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Kolumne

Am Ende kackt die Ente

Montag, 25. Februar 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Was trieb an einem Samstagmittag 42.000 Menschen (mich inklusive) bei Schneetreiben und minus drei Grad ins Stadion? Vielleicht die Aufstellung von Trainer Stanislawski? Im Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin brachte er Matuschyk und Bigalke für Strobl und Royer von Beginn an. Zudem hatte Maierhofer sein Debüt: er war erstmals in der Startelf. Danke Stani! 

 

Mir wurde sofort zwei Grad wärmer ums Herz. Minusgrade bescherten mir dagegen die Ausschreitungen der Gästefans! Es marschierten plötzlich zirka 80 „Eiserne“ Union-„Fans“ von der Junkersdorfer Straße aus in Richtung Südkurve. Erst flogen verbale Auseinandersetzungen durch die Luft, danach Flaschen und Bierbänke eines sich dort befindlichen Imbissstandes. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vor der Südkurve, sondern schon im Stadion. Die Kölner Polizei muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum man 30 Minuten vor dem Spiel die Gäste-Ultras an der Südkurve vorbei fahren lässt, obwohl dafür normalerweise ein anderer Weg gewählt wird. Deeskalation sieht anders aus! Für die „Berliner Ultras“ endete hier ihr Auswärtsspiel, sie wurden zum Polizeigewahrsam nach Köln-Kalk gebracht und durften erst nach dem Schlusspfiff ihre Heimreise antreten.

Was trieb an einem Samstagmittag 42.000 Menschen (mich inklusive) bei Schneetreiben und minus drei Grad ins Stadion? Vielleicht die Aufstellung von Trainer Stanislawski? Im Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin brachte er Matuschyk und Bigalke für Strobl und Royer von Beginn an. Zudem hatte Maierhofer sein Debüt: er war erstmals in der Startelf. Danke Stani! 

 

Mir wurde sofort zwei Grad wärmer ums Herz. Minusgrade bescherten mir dagegen die Ausschreitungen der Gästefans! Es marschierten plötzlich zirka 80 „Eiserne“ Union-„Fans“ von der Junkersdorfer Straße aus in Richtung Südkurve. Erst flogen verbale Auseinandersetzungen durch die Luft, danach Flaschen und Bierbänke eines sich dort befindlichen Imbissstandes. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vor der Südkurve, sondern schon im Stadion. Die Kölner Polizei muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum man 30 Minuten vor dem Spiel die Gäste-Ultras an der Südkurve vorbei fahren lässt, obwohl dafür normalerweise ein anderer Weg gewählt wird. Deeskalation sieht anders aus! Für die „Berliner Ultras“ endete hier ihr Auswärtsspiel, sie wurden zum Polizeigewahrsam nach Köln-Kalk gebracht und durften erst nach dem Schlusspfiff ihre Heimreise antreten.

 

Belohnt für meinen Einsatz in der Eiseskälte wurde ich vom guten und engagierten Spiel meiner Geißböcke. Bereits zu Beginn gab es die Chance, als Clemens frei vor dem Berliner Keeper auftauchte (7.). Sein Schuss prallte jedoch nur an die Latte. Schade! Zehn Minuten später schlug unser Kopfballungeheuer zu! Wir dachten alle zuerst, unser Riese Maierhofer hätte das Tor gemacht. Nein! Urgestein McKenna, der gerade seinen Vertrag verlängert hatte, köpfte zum 1:0 (18.) ein. Meine Geißböcke führten völlig verdient gegen die farblosen und heute eher „weichen“ Gäste von Union Berlin. Ujah erlitt später eine Platzwunde (43.) und musste draußen behandelt werden. Danach spielte er mit Kopfverband weiter. So konnten wir ihn noch besser zwischen den Schneeflocken erkennen.

 

Ich sah das beste Spiel meiner Geißböcke in diesem Jahr. Sie behaupteten ihre Bälle im Mittelfeld, zeigten viel Bewegung und ein gutes Kurzpassspiel. Was vor allem stand, war die Defensive. Union dagegen kam gar nicht ins Spiel. Nach der Halbzeitpause blieb Bigalke direkt in der Kabine, für ihn kam Strobl. Meine Geißböcke waren weiter am Drücker. Maierhofer machte das Tor aus einer „linkischen“ Drehung heraus zum 2:0 (52.). Das war eher glücklich, als gewollt. Im Interview nach dem Spiel gab der „Hühne“ zu, dass eigentlich nur die Schuhe schuld waren: „Ich hatte die Schuhe gewechselt, trage nun ein blaues Modell, das ich am Freitag im Training ausprobiert habe. Dann hatte ich die Dinger im Spiel erstmals an und schon habe ich den Ball reingemacht“. Und es wurde frostig, denn danach schalteten meine Geißböcke einen Gang zurück und verwalteten die Führung, anstatt weitere Tore zu machen. Dabei waren die Berliner doch heute so wirkungslos. Einfacher geht es doch kaum. Das brachte auch Stanislawski auf die Barrikaden, er schrie wie ein dramatischer Sopran  an der Seitenlinie seine Spieler an, mehr nach vorn zu geben. Danach gab es zwar vereinzelte Chancen für meine Geißböcke, nur leider keine Treffer. Clemens Freistoß flog nur knapp neben den Kasten (65.). Währenddessen schneite es  kräftig weiter. Das Spiel musste kurz unterbrochen werden, um die Linien vom Schnee zu befreien. Danach passierte nicht mehr viel. Maierhofer war ab der 80. Minute nur noch ein passiver Mitspieler, neigte sich seine Kondition dem Ende zu? Bester Spieler für mich: Youngster Hector. Er machte ein tolles Spiel und zeigte ein gutes Zweikampfverhalten in der Defensive. Stanis Liebling Lehmann war dagegen für mich im Spiel erschreckend wirkungslos. Bis auf seine Flanke, die zu Maroh, dann zu Maierhofer und letzten Endes im Tor endete, war er für mich kaum spielbeteiligt. Stani sah das  wohl anders, denn Matze Lehmann wurde erst fünf Minuten vor Spielende ausgewechselt, für ihn kam Jajalo (85.). Es blieb es beim 2:0.

 

Was zählt sind die drei Punkte! Jetzt sitzen meine Geißböcke sicher auf Platz vier in der Tabelle, und wir alle blicken mit großer Spannung nach Berlin. Sollte Hertha am Montag gegen Lautern gewinnen, wären meine Geißböcke nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Absteigen werden wir wohl nicht mehr. Ja! Wer es schon vergessen hat: gerade nach den ersten Spieltagen (bis zum 6. Spieltag gerade mal zwei Punkte) war das schon ein Thema. Unser Motto laut Trainer Stanislawski: „Wir drehen doch jetzt nicht durch.“ Doch der beste Spruch von ihm kam direkt nach dem Spiel. Wie formulierte das Stanislawski so schön: „Am Ende kackt die Ente“ (bedeutet so viel, wie „Man sollte sich nicht zu früh freuen“).

 

Rotkäppchen

 

PS: Dass sogar die Kollegen der vereinseigene TV-Senders zurzeit Spaß an der Arbeit haben, kann man im Interview mit Trainer Stanislawski erkennen. Schaut mal rein in das Video auf Youtube mit dem Titel „Ich bin enttäuscht!“ – es lohnt sich.

 

Text: Gastbeitrag

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