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Sport

Jogis cremige Zuckerpüppchen

Freitag, 6. Juni 2014 | Text: Frank Diederichs | Bild: Stigmj / CC-BY-SA-3.0

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Der Fisch beginnt vom Kopfe an zu stinken, auch wenn er schön mit Nivea-Produkten shampooniert wird. Jedes Land hat die Fußball-Nationalmannschaft, die es verdient – aber das haben wir wirklich nicht verdient! Oder doch…?
Was ist eigentlich in den letzten Monaten passiert? Was 2006 so schön und neu und anders mit Jürgen Klinsmann (und vor allem ohne Sepp Maier!!!) begann, entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren weiter – und ist nun irgendwie, irgendwo, irgendwann verebbt: die Sympathie und Zuversicht für die deutsche Nationalmannschaft. Zumindest meine ist weg – schon länger und dass, wo es so doch viele junge, gute (Mittelfeld-) Spieler gibt.

Die eingefleischten „Schlaaand“-Patrioten können hier und jetzt gerne aufhören zu lesen, denn es wird nicht besser. Es ist nicht einfach, neutral und sach- und fachkundig und ausgewogen über etwas zu schreiben, das einem widerstrebt. Dann lass‘ ich das auch mal schön und beschränke mich im Folgenden auf unausgewogene und unsachliche Bewertungen der vermeintlich ersten 11 von Jogis cremigen Zuckerpüppchen.

Ich würde ja mit dem neuen 1-9-0-System spielen, aber mich fragt ja keiner. So bleibt zu befürchten, dass Nivea-Jogi, der ja famos beweist, dass Fußball-Sachverstand vorne und hinten nicht ausreicht, um ein guter Trainer zu sein, mit dieser Elf an den Start geht:
Manuel Neuer: Das geht schon mal gut los. Hat Aua und guckt auch so. Gehört aber selbst einarmig und eingecremt zu den besten Torhütern – erst recht, wenn er als letzter Mann und Ball am Fuß was macht. An ihm wird es nicht liegen, dass es nichts wird.
Philipp Lahm: Hat auch Aua und guckt wie Neuer. Ich habe zwei Hoffnungen: dass er fit wird und hinten rechts spielt. Das scheint mir unwahrscheinlich, denn selbst wenn er gesundet, wird Jogi ihn auf eine 6er-Position stellen. Das hat Pep schon gemacht und ist so mutig und innovativ – zumindest für einen Badenser.
Mats Hummels: Ist nicht verletzt, hat aber eine schwere psychische Zerrung. Ist seit seiner mauen Leistung bei der EM 2012 im Spiel gegen Italien (als er gegen Balotelli dahin dilletierte) nicht zurück auf der Spur. Mal ganz okay, mal weniger okay. Für das ein oder andere Bundesliga-Spiel auch und vor allem beim Spiel nach vorne richtig gut, aber nie mehr konstant. Schade eigentlich. Sehe ihn aber immer noch vor Boateng.
Per Mertesacker: Einer der uncremigen Typen – was in sympathisch macht. Hat sich in England weiterentwickelt, aber auch das reicht nicht, um einen Teil einer WM-tauglichen Abwehr zu bilden. Es sei denn, die Gegner flanken nur hoch in den Strafraum…
Erik Durm: Ein paar richtig tolle Spiele für Dortmund reichten aus, um in die Nationalmannschaft zu kommen. Da muss schon Verzweiflung im Spiel sein, wenn die Hoffnung auf einem 22-Jährigen ruht, der ein (in Ziffern: 1) Länderspiel absolvierte. Viel zu schnell, viel zu früh, aber besser als Pinkel-Kevin.

Kurze Zusammenfassung – um es im Spiegel-Jargon von 1962 zu sagen: „bedingt abwehrbereit“.

