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Kolumne

„Wir sind erstklassig!“ – Köln gewinnt gegen Bochum und steigt auf

Dienstag, 22. April 2014 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Nun ist es offiziell! Die Gegner der Geißböcke in der kommenden Saison heißen nicht mehr Sandhausen, Aue oder Aalen, sondern Dortmund, Schalke und Bayern. Möglich wurde der „vorzeitige“ Aufstieg durch den Heimsieg am Ostermontag gegen den VfL Bochum.

Nun ist es offiziell! Die Gegner der Geißböcke in der kommenden Saison heißen nicht mehr Sandhausen, Aue oder Aalen, sondern Dortmund, Schalke und Bayern. Möglich wurde der „vorzeitige“ Aufstieg durch den Heimsieg am Ostermontag gegen den VfL Bochum.

FC-Trainer Stöger sorgte mit seiner Aufstellung für keine Überraschungen – er ließ Risse, Ujah und Gerhardt auf der Bank, dafür durften Peszko, Nagasawa und Matuschyk von Beginn an ran. Wimmer kehrte nach seinem Muskelfaserriss wieder zurück ins Team und ersetzte McKenna. Und bei den Gästen? Trainer Neururer musste bei seinen Bochumern auf Tiffert und Essen verletzungsbedingt verzichten. Zudem hatte er sich über Radio und Presse klar geäußert, dass er keine Punkte in Köln liegen lassen wolle. Der VfL steht zwar auf dem 14. Tabellenplatz, doch die Abstiegssorgen sind noch nicht endgültig begraben.

 

Sorgenfalten bereiteten im Vorfeld die gewaltbereiten Fans, und die galt es vom Rasengeschehen zu trennen. So saßen die VIP’s im Kölner Stadion hinter Gittern, denn die Verantwortlichen in Köln wollten einen Platzsturm verhindern und hatten Zäune auch vor der Westkurve aufgebaut. Vor dem Spiel gab es wieder eine erstligareife Choreographie der Südkurve. Auf dem Banner stand „Du ming ahle Stadt am Ring – wo mer all stolz drop sin“ – während aus den Boxen „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ von den Höhnen dröhnte. Der Anpfiff ertönte, und man merkte sofort, dass sich die Bochumer nicht kampflos geschlagen geben wollten, auch wenn die Kölner als Tabellenerster als klarer als Favorit ins Spiel ging. So rettete Horn gleich in den ersten Minuten einen Ball von Sukuta-Pasu.

Meine Geißböcke kamen erst nach zwanzig Minuten wirklich in die Gänge. Vielleicht lag es ja an der Entscheidung von Schiri Winkmann, einen fragwürdigen Elfmeter (Geißbock Nagasawa wurde im VfL-Strafraum gefoult) nicht zu geben. Halfar hatte dann fast das 1:0 auf dem Fuß (23.), doch der Bochumer Keeper Luthe hielt. Kurze Zeit später wieder eine Riesenchance für Helmes (27.), doch er traf den Ball nicht richtig und entschärfte damit jede Torgefährlichkeit. Der FC versuchte es immer wieder, doch die Bochumer Defensive ließ die Geißböcke nicht durch. Während der FC in der ersten Halbzeit eher durchwachsenen Fußball ablieferten, erfreuten wir uns an qualitativem Journalismus. So der Moderator bei Sport1 über einen Geißbock: „Ein Finne namens Norweger“. Man sollte den Text schon vom Blatt ablesen können. Kaum hatten wir die letzte Träne des Lachens getrocknet, machte Bochum das Tor. Das war abzusehen. Latza traf nach einer Ecke (42.) zum 1:0. Blöd, dass der Schuss von Matuschyk’s Hüfte abgefälscht wurde.

 

Was mich verärgerte: Wieder nach einer Standardsituation! Bei meinen Geißböcken fehlte im Spiel die Entschlossenheit. Statt dessen warteten sie zu oft ab und ließen den Gegner zu sehr kommen. Offensiv war das einfach zu wenig und die Konter wurden nicht schnell genug ausgespielt. Die Bochumer standen dagegen kompakt und zeigten sich viel stärker in den Zweikämpfen. Trainer Stöger wechselte zur Pause aus: Risse kam für Matuschyk. Das hatte gravierende Folgen für meine Geißböcke! Keine fünf Minuten später machte er den Ausgleich zum 1:1 (50.). Ein echter Joker, dieser Risse! Danach war mein FC hellwach, erkämpfte sich Chancen und dominierte das Spiel. Und es ging munter weiter, immer wieder auf das Bochumer Tor. Peszko passte auf Helmes, der vom Bochumer Acquistapace im Strafraum gefoult wurde. Schiri Winkmann entschied auf Elfmeter und gab eine rote Karte (62.). Eine harte Entscheidung! Meine Geißböcke waren danach in Überzahl, und ich wusste nicht, ob mir das gefallen sollte.

