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Kolumne

Hoch im Norden – Geißböcke siegen am Millerntor

Montag, 2. Dezember 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Was bewegt einen Schalke-Fan, mitten in der Woche in den hohen Norden zu reisen, um meinen FC zu sehen? Der Südstädter dachte sich wohl, ein Spiel der Geißböcke gegen St. Pauli am Millerntor, sei immer eine Reise wert. Um den Spannungsbogen zu erhöhen, reiste er sogar ohne Karte nach Hamburg. Wird schon, dachte er sich. Dabei wussten doch alle, dass das Spiel bereits seit Wochen ausverkauft war.

Während Mark es irgendwie doch noch schaffte, zwei Karten teuer zu erwerben, machte ich es mir bei Kölsch in meiner Eckkneipe gemütlich. Der stolze Kartenbesitzer aus der Südstadt musste allerdings beim Eingang ins Stadion am Millerntor feststellen, dass es sich bei den Karten um Farbkopien handelte. Dabei ist Mark doch gar nicht blond – sorry blind – oder? Blöd gelaufen! Also musste er wieder „Zurück auf Los“ und weiter suchen nach „echten“ Karten. Wir erfreuten uns dagegen an der Kölner Aufstellung – endlich wieder Helmes und Ujah als Doppelspitze.

Was bewegt einen Schalke-Fan, mitten in der Woche in den hohen Norden zu reisen, um meinen FC zu sehen? Der Südstädter dachte sich wohl, ein Spiel der Geißböcke gegen St. Pauli am Millerntor, sei immer eine Reise wert. Um den Spannungsbogen zu erhöhen, reiste er sogar ohne Karte nach Hamburg. Wird schon, dachte er sich. Dabei wussten doch alle, dass das Spiel bereits seit Wochen ausverkauft war.

Während Mark es irgendwie doch noch schaffte, zwei Karten teuer zu erwerben, machte ich es mir bei Kölsch in meiner Eckkneipe gemütlich. Der stolze Kartenbesitzer aus der Südstadt musste allerdings beim Eingang ins Stadion am Millerntor feststellen, dass es sich bei den Karten um Farbkopien handelte. Dabei ist Mark doch gar nicht blond – sorry blind – oder? Blöd gelaufen! Also musste er wieder „Zurück auf Los“ und weiter suchen nach „echten“ Karten. Wir erfreuten uns dagegen an der Kölner Aufstellung – endlich wieder Helmes und Ujah als Doppelspitze. Außerdem gefiel mir, dass Youngster Schnellhardt mit auf der Bank saß – das war ein gutes Zeichen. Die etwa 3000 mitgereisten Fans aus Köln machten ordentlich Stimmung. Das Applaudieren der Fans (so wie bei Heinz Flohe) bei der Schweigeminute für Walter Frosch verstanden die Pauli-Fans allerdings nicht. Was der Fanfreundschaft aber keinen wirklichen Schaden zufügen wird.

 

Das Spiel startete bei Dauerregen, mit einem hohem Tempo auf beiden Seiten. Die erste Möglichkeit hatte St. Pauli bereits nach zwei Minuten, doch Horn lenkte den Schuss von Halstenberg über die Latte. Pauli begann offensiv sehr stark, doch „uns‘ Timo“ war hoch konzentriert und ließ nichts anbrennen. Danach gab es die erste Ecke für meinen FC: Helmes schoss, und Wimmer köpfte zum 1:0 (6.). Welch’ ein Jubel – ein Tor für meinen FC nach einer Standardsituation – das wurde wohl im Training ausgiebig geübt. Doch die Gastgeber ließen sich nicht aus der Fassung bringen; Nehrig scheiterte aus nur sechs Metern Entfernung am Geißbock-Keeper. Horn parierte auf der anderen Seite alles, während man parallel zusehen musste, wie unserem Kapitän Brecko die Schuhe gebunden wurden. Dabei muss man entschuldigend sagen, dass Brecko mit einer Schiene am rechten Arm spielte. Er hatte sich im Training die Mittelhand gebrochen. Was machen die Geißböcke eigentlich so im Training, dachte ich mir? Und was machte unser Publikumsliebling? Ujah kämpfe, was das Zeug hielt, jedoch wurden der Ball und er im Offensivbereich keine Freunde mehr. Dagegen gefiel er mir in der Defensive ziemlich gut. Als Thorandt vor dem Strafraum (27.) die Möglichkeit zum Ausgleich für St. Pauli hatte, rettete Ujah den Ball mit dem Fuß. Keine Minute später, nach einem Zuckerpass von Halfar und mustergültigen Konter von Helmes, das 2:0 für die Geißböcke (28.). Während wir am Bildschirm die Wiederholung des Helmes-Tor sehen können, schallte der Song von „Cat Ballou“ durch die Kneipe: Schlagzeuger Michi Kraus wird es freuen, er ist ein glühender FC-Fan. Als dagegen in der Halbzeitpause Roger L. hinter der Theke „An Tagen wie diesen“ auflegte, wurde er gnadenlos ausgepfiffen und musste sofort den Ton abdrehen. Das die Toten Hosen mit Fortuna Düsseldorf verbunden sind, ist doch jedem klar. Selbst in Euphorie geschwängerte FC-Fans wissen das.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war klar, dass wir hier zwar 2:0 führten, aber St. Pauli kämpfte was das Zeug hielt und wollte noch mindestens den Ausgleich. So schlecht spielten die Hamburger gegen den FC auch gar nicht, aber die Geißböcke waren im Tor einfach effektiver. Spannend blieb es weiterhin: der Helmes Freistoß (49.) ging nur knapp am Tor vorbei. Wie viele Chancen mein FC heute hier liegen ließ, fand ich schon ärgerlich. Eigentlich hätte es doch schon vier oder sieben zu null stehen müssen, wäre da nicht immer der Pfosten oder dieses blöde Aluminium im Weg. Naja, 2:0 führen und sich trotzdem aufregen, dass geht auch nur beim FC. Ujah hatte auch noch Pech, als Gonther ihn als letzten Mann weggrätschte (59.) und dieser mit Rot vom Platz geschickt wurde. Der anschließende Freistoß war nicht erwähnenswert. Dass mein FC in Überzahl auf dem Platz stand, merkte man leider nichts. Stöger wechselte und brachte Peszko für Risse (62.) und später noch Matuschyk für Helmes (75.). Aber auch Pauli hatte immer wieder Chancen und war stark. Aber unser Geißbock Horn war einfach stärker. Und wieder klingelte es im Tor nach einer Standardsituation: Nach einer Ecke griff Pauli-Keeper Tschauner am Ball vorbei, Geißbock Gerhardt stand richtig und machte das 3:0 (79.). Stöger wechselte später noch und brachte Bröker für Ujah (82.), doch es blieb beim 3:0 für meine Geißböcke. Glück für uns, dass die Chancenverwertung von St. Pauli in diesem Spiel mehr als mangelhaft war.

