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Lunch Time

30.10.2017 – Mal ist man der Hund, und mal ist man der Baum

Montag, 30. Oktober 2017 | Text: Stefan Rahmann

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Selbst auf die Gefahr hin, dass ich dem einen oder der anderen vorübergehend den Appetit verderbe: Die 300 Bäume müssen hier noch mal auf Platte.

Selbst auf die Gefahr hin, dass ich dem einen oder der anderen vorübergehend den Appetit verderbe: Die 300 Bäume müssen hier noch mal auf Platte. Weiß Gott ja, die „Schlachten“ sind geschlagen. Auf der Bonner Straße. Und erst recht auf Facebook. In der Meine-Südstadt-Gruppe, die mittlerweile mehr als 13.000 Mitglieder zählt, wurde intensiv und immer noch mal wieder diskutiert. Kontrovers natürlich, aber angesichts der Brisanz des Themas überwiegend und überraschend sachlich. Schließlich gab es nur hopp oder topp. Einen Baum nur halb zu fällen, geht ja nicht. Die Befürworter der städtischen Pläne haben obsiegt. Für alle anderen gilt: Mal ist man der Hund, und mal ist man der Baum.

Vor Ort waren jede Menge nette und bisweilen skurrile Szenen zu beobachten. Da war die Anwohnerin, die eine Baumbesetzerin mit Kaffee und Schokolode versorgte und ein strahlendes Lächeln als Dankeschön aus der Baumkrone bekam. Da waren die Polizisten, die konsequent und trotzdem überdurchschnitlich freundlich ihren Job machten. Da war der Typ in dem italienischen Kleinkraftwagen, der stundenlang die Bonner zwischen Gürtel und Verteiler rauf unter fuhr und unentwegt hupte, wenn er an der Baumfäll-Kolonne vorbeikam. Ob er für oder gegen die Bäume hupte, erschloss sich dem Publikum nicht. Und nicht zuletzt waren da die drei Dutzend Mitarbeiter des Security-Unternehmens, die Freitagnacht um halb vier fröstelnd rauchend im Nieselregen im Wäldchen am Verteiler standen, um Bäume vor Besetzern zu schützen.

Nach den vergangenen Tagen und der überschaubaren Zahl von Demonstranen gegen die Fällungen auf der Bonner darf man Bilanz ziehen: Die Südstadt mag und setzt sich ein für Grün. Vor allem auf Facebook. Da wird dann viel geredet. 300 Bäume fällen in Ehrenfeld? Da wären die Proteste anders ausgefallen. Haut rein, Stefan

 

Wagenhalle: In der Wagenhalle bekommt Ihr heute wieder ein umwerfendes Mittagsmenü in zwei Versionen, mit und ohne Fleisch: Pastinake-Möhren Eintopf mit Bockwurst, Herbstgemüse und Kräutern (12,50 €) oder Pastinake-Möhren Eintopf mit Herbstgemüse und Kräutern  (11,00 €). Als Dessert wird Euch Panna Cotta von weißer Schokolade serviert. Dazu gibt es einen Softdrink oder ein Heißgetränk ohne Alkohol, ein Kölsch oder 0,1 Liter Wein der Saison. Außerdem bietet die Tageskarte ein reichhaltiges Angebot an Fisch, Fleisch oder vegetarischen Speisen. Wagenhalle, Vondelstraße 4-8, 50677 Köln

 

Nale: Nale lockt Euch wieder mit verführerisch-exotischen Gerichten. Da ist zum Beispiel das Korma-Curry mit Kichererbsen, Hähnchen & Jasminreis für 6,70 Euro oder Couscous mit Kürbis, Feta & Minze in Honig-Kreuzkümmel-Vinaigrette (Vegetarisch) für 6,20 Euro. Oder Gemüsequiche mit Salat – Täglich wechselnd, immer lecker! für 6,90 Euro. Geht hin und lasst es Euch schmecken. Nale – Café und Bistro, Darmstätter Straße 19, 50678 Köln

 

Onkel Lillo: Das Eck-Bistro ist wie geschaffen für einen kulinarischen Kurzurlaub in Italien. Für die Mittagspause gibt es einen Business-Lunch, der wöchentlich neu zusammengestellt wird. Euch wird das Mittagsgericht „Il Pranzo“ serviert, dazu einen kleinen Salat und einen italienischen Espresso (8,90 €) Zum Abschluss einen italienischen Espresso – perfetto. Außerdem findet Ihr viele zauberhafte Speisen auf der Wochenkarte wie Carpaccio tradizionale oder Scaloppina ai funghi – hauchzarte Schnitzel an würziger Pilzsauce. Onkel Lillo, Rolandstr. 9, 50677 Köln

 

