13. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 12:45 Uhr
    •    Mittwoch um 16:45 Uhr
Erst großer Beifall bei der Pressevorführung, dann Standing Ovations bei der offiziellen Weltpremiere in Cannes und schließlich die Goldene Palme – ein neuer Coup des österreichischen Maestros Michael Haneke. Vor drei Jahren stand er für „Das Weiße Band“ bereits auf dem Siegertreppchen ganz oben. Sein Thema diesmal: der Tod. Die Machart: Ein Kammerspiel mit 3 Personen. Reines Kinogift, möchte man meinen. Weit gefehlt! Ein Triumph der Filmkunst und der Humanität wird man danach feststellen. Großartig gespielt, fesselnd inszeniert und bereits jetzt ein heißer Oscar-Kandidat. Euphorische Kritiken und Palme dürfte dem Publikum die Schwellenangst nehmen, die Mund-zu-Mund-Propaganda noch viel mehr. Das Filmkunst-Ereignis des Jahres!

Molly und das Weihnachtsmonster
0. Woche
    •    Samstag um 14:30 Uhr
Die kleine Monsterin Molly lebt mit ihrem besten Freund Edison im Monsterland und erlebt vielerlei ungewöhnliche Abenteuer. Jeden Sonntag um 18:50 Uhr verfolgen unzählige Kinder die skurrilen Geschichten von Molly Monster, die bei UNSER SANDMÄNNCHEN im KI.KA zu sehen sind. Mit den Stimmen von Sophie Rois (Molly) und Ilja Richter (Edison) entdeckt das kleine Monstermädchen auf anarchische Weise die Welt und steht jetzt zur Vorweihnachtszeit vor einem großen Kinoabenteuer: Es wird Winter im Monsterland. Papa bastelt Weihnachtslaternen für das Lichterfest. Mama erzählt Molly, dass die Laternen dem Weihnachts-monster helfen, das Dunkel zu vertreiben. Molly und Edison werden hellhörig: Weihnachtsmonster? Gibt es das wirklich? Niemand soll es je gesehen haben.
Als Molly und Edison in dieser Nacht einen rätselhaften Schatten an Mollys Zimmer vorübergehen sehen, steht für beide fest: das war das Weihnachtsmonster – und sie werden es finden! Am nächsten Morgen machen sich Molly, Edison und Papa auf den Weg in den Norden, denn dort soll es wohnen, das Weihnachtsmonster. Unterwegs treffen sie zahlreiche Monsterfreunde und sehen wundersame Gegenden, aber finden sie auch das Weihnachtsmonster?
„Gezeichnet und animiert ist dies in einem klaren, minimalistischen Stil, der den Sehgewohnheiten der kleinsten Zuschauer angemessen ist. Vor diesen Monstern wird sich kein Kind fürchten.“ FBW

More than Honey
5. Woche
    •    Montag bis Dienstag um 17:15 Uhr
Als Kind lernte der Schweizer Filmemacher  Markus Imhoof von seinem Großvater, wie wichtig die Bienen für die Menschen und für die gesamte Natur sind. Die Idylle von Damals ist vorbei. Mit der Globalisierung wurde aus den Honigbienen ein Leistungsträger agrotechnischer Obstproduktion und eine Tierart in der Krise. Es geht ihnen nicht gut. Weltweit sterben sie, und niemand weiß, warum.
More than Honey ist ein beispielhafter Dokumentarfilm: poetisch und warmherzig, präzise recherchiert und technisch brillant.

Oh Boy
4. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Mittwoch um 19:00 Uhr
Heutzutage ist alles noch viel schlimmer als früher. Heute weiß nicht mehr nur die Jugend nicht mehr, was sie will. Auch junge Erwachsene um die 30 lassen sich vom Strom des Lebens einfach so treiben und wundern sich, dass sie nirgendwo ankommen. Der Regie-Debütant Jan Ole Gerster setzt diesen moderen Driftern ein wunderbares, zutiefst melancholisches Denkmal. Und inszeniert mit seinen poetischen schwarzweiß-Bildern gleichzeitig einen der schönsten Berlin-Filme der letzten Jahre.

Stille Seelen
1. Woche – Ab 12 Jahren
    •    Sonntag um 11:00 Uhr
Heimat existiert nur solange man liebt. Ein Roadmovie voller Poesie und Sinnlichkeit. Als Miron seine Frau Tanja verliert, lässt die Trauer alte Erinnerungen an seine Eltern und seiner Herkunft aufkommen. Um sich seiner Identität zu versichern beschließt er, Tanjas Körper an einem weit entfernten Ort am Ufer des Flusses zu verbrennen, an dem sie miteinander glücklich waren. Dazu braucht er die Hilfe ihres gemeinsamen Freundes Aist. Eine Reise mit der Erinnerung an Tanja beginnt. Eine Suche nach einer neuen Heimat.

Text: Tamara Soliz

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