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Bürgerbeteiligung Parkstadt Süd

Eifelwall wird für Autoverkehr gesperrt

Donnerstag, 16. Januar 2020 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Stefan Rahmann/Förder Architekten

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Die Verlängerung des Inneren Grüngürtels geht in die erste Runde. Bezeichnenderweise geschieht das auf der Straße. Der Eifelwall ist ab sofort keine Durchgangsstraße mehr, sondern wird unter den Bahnbrücken gesperrt. Bis zur Rudolf-Amelunxen-Straße kann man noch fahren. Dann muss man abbiegen. Die Einfahrt von der Eifelstraße auf den Eifelwall wird abgeriegelt. Die Regelung gilt vorerst für ein Jahr. Diesen Verkehrsversuch kündigte das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in einer Mitteilung an die politischen Gremien jetzt an. Damit wird ein Beschluss umgesetzt, den der Verkehrsausschuss im Dezember 2018 gefasst hat.

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Faktisch umgesetzt ist der Beschluss seit 2019, weil im Zuge der Sanierung einer Eisenbahnbrücke der Eifelwall in diesem Bereich ohnehin gesperrt werden musste. Autos konnten seitdem nur von oder bis zur Rudolf-Amelunxen-Straße fahren. Die Verwaltung hat das vergangene Jahr dafür genutzt, die Verkehrsströme zu messen. Während die Zahl der Autos auf Eifelwall um 65 Prozent zurückging, stieg die Zahl der Radfahrer um 19 Prozent. Die Verwaltung geht davon aus, dass die positive Radverkehrsentwicklung auf den mit der Sperrung verbundenen Qualitätsgewinn zurückzuführen ist.

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Negative Auswirkungen auf etwaige Alternativ-Routen hat die Verwaltung nicht festgestellt. „Ohnehin lag die Belastung des Eifelwalls auch vor der Sperrung mit 2900 Kfz pro Stunde im Bereich Stolzestraße beziehungsweise 3900 Kfz pro Stunde im Bereich DB-Brücke in einem sehr niedrigen Bereich“, schreibt die Verwaltung in ihrer Mitteilung. Beachtliche Zahlen, finden wir. Die Verkehrsentwicklung werde weiter beobachtet und untersucht, heißt es weiter.

Mitte rechts steht das Archiv, der Grüngürtel endet vorerst am Bahndamm am unteren Rand des Bildes. Links sieht man die Hans-Carl-Nipperdey-Straße, die wohl mit dem neuen Justizzentrum überbaut wird. Wie sich das auf den Grüngürtel auswirkt, ist noch offen. Der Ballon rechts oben spielt übrigens keine Rolle.

Was das Ganze mit der geplanten Verlängerung des Inneren Grüngürtels zu tun hat? Der führt von der Luxemburger Straße zunächst bis zum Bahndamm. Die verwegene Idee, dass der Grüngürtel die Gleise unterquert, hat man mittlerweile verworfen. Nach der Sperrung des Eifelwalls unter der Brücke kann man also als zukünftiger Grüngürtel-Spaziergänger gefahr- und autolos in den Volksgarten gelangen. An der Eifelstraße wartet eine Ampel. Allerdings ist bislang völlig ungeklärt, welche Auswirkungen der Neubau des Justizzentrums auf den Inneren Grüngürtel an dieser Stelle haben wird. Geplant ist, die Hans-Carl-Nipperdey-Straße zu überbauen. Und irgendwo müssen ja auch Flächen für die Baustelleneinrichtung frei gehalten werden.