 

Doch erst einmal zum Elfer. Denn das ist immer noch ein heikles Thema beim FC. Helmes scheiterte zunächst am Torwart, traf dann aber doch noch im Nachschuss. Es stand 2:1! Jetzt war uns rein rechnerisch der Aufstieg von keinem mehr zu nehmen. Das Stadion rockte und mein FC drehte immer mehr auf. Geißbock Lehmann mit einer weiteren Chance, doch traf er leider nur den Pfosten. Beim Abpraller scheiterte Maroh am letzten Mann der Gäste (65.). Die Bochumer kamen nun kaum noch ins Spiel oder an den Ball. In der 76. Minute kam noch Ujah für Helmes. Wir waren uns alle schnell einig. Was nun  noch fehlte, war ein Tor von Fan-Liebling Ujah. Wir hatten es kaum ausgesprochen, da kam ein langer Ball von Risse und Ujah machte das 3:1 (81.). Danach war kein FC-Fan mehr auf Rängen oder Plätzen zu halten. Die FC-Verantwortlichen spürten die explosive, wenn auch positive, Stimmung im Stadion auch und postierten eine Wand aus Ordnern vor der Südkurve. Das Torschußverhältnis sagte eigentlich alles aus. In der zweiten Halbzeit: 15:0 für die Kölner. Wir konnten den Abpfiff kaum erwarten. Es blieb beim 3:1, und damit war mein FC aufgestiegen – unwiderruflich! Ich kann den Angstschweiß der Lederhosenträger jetzt schon riechen!

 

Den Ordner und Zaunbewachern war nach dem Abpfiff relativ schnell klar, dass die Massen sind nicht mehr lange aufzuhalten waren. Sie öffneten bereitwillig die Zauntore und ließen die Fans auf den Rasen. Trotz Sorgen vor einer Strafe durch den DFB, der Platzsturm auf den Rasen war nicht mehr aufzuhalten. Der Jubel kannte keine Grenzen. Auch wenn Manager Schmadtke noch im Pool versuchte, seine Geißböcke einzuschwören (YouTube).

Auf dem Rasen gab es auch diverse Bierduschen für Trainer, Spieler und Sky-Moderatorinnen, Feuerwerkskörper wurden gezündet – alles in allem war es aber friedlich. Ein Gänsehautfeeling gab es, als erneut die Hymne im Stadion gespielt wurde. Eine riesige rot-weiße Masse hielt ihre Schals nach oben und schunkelte auf dem Rasen hin und her. Fans und Mannschaft – Arm in Arm. Und Tränen in den Augen hatte ich, als danach die Hymne „Et jitt kei Wood“ von Cat Ballou lief! Gespannt sind nun alle auf die Wette vom Trainer. Stöger, der sich vor und nach jedem FC-Spiel via Facebook bei seinen Fans meldete, hatte im letzten Jahr verkündet, im Falle eines Aufstieges mit den FC-Fans mit der Fahne vom Stadion bis zum Dom zu laufen.

Am kommenden Freitag gibt es das nächste Ligaspiel um 18:30 Uhr in Ingolstadt.

 

Rotkäppchen

Ergebnisse des 31. Spieltages    
Energie Cottbus – FC St. Pauli 1:1 (0:0)
SV Sandhausen – Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:2)    
Erzgebirge Aue – Dynamo Dresden 2:0 (2:0)
1860 München – Arminia Bielefeld 2:1 (1:1)        
Karlsruher SC – 1. FC Union Berlin 3:2 (0:0)    
1. FC Kaiserslautern – FSV Frankfurt 3:2 (3:2)    
VfR Aalen – FC Ingolstadt 04 0:0 (0:0)    
SC Paderborn 07 – SpVgg Greuther Fürth 2:2 (1:0)            
1. FC Köln – VfL Bochum 3:1 (0:1)

Tabelle nach dem 31. Spieltag 
1. 1. FC Köln – 48:17 Tore – 64 Punkte
2. SpVgg Greuther Fürth – 55:36 Tore – 54 Punkte
3. SC Paderborn 07 – 57:47 Tore – 53 Punkte
4. 1. FC Kaiserslautern – 48:34 Tore – 50 Punkte
5. Karlsruher SC – 43:29 Tore – 48 Punkte
6. FC St. Pauli – 42:40 Tore – 47 Punkte
7. SV Sandhausen – 29:29 Tore – 44 Punkte
8. Fortuna Düsseldorf – 35:40 Tore – 43 Punkte
9. Union Berlin – 46:42 Tore – 42 Punkte
10.1860 München – 33:39 Tore – 41 Punkte
11.Erzgebirge Aue – 40:46 Tore – 40 Punkte
12.VfR Aalen – 29:37 Tore – 38 Punkte
13.FC Ingolstadt 04 – 29:32 Tore – 37 Punkte
14.VfL Bochum – 28:37 Tore – 37 Punkte
15.FSV Frankfurt – 41:50 Tore – 34 Punkte
16.Dynamo Dresden – 32:44 Tore – 31 Punkte
17.Arminia Bielefeld – 33:55 Tore – 28 Punkte
18.Energie Cottbus – 34:48 Tore – 25 Punkte
 

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