Capricorn i Aries: Chefkoch Martin Kräber und Team bieten Euch ein Überraschungsmenü, tischweise 3 Gänge für 33 € pro Person. Wer nicht auf Surprise steht, kann natürlich aus dem Mittagsmenü für 24,50 € auch wählen, beim Entree etwa zwischen mariniertem Tafelspitz mit Paprikasauce und Polenta mit Gorgonzola-Honigcreme und Spinat. Zum Sattwerden verlocken dann Zanderfilet in Schnittlauchsauce mit Kartoffelpüree oder Coq au vin mit Wurzelgemüsen und wer dann noch einen krönenden Abschluss braucht, voilà: marinierte Mango mit Creme Chantilly oder Käse. Die ausgesuchte Weinkarte verführt dazu, schon in der Mittagspause den Genuss perfekt zu machen mit einem Gläschen. Im Guide Michelin 2017 ist das Capricorn i Aries übrigens wieder mit ein Bib Gourmand aufgenommen. Darüber freuen wir uns sehr! Capricorn i Aries Brasserie, Alteburger Straße 31, 50678 Köln

 

Restaurant Kabul: Einen Hauch von den Gebräuchen des Morgenlandes empfand ich vor Jahren bei meinem ersten Kabul-Besuch: zum Essen in dem afghanischen Restaurant in der Elsaßstraße konnte man hier auf dem Boden, auf bequemen und schön bestickten Polstern, Kissen und Matratzen Platz nehmen und sich fläzen, während man auf das köstliche Essen von Suleiman Samae wartete. Es gibt täglich wechselnde afghanische Gerichte, vegetarisch oder mit Fleisch. Das sind zum Beispiel Hackfleischbällchen mit Linsen, Teigbällchen oder Hähnchenspieß mit Gemüse und Reis. Alles natürlich auch zum Mitnehmen bestellbar. Restaurant Kabul, Elsaßstraße 32, 50677 Köln

 

FILOS: Abwechslung ist jeden Tag Proramm im Filos auf der Merowingerstraße. Ihr könnt im Business Menü (9,90 €) zwischen zwei Gerichten wählen. Heute gibt es zuerst Kartoffelcremesuppe und anschließend entweder Spaghetti mit Puten-Paprika-Ragout oder Hähnchen in Knoblauchsauce an Bouquetsalat. Dazu gibt es ein alkoholfreies Getränk Eurer Wahl. Auf der Tageskarte sind außerdem viele weitere Angebote mit Fleisch, Fisch sowie gänzlich ohne beides, aber trotzdem lecker! Bratkartoffeln mit zwei Bio-Spiegeleiern an Salat (7,50 €) zum Beispiel. Und einen bunten Salat mit Putenstreifen, Champignons und Sojasauce (9,50 €). Filos, Merowinger Straße 42, 50677 Köln

 

Bäckerei Mauel 1883 (Filiale Rheinauhafen) – Wenn Ihr die tollen Brötchen, leckeren Kuchen und die Brote vom Bäcker Mauel auf der Severinsstraße kennt, dann wird Euch vielleicht freuen, dass die Mauel-Filiale im Rheinauhafen (Im Zollhafen 22) auch einen kleinen Mittagstisch anbietet: neben verschiedenen Eintöpfen – heute  gulaschsuppe oder Linseneintopf mit Speck –  zu je 4,50 € und Klassikern, wie Kartoffelsalat mit Frikadelle (5,25 €) oder mit Bockwurst. Für den großen Hunger gibt es heute zum Beispiel auch Bami Goreng vegan (6,50 €) und Tortellini Carbonara (6,50 €). Mauel 1883 – Filiale Rheinauhafen, Im Zollhafen 22, Rheinauhafen

 

Bäckerei Mauel 1883 (Filiale Severinstraße) – Der Duft von frisch gebackenen Brötchen liegt in der Luft: Die Traditionsbäckerei Mauel auf der Severinstraße ist der Treffpunkt für einen frühen Kaffee. Die Kuchen, Brötchen und Brote werden im Unternehmen selbst hergestellt. Auch damit unterscheidet sich das Unternehmen deutlich von den Großbäckereien mit ihren vielen Filialen. Fertigteige und Tiefkühlbrötchen kommen bei Peter Mauel nicht in den Ofen. Wer am Mittag nicht zu viel Zeit hat und etwas Kleines sucht, findet hier eine leckere Auswahl an belegten Brötchen, Kartoffelsalat mit Frikadelle, Teilchen, Kuchen und Sahnetörtchen. Und ab sofort gibt es auch frische Waffeln mit Kirschen und Sahne. Mauel 1883 – Filiale Severinstraße, Severinstraße 38, 50678 Köln

 

Naturmetzgerei Hennes: Zum sechsten Mal in Folge hat die Redaktion der Genusszeitschrift „Feinschmecker“ die Metzgerei auf der Severinstraße zu den besten ihrer Gilde in ganz Deutschland gewählt. Mehr Infos unter „Feinschmecker“. Naturmetzgerei Hennes, Severinstraße 20, 50678 Köln

 

Long Island Grill & Bar: Im Restaurant am Rhein ist montags Ruhetag.

 

Vringstreff: Das Vringstreff bleibt bis Donnerstag geschlossen!

 

PS: Wer Geschichten aus dem Veedel für unseren Lunch-Newsletter hat, kann uns einfach eine Mail schicken: redaktion@meinesuedstadt.de

 

Text: Stefan Rahmann

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