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Kolumne

Ich bin doch ein Baby! Wie Zweijährige sich immer die Rosinen rauspicken und damit auch noch durchkommen…

Sonntag, 18. Juli 2010 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Sicher, es ist ganz schön anstrengend, für uns Eltern mindestens genauso, wie für die kleinen Personen, die den innerlichen Kampf ums Großwerden ausfechten müssen: die Zeit zwischen nicht mehr Baby sein, aber auch noch nicht richtig groß sein.

Sicher, es ist ganz schön anstrengend, für uns Eltern mindestens genauso, wie für die kleinen Personen, die den innerlichen Kampf ums Großwerden ausfechten müssen: die Zeit zwischen nicht mehr Baby sein, aber auch noch nicht richtig groß sein. Es wird viel geschrien in dieser Phase, von Zweijährigen, die trotzig, wütend und ohnmächtig alles wollen und irgendwie nix, und von Eltern, die entnervt, ausgelaugt und ungeduldig darauf reagieren.

Paul und Smilla sind clever. Sie nutzen diesen seltsamen Schwebezustand in erster Linie als das, was er eben auch ist, ein rechtsfreier Raum, indem sie offiziell noch und gleichzeitig schon sind. Und so sind folgende Dialoge kein Mitschnitt eines Gespräches zwischen einer multiplen Persönlichkeit und seinem Betreuer, sondern unser alltäglicher Wahnsinn: „Alleine machen! Ich bin doch schon groß!“ „Toll, du bist ja echt schon ein richtig großes Mädchen!“ – „Mamaaa, Nuni haben! Bin doch ein Baby!!!“ Oder dieser hier: „Mama, eine Milchflasche haben!“ „Aber du bist doch kein Baby mehr!“ „Doch! –“ Alleine den Deckel zumachen! Ich bin doch ein großes Mädchen!“
 
Eigentlich beneidenswert, picken sie sich doch aus jeder Phase die Vorteile heraus – vielleicht ist es ja das, was mich unterbewusst so grantig macht, ich bin neidisch auf meine Zweijährigen! Oh Mann, das ist hart und ich bin nicht stolz darauf, das müsst ihr mir glauben… Aber so kann ich eben nicht durchs Leben gehen:
groß genug, alleine auf die Schaukel zu klettern – aber zu klein, auch selbst Schwung zu holen. Groß genug, ohne Windel rumzulaufen – doch zu klein, den aufkommenden Harndrang anzukündigen. Schon lange groß genug, Chips, Erdnüsse und Gummibärchen zu essen – immer noch klein genug, jeden Morgen `ne warme Milchflasche zu trinken.
 
Ich mein, wer steht dafür stundenlang auf dem Spielplatz und schubst die Kinder in den Himmel hinein?! Wer kann das ausgelaufene Pipi von Fußboden, Schuhen und Beinen wischen?! Ja und wer bitte fragt sich angesichts dieses allmorgendlichen Bildes vom kleinen Baby mit Milchflasche zwischen den Händen, ob er rein verhätschelungstechnisch nicht doch einiges falsch gemacht hat… bei dem knapp dreijährigen 15-Kilo-Kind da neben einem…?!
 
Paul ist da übrigens noch ein wenig, sagen wir mal, undifferenzierter unterwegs: Er kann und will und möchte eigentlich Alles alleine machen. Von „ich bin doch noch klein oder wirklich schon groß“ ist bei ihm erst gar nicht die Rede. Er kann schon längst Alles und wenn das einer anders sieht, schreit er so lange, bis das auch der Letzte begriffen hat. Nur, wenn er müde ist, so richtig müde, dann hat auch er plötzlich diese zweite Gesicht. Dann kommt es raus, das Baby in ihm! Mit Nuni (landläufig übrigens „Schnuller“ genannt) und Schmusetier Jussel wird er dann zahm und friedlich, wie ein kleines Baby und weckt man ihn nachmittags schon nach zwei Stunden aus seinem wohlverdienten Nickerchen, braucht Mister Taff-Paul eine geschlagene halbe Stunde, um vom Arm in Embryonalstellung zurück in die Ich-will-Position zu kommen.
 
Das Ganze, und ich kann mich da immer nur wiederholen, ist von der Natur wirklich zu clever eingefädelt, kein Mensch, der weder emotional noch körperlich mit einem solchen Zwitterwesen verbunden ist, hält derartigen Wahnsinn länger als 10 Minuten aus…! Für alle anderen gilt: ein Leben ohne Plan und Ordnung – aber mit sooo viel Spaß!!!
 
 

 
 

Text: Kathrin Rindfleisch

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