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Kolumne

Die neuen Leiden des jungen Holger S.

Dienstag, 23. April 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

 

Die Leiden des Holger S. sind auch meine. Im Montagabendspiel der Geißböcke gegen die Duisburger Zebras musste ich die gleichen Schmerzen wie Trainer Holger Stanislawski ertragen. Der sympathische Bartträger saß in diesem Spiel direkt vor mir auf dem Rasen. Ich konnte also 90 Minuten lang seine wilden Gesten und Mimiken am Spielfeldrand beobachten. Stani war gezwungen sein Team umzustellen. Publikumsliebling Ujah fiel gelbgesperrt aus – saß aber trotzdem im Stadion, um sein Team anzufeuern. So rückten Chihi und Matuschyk in die Startelf. Was für eine Kulisse im Stadion – in der Duisburger „Schauinsland-Reisen-Arena“ (der Name hatte etwas von Fremdschämen) waren nur die FC-Fans zu hören. Oder war es doch ein Heimspiel?

 

Meine Geißböcke begannen mit viel Engagement und dominerten das Spiel gegen die Zebras. Nur im Abschluss fehlte uns das Quäntchen Glück. Maierhofer verlor fast jedes Kopfballduell – und das trotz seiner Größe. Von Torgefährlichkeit war bei ihm leider nichts zu spüren. Bereits in der 5. Minute verpasste er nach einer Vorlage von Bröker nur knapp das Leder. Irgendwie werden der Österreicher und ich keine Freunde mehr – ich glaube, Maierhofer hat einfach seinen Beruf verfehlt. Auf dem Platz wirkte er zweikampfschwach, ungelenk und ohne Kondition. Entweder sprang er am Ball vorbei oder trabte dem Spiel nach.

 

Die Leiden des Holger S. sind auch meine. Im Montagabendspiel der Geißböcke gegen die Duisburger Zebras musste ich die gleichen Schmerzen wie Trainer Holger Stanislawski ertragen. Der sympathische Bartträger saß in diesem Spiel direkt vor mir auf dem Rasen. Ich konnte also 90 Minuten lang seine wilden Gesten und Mimiken am Spielfeldrand beobachten. Stani war gezwungen sein Team umzustellen. Publikumsliebling Ujah fiel gelbgesperrt aus – saß aber trotzdem im Stadion, um sein Team anzufeuern. So rückten Chihi und Matuschyk in die Startelf. Was für eine Kulisse im Stadion – in der Duisburger „Schauinsland-Reisen-Arena“ (der Name hatte etwas von Fremdschämen) waren nur die FC-Fans zu hören. Oder war es doch ein Heimspiel?

 

Meine Geißböcke begannen mit viel Engagement und dominerten das Spiel gegen die Zebras. Nur im Abschluss fehlte uns das Quäntchen Glück. Maierhofer verlor fast jedes Kopfballduell – und das trotz seiner Größe. Von Torgefährlichkeit war bei ihm leider nichts zu spüren. Bereits in der 5. Minute verpasste er nach einer Vorlage von Bröker nur knapp das Leder. Irgendwie werden der Österreicher und ich keine Freunde mehr – ich glaube, Maierhofer hat einfach seinen Beruf verfehlt. Auf dem Platz wirkte er zweikampfschwach, ungelenk und ohne Kondition. Entweder sprang er am Ball vorbei oder trabte dem Spiel nach. Leidenschaft sieht für mich anders aus. Doch die anderen Geißböcke – insbesondere Clemens – ackerten was das Zeug hielt. Meine Geißböcke setzen den MSV immer wieder unter Druck und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Dagegen agierten die Gastgeber offensiv viel zu ungenau und waren über weite Strecken völlig harmlos. Selbst Abschläge des Duisburger Torwarts landeten streckenweise im Seitenaus.

Und mein FC? So viele Chancen und kein Tor? Stani schrie, gestikulierte wild  und winkte immer wieder Bröker und Matuschyk zu sich an den Spielfeldrand. Man hörte es fünf Sitze weiter. Die neue Taktik. Meine Geißböcke sollten endlich das Tor treffen. Wenige Minuten später wurden wir erlöst. Bröker zirkelte das Leder aus 17 Metern in den rechten Winkel. Ein Wahnsinnstor! Mein FC führte völlig verdient mit 1:0 (24.). War doch alles nur ein Kommunikationsproblem?