 

Dagegen ist Düsseldorf nach der weiteren Heimpleite gegen Karlsruhe weiter auf dem Sinkflug. Am Wochenende wurde zudem Trainer Büskens beurlaubt. Schade, damit hätte man doch noch bis Weihnachten warten können. Nachdem auch die roten Teufel aus Lautern ihre Chance nicht nutzen, stehen die Kölner wieder auf dem ersten Tabellenplatz in Liga Zwei.

 

Der Südstädter Mark schaffte es übrigens doch noch pünktlich zum Anpfiff ins Stadion – preislich lag für ihn das Spiel allerdings eher im Champions League Niveau. Die Fotos, die er mir später schickte und ihr hier betrachten könnt, sind übrigens keine Farbkopien ;-).

Am kommenden Dienstag spielen meine Geißböcke gegen den Hamburger Sportverein im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Club aus dem Norden muss auf van der Vaart verzichten, der holländische Nationalspieler erlitt im Testspiel gegen Kolumbien einen Innenbandriss. Wahrscheinlich wird er anstatt auf dem Rasen eher mit Freundin Sabia auf der Tribüne das Fußballspiel verfolgen. Für reisefreudige Südstädter noch folgende Info: Das Spiel ist fast ausverkauft, es sind noch rund 1500 Karten erhältlich.

 

Rotkäppchen

Die weiteren Ergebnisse des 16. Spieltages
Fortuna Düsseldorf – Karlsruher SC 0:2 (0:1)    
1. FC Union Berlin – VfR Aalen 1:3 (0:0)    
FC Ingolstadt 04 – SV Sandhausen 0:2 (0:2)    
Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern 3:2 (1:1)    
SpVgg Greuther Fürth – Energie Cottbus 1:0 (1:0)    
SC Paderborn 07 – Erzgebirge Aue 1:1 (1:0)    
VfL Bochum    – 1860 München 1:2 (1:1)    
FSV Frankfurt – Arminia Bielefeld -:- (-:-)            

 

Tabelle am 16. Spieltag (Stand 1.12.)
1. 1. FC Köln – 24:7 Tore – 30 Punkte
2. SpVgg Greuther Fürth – 30:17 Tore – 29 Punkte
3. 1. FC Kaiserslautern – 30:17 Tore – 28 Punkte
4. Karlsruher SC – 21:14 Tore – 26 Punkte
5. FC St. Pauli – 22:21 Tore – 25 Punkte
6. 1. FC Union Berlin – 22:22 Tore – 25 Punkte
7. 1860 München – 14:16 Tore – 24 Punkte
8. SV Sandhausen – 15:14 Tore – 23 Punkte
9. VfR Aalen – 16:16 Tore – 22 Punkte
10. VfL Bochum – 18:16 Tore – 21 Punkte
11. SC Paderborn 07 – 26:30 Tore – 20 Punkte
12. Erzgebirge Aue – 21:27 Tore – 20 Punkte
13. FSV Frankfurt – 21:20 Tore – 19 Punkte
14. Dynamo Dresden – 18:25 Tore – 19 Punkte
15. Fortuna Düsseldorf – 15:25 Tore – 19 Punkte
16. FC Ingolstadt 04 – 15:23 Tore – 17 Punkte
17. Arminia Bielefeld – 18:29 Tore – 14 Punkte
18. Energie Cottbus – 19:26 Tore – 13 Punkte
 

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