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Südstadt

Als die Vringsstroß zur Stairway to Heaven wurde…

Dienstag, 14. Dezember 2010 | Text: Kathrin Rindfleisch | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Eine Woche nach dem offiziellen Nikolaustag, hat sich der gute Mann nun auch endlich in unsere Südstadt verirrt und passend zum dritten Vringsadvent-Sonntag sah man ihn durch die Geschäfte ziehen – der Nikolaus zieht aus und die Vringsstroß wird zur Stairway to Heaven!
 
Mit großem Hallo wird er überall begrüßt. Im Weinladen ist die Freude groß, der Tabakmann wirkt sichtlich nervös, schließlich hat der Nikolaus den Hans Muff mitgebracht und der weiß ganz genau, wer Dreck am Stecken hat…
 
10 Jahr und kein bisschen müde
Seit 10 Jahren gibt es ihn im Veedel, den Nikolaus im weißen Bischofsgewand. Und es ist kein Zufall, dass das exakt die Zeitspanne ist, in der die KVB unter der Severinstraße mächtig zu tun hat. Vor 10 Jahren gründete sich die Interessengemeinschaft Severinstraße, kurz IGS und mit Ihr kam die Idee auf, einen Nikolaus zu erschaffen, der Kinderaugen strahlen lässt und den Menschen der gebeutelten Vringsstroß Freude bereitet. Die Idee war gut, nun musste einer her, der die Menschen versteht, weil er von da kommt, der einnimmt und gern überall gesehen ist. Schnell hat man ihn gefunden, damals, den richtigen Mann für diesen Job. Immer `nen Spruch parat, mit jedem ein Verzällche, zu den alten Damen charmant und den jungen keck, seit 10 Jahren ist der Nikolaus der Vringstroß unterwegs und macht den Nikolaus-Job wie kein Zweiter.
 
Der jüngste Hans Muff mit dem schrecklichsten Sack
In diesem Jahr nun hat er sich, wie schon zwei Jahre zuvor, nochmal Verstärkung geholt: sein achtjähriger Enkel Maximilian begleitete ihn am Samstag als jüngsten Hans Muff der Geschichte durch die Geschäfte der Severinstraße bis hin zur Bühne auf dem Severinskirchplatz. Mit langer Rute, dicker Kette und einem Sack, aus dem Kinderbeine baumeln erschreckt der schwarz bemalte Hans Muff Junior die Kinder, um ihnen dann schnell mit Bonbons wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Großvater und Enkel als perfektes Gespann: der eine hält die Kinder in Schach, der andere kümmert sich mit Klaaf und guter Laune um die Großen und Kleinen des Vringsveedels.
 
Von Fotos, die mitwachsen…
Und auf der alten friesischen Dielenbank aus dem 17. Jahrhundert, auf der Adventsbühne auf dem Severinskirchplatz, da machen dann die beiden alle glücklich: der Einladung zum Fototermin mit Nikolaus und Hans Muff folgen einige an diesem Wochenende. Mamas und Papas, Omas und Opas freut das natürlich und der Nikolaus hat so, nicht ohne Stolz, von Kindern zu berichten, die seit nun mehr 10 Jahren jedes Jahr ein Foto mit ihm auf dem Kaminsims stehen haben.
 
Die Frau vom Nikolaus
Auf seinem eigenen Kaminsims stehen die, die ihm am Herzen liegen: seine Familie. Ganz besonders nah und wichtig ist ihm seine Ehefrau Helene. Während er durch die Straße zieht, auf der Bühne steht und mit der halben Südstadt plaudert, bügelt die Frau vom Nikolaus Freitags Abends sein Kostüm, kämmt den Bart durch und kümmert sich am Samstagmorgen um das ausgiebige Frühstück. Schließlich ist der jährliche Nikolausauftritt ihres Mannes, und in diesem Jahr auch ihres Enkels, immer wieder ein ganz besonderes Ereignis, das zelebriert werden möchte.

Himmlisch menschlich, der Nikolaus der Vringsstroß
Bei so viel Tradition wird man glatt fast ehrfürchtig. Damit so ein Quatsch aber erst gar nicht aufkommt, gibt sich der himmlische Nikolaus im original St. Johan Priestergewand gerne ganz schön menschlich. Kölsch spricht er und rauchen gehört zu seinen Lastern, genauso wie ein Gläschen in Ehren. Ja und überhaupt, hat er sich am Samstagabend verlobt! In der Kneipe! Ein Nikolaus auf Abwegen? Aber nicht doch! Ein Nikolaus aus dem Volk. Einer, der die Severinstraße lebt. Im Klösterchen geboren, von klein auf mit im elterlichen Betrieb, einmal in seinem Leben umgezogen, vom Elternhaus in die bis heute bezogene gemeinsame Wohnung mit Ehefrau Helene. Nachkriegszeit, fette Jahre und den U-Bahnbau überlebt und bei all dem für jeden ein Ohr, stets ein kesser Spruch und die Bereitschaft, für`s Veedel auch mal mehr zu tun. Mit diesen Eigenschaften hat die Vringsstroos den Nikolaus, den sie verdient.

Danke, Hermann Bluhme!

 

Text: Kathrin Rindfleisch

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