Der Wahnsinn: immer wieder die FC-Fans! Die mitgereisten fast 10.000 (!) Kölner Anhänger ließen es im Stadion akustisch krachen. Ein absolutes Gänsehautfeeling. Man musste sich immer wieder fragen, ob mein FC nicht doch ein Heimspiel hatte. Mein Sitznachbar – übrigens eingefleischter MSV-Fans seit Kindertagen – erklärte mir das so: irgendwie wollen wir doch alle ein bisschen was vom Karneval abhaben. Auch der MSV. Und summte weiter „et Trömmelche“ mit. Gut! Das wäre dann auch geklärt. Mein FC war weiter am Drücker, aber die Duisburger Wiedwald und Ibertsberger wehrten eine Möglichkeit von Chihi (42.) ab. FC-Chancentod? Nicht, dass wir wieder in alte Zeiten zurückfallen!

 

In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel immer mehr. Aber noch schlimmer war, dass es die Duisburger es schafften, noch schlechter als Köln zu spielen! Was für ein Grottenkick! Und unser Trainer am Spielfeldrand? Stanis Gestik zeigte zwei gestreckte Zeigefinger an den Schläfen – aus Kindertagen kannte man das als Häschen. Sollte Maierhofer aus seiner Lethargie geweckt werden? „Häschen in der Grube, saß und schlief, saß und schlief. Armes Häschen, bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst…“ Doch warum wechselte Trainer Stanislawski ihn nicht aus? Maierhofer bettelte doch förmlich darum. Doch die visuellen Strapazen musste ich weiter ertragen. Meine Geißböcke spielten ihre Konter viel zu nachlässig aus: Torwart Wiedwald verhinderte mit Glanzparaden die Möglichkeiten von Clemens (67./73.). Stanislawski wechselte spät und brachte Royer für Chihi (71.) und danach endlich (!!!) Przybylko für Maierhofer (77.). Warum hatte er nur „Pritsche“ nicht direkt nach der Halbzeitpause gebracht? Denn das fehlte uns doch – jemand mit Torhunger, Spritzigkeit und Lauffreudigkeit in der Offensive.

 

Für den Spielverlauf kamen die Kölner Wechsel gefühlt viel zu spät. Und so kam Duisburg zu Chancen: FC-Keeper Horn lenkte einen gefährlichen Ball von Perthel (77.) um den Pfosten. Kurz darauf verpasste es Clemens (82.) die Kölner Führung zu erhöhen. Es war zum Mäusemelken. Mein FC machte nichts aus seinen vielen Ecken und Kontermöglichkeiten. Und, wer Chancen nicht verwertet, wird für seine Nachlässigkeit bestraft. Wieso schafften es meine Geißböcke nicht, eine Führung zu verteidigen? Wer so viele Chancen liegen lässt, so wie mein FC, brauchte sich nicht wundern. Unser Torverhältnis spricht allerdings auch Bände. So kam es in der Nachspielzeit: Nach einem Freistoß erzielte MSV-Innenverteidiger Bomheuer mit dem Kopf den Ausgleich zum 1:1 (92.).

 

Das Ergebnis fühlte sich für mich eher wie eine Niederlage an. Es war so bitter. Mein FC hat in Duisburg wichtige Punkte liegen gelassen. Der beste Spieler auf dem Platz: die Kölner Fans. Wenn man von der Pryotechnik mal absieht, die die Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten. Entgegen aller Meldungen der kölschen Presse in der vergangenen Woche, dass das sportliche Duo Schäfer und Jakobs getrennt werden soll, machten diese an diesem Spielabend auf der Tribüne in Duisburg eher einen vertrauten Eindruck. Ob sie schon für ein weiteres Jahr in Liga zwei planen? Nach dem Rücktritt von Jörg Schmadtke als Geschäftsführer Sport bei Hannover 96 summieren sich wieder wilde Spekulationen, ob er nun doch als Sportdirektor nach Köln kommen wird. Rein aus finanzieller Sicht würde das für meinen Verein eher keinen Sinn machen. Aber dank Götze, der wohl zu den Bayern wechselt, und Hoeneß (Vorbild a.D.) gibt es ja genug andere Themen im Fußball.

 

Rotkäppchen
 

Text: Gastbeitrag

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