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Südstadt

Veedels-Anekdötchen noch und nöcher

Donnerstag, 8. Oktober 2026 | Text: | Bild: Gaby DeMuirier

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Vringsveedelsführungen von und mit Cornel Wachter & Josef Loup haben innerhalb von nur wenigen Jahren Kultstatus erreicht. Neben Tourist*innen nehmen immer häufiger auch Leute aus der Südstadt an den beliebten Führungen teil.

Die unzähligen Geschichten von Südstadt-Original Cornel sind einmalig, unterhaltsam und höchstinteressant. Josef Loup, Mitgründer der legendären Kölner Band De Familich, untermalt und ergänzt mit einfühlsamen Musikstücken die Anekdoten des Cornel. „Ich han nen Deckel“ zu Beginn der Tour, versetzt die meisten in Mitsing- und Wippstimmung.

Der junge Cornel

Die Tour führt die Teilnehmenden dann quasi durch das Leben des jungen Cornel. Besonders viele Anekdötchen drehen sich um die Szene-Kultur der Kurz-Straße Im Ferkulum in den späten achtziger und frühen neunziger Jahre. Der Künstler verzällt kenntnisreich: Gefühlt zu jedem Haus weiß Cornel aus seiner Jugend zu berichten.

Der Cornel hat zu allen Geschichten ein passendes Bild. (Bild: Gaby DeMuirier)

Schmugglerring, Drogendealer im großen Stil, mysteriöse Brände oder bekannte Politiker & Musiker im Drogenrausch – in Kellerräumen und Hinterzimmern teils illegaler Kneipen der Straßenbesetzerszene trafen sich die Feierwütigen. Immer mittendrin: der Cornel. Er erzählt auf sehr unterhaltsame Art intime Geschichten von Rudolf Scharping, Konstantin Becker oderAlfred Biolek. Wachter hat einen schier unendlichen Fundus an erlebten Geschichten und Begegnungen, die er liebend gern zum Besten gibt. Mit viel Fingerspitzengefühl zieht er zu jeder Geschichte entsprechende Bilder aus seiner Umhängetasche.

Josef Loup bringt die Herzen zum Schmelzen

Zwischendurch grätscht Josef dazwischen und untermalt mit Gitarre und seiner unnachahmlichen Stimme die Geschichten. Egal, an welchem Spot die Gruppe zum Stehen kommt, und sobald Josef die ersten Noten spielt, bleiben zahlreiche Vorbeigehende und -fahrende summend und singend stehen, um dem Gratis-Konzert zu lauschen.

Wann immer Josef zur Gitarre greift, lauschen die Menschen, einschließlich passierender Busfahrer, hingerissen. (Bild: Gaby DeMuirier)

Wachter & Loup meet Krätzjerfest

Im Rahmen des diesjährigen Krätzjerfests zeigt die Kölsche Filmmatinee am kommenden Sonntag (11.10.) um 11.30 Uhr zunächst den Film „Die Pudelbande – rüstig, lustig, kölsch“. Der Film erzählt aus dem Leben der Senior*innen des Kegelclubs “Die Pudelbande”, bei Plattenaufnahmen mit Bömmel und Hartmut von den Bläck Fööss oder im Stadtgarten auf der Bühne des Humba e.V.. Unter dem Motto “Lebenslust statt Lebensfrust!” war Kegeln, Singen und Helfen untrennbar verbunden. Der „Pudelbanden-Entdecker“ sowie Humba e.V.-Vorsitzender Jan Krauthäuser wird Gesprächsgast sein.​

Im Anschluss verlegen Wachter & Loup ihre Vringsveedelsführung einfach auf die Bühne des Veedelkinos, quasi „vun drusse noh drinne, und präsentieren Ausschnitte ihrer Kulttour, wunderbar musikalisch untermalt von Josef Loup und bebildert auf der Leinwand. Die Tickets kosten 18 Euro und können hier gekauft werden.

Alles ist wahr!

„Alles, was ich erzähle, ist wahr! Ach, ich habe noch so viele Geschichten für euch, da reicht eine Führung nicht aus. Das heißt, ihr müsst einfach alle nochmal kommen“, so der Künstler. Und so ist es: Keine Führung ist wie die andere. Immer neue Geschichten und Anekdoten kommen ans Licht. Ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall. Die nächsten Termine findet ihr im Terminkalender oder im jeweiligen Wochenendnewsletter von Meine Südstadt.

Text: Gaby DeMuirier

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