Bastian Schweinsteiger: Das ist zu befürchten. Auch wenn die Bayern letztes Jahr das Triple holten, sah ich ihn nie so gut. Variabel in der Frisur (vom Kurzhaar-Schnitt zum Wehrmachts-Look), einfältig im Spiel. Immer ein Tempo (wie Frings in seinen letzten Tagen). Ein lahmer Leitwolf ist nicht gut.
Sami Khedira: Wird niemals nach der langen Verletzungspause das reißen, was für eine erfolgreiche WM notwendig ist. Gesund unverzichtbar, in dieser Verfassung besser am Strand – mit Nivea-Sonnenmilch und Model-Freundin. Da kann man auch auf der 6 spielen (oder so ähnlich).

Kurze Zusammenfassung für die 6er-Position: zwei Einbeinige haben zusammen auch zwei Beine.

Toni Kroos: In einer funktionierenden Mannschaft toll, mit zwei Einbeinigen im Rücken keine Stütze. Wird dennoch spielen, weil er alle 72 Spiele, dann aber auch ein großartiges Tor schießt.
Thomas Müller: Verwirrt ja mit seiner Spielweise alle und sich und die Gegner. Das freie Radikal in der Mannschaft, auch wenn er diese Saison bei weitem nicht so gut gespielt hat, wie die Jahre zuvor. Ist aber immer lustig ihn zu sehen. Da kann man nicht meckern. Wird allerdings Joker, denn es gibt ja noch:
Marco Reus: Der beste Spieler. Ihn zu sehen, macht große Freude, trotz Creme-Faktor. Eine Augenweide und der Grund, warum ich mich auf die deutschen Spiele freue.
Mesut Özil: Unter den Einbeinigen der Blinde. Hatte eine fürchterliche Saison. Kaum ist er weg von Real Madrid, schon gewinnen sie die Champions-League. Das kann kein Zufall sein. Glänzt bei 4:0-Spielen – also bei der WM schon mal nicht. Die Alternative wäre:
Mario Götze: Von Pep Guardiola komplett verunsichert. Der Spanier tut eh alles, um die deutsche Nationalmannschaft zu schwächen. Erst zeigt er Jogi, dass Lahm doch auf der 6 spielen kann und dann irritiert er Mario Götze, der in Dortmund so genialen Fußball spielte und bei Bayern nicht auffällt. Zudem als „falsche 9“ so nützlich wie ein Messer im Atomkrieg. Toll gemacht Pep.
André Schürrle/Lukas Podolski: Kann man machen (den ersten), muss man aber nicht (den zweiten). Oder aber: Um den Gegner und auch die zwei selbst zu verwirren, einfach beide spielen lassen. Dann macht aber…
Miro Klose: keinen Sinn. Bei ihm schließt sich der Kreis. War die meiste Zeit verletzt, hatte eine mühsame Saison und wird von der falschen „falschen 9“ (Mario Götze) verdrängt werden.

Wie bereits gesagt: Ich würde mit dem weltneuen System 1-9-0 spielen lassen:
–    Neuer (falls er gesund ist) – auch ein Arm reicht
–    Lahm (falls er gesund ist) – ein Verteidiger reicht auch, wenn es Lahm ist
–    Khedira (falls er fit wird)
–    Schürrle (wenn er zusammen mit Poldi aufläuft)
–    Podolski (wenn er zusammen mit Schürrle aufläuft)
–    Draxler
–    Reus
–    Götze (falls er nicht mit der „falschen 9“ zur Prostitution gezwungen wird)
–    Müller
–    Kroos
–    Kramer

Wann hat man so viele gute Mittelfeldspieler in Deutschland gehabt?!? Alle sollen spielen und machen, wonach ihnen der Sinn steht. Das hätte was. Ach, es könnte so schön sein – ist es aber nicht. Übrigens: Das dumme Gequatsche darüber, dass man einen Leader bräuchte, kann ich nicht mehr hören. Diese Leute wären vor 69 Jahren auch groß rausgekommen. Aber neben den ganzen Augenbraun-Zupfern, Selfies-Produzenten und Nivea-Shampoonisten täte auch mal so einer wie Kevin Großkreuz gut – aber nur, wenn er nicht gerade einen Döner oder seinen Schwanz in der Hand hält.

 

In diesem Sinne: eine schöne, neue, bessere WM!

 

 

Text: Frank Diederichs

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