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Pest in der Mandschurei 1910/1911

27. Februar um 14:00 bis 18:00
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Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 14:00 Uhr am Donnerstag und Freitag stattfindet und bis zum 23. Mai 2026 wiederholt wird.

Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 12:00 Uhr am Samstag stattfindet und bis zum 23. Mai 2026 wiederholt wird.

Kostenlos

In der Mandschurei, eine Region im Nordosten Chinas, brach im Herbst 1910 die schwerste Epidemie einer Lungenpest in der bekannten Menschheitsgeschichte aus. 60.000 Menschen starben an der tödlichen Seuche. Erstmals handelte es sich dabei um den Verlauf einer Pestepidemie in der Neuzeit, der wissenschaftlich analysiert und zugleich umfassend fotografisch dokumentiert wurde. Das FORUM FÜR FOTOGRAFIE KÖLN präsentiert ein äußerst seltenes Fotoalbum, das Ereignisse dieser Zeit festhält. Die Fotografien bieten nicht nur einen Einblick in frühe Dokumentarfotografie unter widrigen Umständen, sondern regen auch zur Auseinandersetzung mit einer in Europa weitestgehend unbekannten, historischen Episode an, die jedoch Erinnerung an die COVID-19-Pandemie hervorruft.
Fotografie nahm im Verlauf der Pest eine vielfältige Rolle ein. Sie diente sowohl der Berichterstattung, zugleich aber auch als moderne wissenschaftliche Methode der Information. Die entstandenen Foto-grafien wurden vorwiegend in hochwertigen und transportfähigen Fotoalben angelegt. Entsprechend archivarischer Ordnungspraktiken wurden die meisten dieser Alben auseinandergerissen, wodurch ihr narrativer Aufbau, Bildbezüge und Zweck der Fotos verloren gingen. Das von uns präsentierte Fotoalbum ist, neben einem Exemplar in Russland und einem weiteren in den USA, vermutlich eines von lediglich drei vollständig erhaltenen Zeugnissen dieser Art. Sowohl das historische Objekt selbst, als auch Vergrößerungen der enthaltenen Fotografien sind Gegenstand der Ausstellung im FORUM FÜR FOTOGRAFIE KÖLN.
Die außergewöhnlichen Ereignisse und Hintergründe der Pestepidemie von 1910/11, die herausragende Qualität der Fotografien, die vollständig erhaltene Bildreihenfolge und somit die nachvollziehbare, ursprünglich beabsichtigte narrative Buchdramaturgie, die Nähe des Themas zur weltweiten COVID-19-Pandemie sowie nicht zuletzt die außerordentliche Seltenheit dieses Bildmaterials machen die Ausstellung zu einer einzigartigen Dokumentation an dieser historischen Schnittstelle von Medizin, Geopolitik und Fotografie.
Ausstellungsdauer: 21.2-23.5.2026
Bild: aus dem Fotoalbum

Öffnungszeiten:
Do + Fr 14:00 bis 18:00 Uhr
Sa 12:00 bis 17:00 Uhr

Details

  • Datum: 27. Februar
  • Zeit:
    14:00 bis 18:00
  • Eintritt: Kostenlos
  • Veranstaltungskategorie:
  • Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort