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Lükes Liebes Leben

Lecker Engelateria

Montag, 13. Juni 2022 | Text: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Nur fürs Protokoll. Am letzten Freitag rückten auf dem Spielplatz An der Eiche Mitarbeiter der Firma aus Weilerswist an, die über Monate an der Neugestaltung des Areals gewerkelt hatten. Sollten da womöglich schon wenige Wochen nach der Eröffnung Instandsetzungsarbeiten erforderlich sein?

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Offenbar nicht. Es ging eher um eine Angebotsoptimierung. Die Jungs brachten ein Rundholz an, das nun zwei Spielelemente miteinander verbindet. Schön. Bleibt die Frage, ob das Stück in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen war oder beim Aufbau schlicht vergessen wurde. Oder sollte die Nachbesserung womöglich auf Ratschlag kreativer Spielplatz-Eltern erfolgt sein? Ich weiß es nicht.

Wo sind sie hin?

Was ich auch nicht verstehe, ist die Jobkrise in der Gastronomie. Wobei die Branche bei sommerlichen Temperaturen doch sichtbar boomt. Aber kaum eine Kneipe oder Restaurant in der Südstadt, an dem ich vorbei gehe, wo nicht per Aushang Mitarbeiter für Küche, Tresen und Service gesucht werden. Und manche Läden tun inzwischen schon kund, dass sie wegen Personalmangels nur noch die Hälfte der Woche geöffnet haben.

Doch nicht nur die Gastro sucht. Auch der Schuhladen am Clodwigplatz fahndet nach Mitarbeitern und im Aldi auf der Severinstraße lockt im Eingangsbereich seit Wochen mit einem Angebot fürs Einräumen der Regale. Zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Okay, das ist nur ein Minijob mit einer nicht sonderlich attraktiven Arbeitszeit. Und in der Gastronomie sah es ja schon immer ähnlich aus. Arbeiten für wenig Geld, wenn andere ihren Feierabend oder ihr Wochenende genießen. Aber es gab ja eigentlich durchweg genügend Menschen, oftmals Studierende, die das in Kauf nahmen, weil sie auf die Kohle angewiesen waren.

Und dann kam Corona. Mini-Jobber wurde entlassen, weil man für sie während der Lockdowns kein Kurzarbeitergeld beantragen konnte. Und weil auch Festangestellte von den reduzierten Bezügen kaum leben konnten, warfen viele die Brocken hin. Bleibt die Frage, wo all diese Menschen geblieben sind. Alle auf Hartz IV? Kaum. Die Arbeitslosenquote in Köln ist im letzten Jahr um 1,1 Prozent gesunken. Eine plausible Antwort habe ich bislang noch nirgendwo gefunden. Okay, viele sind in den Testzentren untergekommen, die da während der Wellen massenhaft eröffnet wurden, aber ein Großteil davon hat ja inzwischen auch wieder geschlossen.

Und wovon lebt der studentische Nachwuchs? Bafög wurde meines Wissens wegen der Pandemie nicht verdoppelt. Einige sollen wegen akuten Geldmangels wieder zu ihren Eltern zurückgekehrt sein. Aber da will man doch nicht bleiben. In welchen gut bezahlten Jobs sind die inzwischen verschwunden? Die können doch nicht alle Pakete, Lebensmittel und Fertiggerichte ausfahren.

Rauchen in Ründeroth

Habe jetzt auch mal das 9-Euro-Ticket außerhalb des Kölner Stadtgebietes genutzt und eine Reise nach Gummersbach unternommen. War ich noch nie, und auf einer Nebenstrecke gemütlich durchs Bergische zu schaukeln, erschien mir doch verlockend. Eigentlich wollte ich sogar bis Lüdenscheid zockeln, wohin die Regionalbahn 25 laut Fahrplan auch fahren sollte. Doch kaum saß ich drin, näselte es aus dem Lausprecher, dass der Zug außerplanmäßig nur bis Dieringhausen fahren würde. Wo auch immer das liegen sollte. Bahn-App fragen. So ziemlich das einzige, das bei der Bahn funktioniert. Aha, ein Vorort von Gummersbach. Von dort aus sollte es dann laut App 20 Minuten später bis in die Metropole des Bergischen Landes gehen und in dann nach einer Stunde weiter bis Lüdenscheid. Was mir dann doch zu viel der Warterei war. Die gemächliche Fahrt auf der Nebenstrecke, vielfach entlang der Agger, nahm sich für mich alten Eisenbahn-Romantiker recht hübsch aus.

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Da die Strecke eingleisig verläuft, musste die Bimmelbahn ungefähr bei jedem zweiten Halt auf einen Gegenzug warten. Was meist nicht weiter kommuniziert wurde, doch in Ründeroth tönte aus dem Lautsprecher plötzlich die überraschend freundliche Stimme des Zugführers der erklärte, die Weiterfahrt verzögere sich um neun Minuten. Wer wolle, könne also entspannt eine rauchen gehen. Netter Service der Bahn. Dann irgendwann endlich Gummersbach City. Bahnhof gibt es da keinen. Lediglich einen Bahnsteig, den man über zwei lange, nackte Betonschläuche erreicht. Überhaupt ist da Beton schwer angesagt. In unmittelbarer Nähe prunken eine gänzlich überdimensionierte Shopping-Mall und ein mehrstöckiges Parkhaus. Muss man nicht gewesen sein, in Gummersbach. Aber vielleicht in Engelskirchen. Da lockt unmittelbar am Bahnhof das Engel Café mit angeschlossener Engelateria. Engelateria? Musste ich doch glatt zweimal lesen, bevor ich diesen veritablen Geniestreich an verbaler Kreativität kapiert habe. Chapeau!

Text: Reinhard Lüke

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