Text: Stefan Rahmann

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Kommentare

  • Ines sagt:

    Super! Ich finde es richtig und wichtig Straßen für den Autoverkehr zu sperren. Allerdings agiert die Stadt Köln völlig planlos. Wir wohnen seit mehr als einem Jahr im Weyerstraßerweg, der offiziell eine Fahrradstraße ist. In Fahrradstraßen haben Fahrräder Vorfahrt, Autos und andere Verkehrsmittel sollen nicht schneller als 30 km/h fahren. Daran hält sich kaum einer, auch weil es keiner weiß. Seit der Eifelwall gesperrt ist staut sich bei uns vor der Tür der Verkehr morgens und abends Stoßstange an Stoßstange (teilweise in den Höhniger Weg zurück). Die Belastung durch Abgase ist immens und es ist laut und unruhig. Im Sommer 2018 war der Eifelwall noch offen und es gab viel weniger Probleme. Die Stadt rechnet damit, dass die Autofahrer über den Höhninger Weg auf die Vorgebirgsstraße abbiegen, was sie aber nicht tun. Um eine fahrradfreundliche Stadt zu bekommen müssen die Planer aufs Rad steigen und mit offenen Augen durch die Stadt fahren. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch für den Weyerstraßerweg eine konsequente Lösung gibt.

  • EinAnwohner sagt:

    Also ich bin hin- und hergerissen!
    Klar finde ich es gut, dass dort nun weniger Autos fahren, aber ich wohne im Eifelwall und muss somit irgendwie da hinkommen. Jetzt bin ich mega genervt, dass ich nicht mehr von der Eifelstraße in den Eifelwall abbiegen kann. Jedesmal, wenn ich aus dem Süden komme, muss ich über den Barbarossaplatz und die Luxemburger Straße fahren. Ich werd mich da auch nicht dran gewöhnen. Davon das es jedesmal ein ziemlicher Umweg ist, ganz zu schweigen.

    Warum muss man denn immer gleich eine Totalsperrung machen? Warum nicht die Fahrradstraße mit breiten Fahrradwegen, 30 km/h-Limit und so? Platz ist doch da genug! Überhaupt könnte man das für den gesamten Eifelwall machen. Aktuell ist das alles so eine halbgare Lösung: In die eine Richtung ist ein Radweg auf dem Fußweg und in die andere Richtung ist da gar nichts.

    Und was die Einhaltung der Geschwindigkeit angeht, kann ich von einem positiven Beispiel aus Düsseldorf berichten: Da gibt es eine Straße, da wird seit Wochen fast jeden Tag geblitzt und ordentlich abkassiert. Jetzt haben es alle kapiert und da fährt keiner mehr zu schnell. Davon hätten doch alle was: Die Polizei hat was zu tun, die Anwohner können einfahren, die Kinder können sicherer zur Schule usw. usw.
    Win win würde ich sagen.

  • Götzman sagt:

    Typischer Schwachsinn in Köln,
    lange Umwegfahrten, statt vernünftiger Verkehrsplanung.
    Einige Anwohner freuen sich, die anderen dürfen mit mehr Verkehr leben.
    Herzlichen Dank,
    G

  • Ein Anwohner sagt:

    Was soll daraus werden? Ein paradiesischer Zugang zu einem Naherholungsgebiet? Ich sehe als Anwohner jeden Sonntag zersplitterte Bierflaschen, leere Tetra-Packs und – drücken wir es einmal martialisch aus – Kotze! Die Bahnbrücke ist im März diesen Jahres fertiggestellt worden – mit einer wundervollen und sicher kostspieligen Natursteinwand. Ergebnis: Innerhalb weniger Tage alles vollgesaut mit Graffiti. (Und wir sprechen hier nicht von Kunst). Dafür wird ein umweltfreundlicher und direkter Zugang von der Eifelstr./Höninger Weg zur Luxemburger Str. für Autofahrer gesperrt. Eine sinnvolle Maßnahme sehe ich darin, den gesamten Eifelwall zur Fahrradstr. zu machen und mit dem Zusatz „Autofahrer nur zu Gast“ zu versehen und durch eventuelle Einbauten (Bodenhindernisse) die Radfahrer umfahren können und Autofahrer zur langsamen Fortbewegung zwingen als einzige vernünftige Lösung an. Dies wäre auch sicherlich im Sinne der Umweltfreundlichkeit zu sehen, da mehr Kilometer somit vermieden würden.

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