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Gesellschaft Kultur

Ein Hauch Spanien in der Südstadt – Begegnung und Hilfe im Spanischen Verein

Dienstag, 30. Mai 2017 | Text: Gaby DeMuirier | Bild: Centro Machado

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Sonne ist endlich da und die schon sommerlichen Temperaturen lassen uns vom nächsten Urlaub am Mittelmeer träumen. Im Vringsveedel kann ich ihn aber jetzt schon spüren, den leichten Hauch Spaniens, der vom Kulturzentrum Antonio Machado in der Severinsmühlengasse herbeiweht.

Die Münze entscheidet

Ich treffe Luziano, den presidente des „Machado“, beim wöchentlichen Stammtisch. Jeder ist hier willkommen. Egal welchen Alters, egal welcher Nationalität. Zu Beginn jedes Treffens entscheidet die Münze darüber, mit welcher Sprache begonnen wird. Deutsch gewinnt am heutigen Dienstag und die Stammtischler starten mit gedämpften Stimmen die Unterhaltungen. Nach genau 30 Minuten kündigt Luziano sehr bestimmt den Wechsel an, und die Konversation geht jetzt auf spanisch weiter. Die Lautstärke zieht merklich an. Plötzlich wird geräuschvoll diskutiert und gelacht. Das Gefühl, in einer gut gefüllten spanischen Bar zu sein, kommt auf. Luziano zwingt mich ganz nebenbei, spanisch zu sprechen. Ich werde immer wieder elegant korrigiert, aber plötzlich bin ich mittendrin im Geschehen. Susana aus Galizien hat heute eine Queimada, das spanische Pendant zur Feuerzangenbowle, vorbereitet. Das Licht wird gelöscht, und unter Rühren der brennenden Flüssigkeit im Tontopf spricht sie den Conxuro, den galizischen Spruch, der die bösen Geister vertreiben soll. Ich verstehe nichts, genieße jedoch dieses köstliche Getränk zu Manchego und Oliven.

Speed tanding am Dienstagabend

Luziano plant, aus einem der nächsten Stammtisch-Treffen ein Speed tanding (statt speed dating) zu machen. Dafür werden Gesprächspartner einige Minuten lang miteinander reden. Nach dem Erklingen des Gongs wird der Tandempartner gewechselt. So sollen dann einige Runden ablaufen, abwechselnd auf Spanisch und Deutsch. Luziano hofft, dass die Stammtischler durch diese neue Form ihre neue Sprache mit Spaß weiter lernen.

Not macht erfinderisch

Während der Krise in Spanien wurden dem Machado von einem Tag auf den anderen alle Zuschüsse gestrichen. Der Vorstand musste sich entscheiden: entweder aufgeben oder aktiver werden. Doch die anfängliche Frustration wich einer neuen Energie und Luziano und sein Vorstand stellten ein Veranstaltungsprogramm auf die Beine, lebendiger und abwechslungsreicher denn je war. Verschiedene Künstler stellen ihre Werke aus, Flamencotanz, spanische Gitarrenmusik und Lesungen wechseln sich ab.

 

Konzert von „Berit&me“ in „Centro Machado“

Doch nicht alle Veranstaltungen haben einen spanischen Hintergrund. Der Verein möchte allen Künstlern den Raum bieten, sich und ihre Werke zu präsentieren. Aus Platzmangel können leider nicht alle Anfragen berücksichtigt werden. Und auch nicht immer finden sich Key Artist Manager (kurz KAM – eine weitere Worterfindung), die sich um die Durchführung der Veranstaltung kümmern.

Finanziert wird das Machado über Mitgliederbeiträge, Zuschüsse der Stadt, Spenden und den Verkauf von Getränken während der Veranstaltungen. Vereinsmitglieder zahlen € 5,- pro Monat, dafür ist die Teilnahme an allen Kursen möglich und kostet nichts zusätzlich. Kinder zahlen sowieso nichts. Spenden, neue Mitglieder und Helfer sind natürlich immer herzlich willkommen.

Kunst, Kultur, Literatur, Begegnung und Hilfe im Machado

Ein Pool von etwa sechzig ehrenamtlichen Helfern macht es möglich, dass der Kulturverein so lebendig und vielfältig ist. Sie bieten ein Forum für den kulturellen Austausch und die Förderung der spanischen Kultur. Einzigartig in Köln, gibt es hier fast täglich interkulturellen Austausch; das Angebot erstreckt sich von Sprach-, Gitarren- und Tanzunterricht über soziale Dienste wie zum Beispiel Beratungen und Behördengängen bis hin zu Musikkonzerten, Lesungen und Kunstausstellungen.

La Virgen von El Rocío – spanische Bräuche in der Südstadt

Als Highlight des spanischen Vereins wird am Pfingstsonntag zu Ehren der heiligen Jungfrau von El Rocío ein großes Fest auf dem Severinskirchplatz gefeiert. Alle sind herzlich eingeladen, nach einer Prozession mit der Madonna zu spanischen Flamenco- und Gitarrenklängen zu feiern. Der absolute Star ist neben dem vielfältigen Programm allerdings die riesige Paella, die Ihr unbedingt bestaunen und probieren müsst. Susana wird außerdem eine pulpo a la gallega, eine weitere Spezialität aus Galizien präsentieren. Ein Fest für den Gaumen, die Seele und die Ohren also.

Mehr im Netz

Im Terminkalender von „Meine Südstadt“, auf der Webseite: www.spanischer-verein.com und auf Facebook könnt Ihr Euch über das Programm informieren.

Text: Gaby DeMuirier

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