Lotta-Haus setzt Zeichen: „Wem jehööt die Stadt“
Mittwoch, 22. Juli 2026 | Text: Markus Küll | Bild: Markus Küll
Geschätzte Lesezeit: eine Minute
Die Südstädter gehen auf die Straße: Gut 1.000 Menschen demonstrieren für den Erhalt der Lutherkirche als einem Ort für Interkulturelles und (auch christlich-)Soziales, und die Genossenschaft des Lotta-Hauses zeigt der Straße das neue Gesicht desselben.
Fassade als soziales Statement
Als wie im Oktober 2024 über den erfolgreichen Kauf des Hauses am Kartäuserwall 12 durch die Wohnungsgenossenschaft WOGE Köln eG und ihre Partner berichteten, war klar: Hier entsteht ein besonderes Modell für bezahlbaren Wohnraum und den Erhalt kultureller Freiräume in der Südstadt – ein soziales Statement.
Nun ist das Projekt auch im Stadtbild sichtbar geworden, mit einer gestalteten Fassade und Kunst für die Allgemeinheit. Entworfen und umgesetzt wurde das Wandbild vom Kölner Graffiti-Künstler Amoebe (Sebastian Römisch), im Auftrag und mit Unterstützung des Vereins Auftrag Südstadt e.V.

LOTTA – auffällig anders. Zum Angucken für alle (Bild: Markus Küll)
Finanziert durch Spenden und Musik: die bunteste Fassade der Südstadt
Der Realisierung ging eine vierwöchige Arbeitsphase voraus, begleitet von einer erfolgreichen Spendenkampagne. Mehr als 70 Unterstützer*innen spendeten mehr als 9.000 Euro, weitere Mittel kamen unter anderem durch ein Solidaritäts-Konzert zusammen.
Existenzfragen
Im Mittelpunkt des Wandbildes steht die einem Brings-Song entliehene Frage „Wem jehööt die Stadt?“ und könnte aktueller nicht sein angesichts laufender Debatten um steigende Mieten, Wohnen als Existenzfrage und Gentrifizierung. Das Motiv knüpft damit an die Geschichte des Hauses an, dessen Kauf Ende 2024 den Erhalt der LOTTA, günstiger Bestandsmieten und der Schaffung zusätzlichen Wohnraums für junge Frauen in Ausbildung ermöglichte.
Jan Koglatis vom Verein Auftrag Südstadt sieht das Wandbild als Symbol für das gesamte Projekt: „Durch gemeinsames Engagement wird sichtbar, dass sozialverträgliche Erneuerung statt Luxussanierung und Verdrängung möglich ist.“
Dieser Text wurde unter Nutzung von KI erstellt und analog redigiert (Anmerkung des Autors).
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