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Parkstadtsee neben Großmarkthalle

Donnerstag, 10. September 2015 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Fachplaner haben der Öffentlichkeit ihre Ideen für die Parkstadt Süd präsentiert. Stefan Rahmann hat einige Vorschläge zusammengefasst.

Ganz langsam bekommt man eine Ahnung, wohin die Reise geht. Die fünf mit der Planung der Parkstadt Süd beauftragten Teams haben der Öffentlichkeit erste konkrete Ideen vorgestellt. Ein paar hundert Menschen waren ins Humboldt-Gymnasium gekommen, um den Teams zuzuhören. Den Anfang machten KCAP. Die Planer aus Rotterdam haben ihr Konzept „Die atmende Stadt“ genannt. Sie weichen in ihren Überlegungen deutlich von den städtischen Vorgaben ab und wollen den neuen Grüngürtel konsequent an den Bahndamm legen. Das Stichwort lautet „Kick-off Park“. Mit dem Bau der Verlängerung des Inneren Grüngürtels kann nach Meinung der holländischen Planer sofort begonnen werden. Konkret schlagen sie zum Beispiel vor, die Gleisbrücke am Park-, Fest- und Flohmarktplatz für eine kreuzungsfreie Querung der Vorgebirgsstraße zu nutzen. Über Rampen soll man bequem die Brücke erreichen, die um einen Fuß- und Radweg erweitert wird. Einer Erweiterung des Südstadions stehen die Holländer positiv gegenüber.

Weiter geht es durch den Kick-Off Park zur sogenannten „Langen Halle“ auf dem Großmarktgelände, aktuell gegenüber vom Recyclingbetrieb Balthasar gelegen. Die Halle, von den Planern „kultureller Maschinenraum“ genannt soll als Bürgerbüro, für Gastronomie und Veranstaltungen zwischengenutzt werden. Auch eine langfristige Nutzung halten die Planer für denkbar. Sie wollen einige Gebäude auf dem Großmarkt etwa für Start-up-Unternehmen erhalten. Eins der Highlights der KCAP-Planung ist der See zwischen Großmarkthalle und Bahndamm. Er wird durch Oberflächenwasser gespeist und trägt im Sommer durch Verdunstung zur Kühlung der Parkstadt bei. Auf Stufen wird man am Seeufer sitzen und den legendären Südstadt-Sonnenuntergang genießen können.

Alleinstellungsmerkmal von KCAP ist die Verlegung des Bischofswegs. Der soll durch das neue Quartier führen, so dass es eine Bebauungskante zur Raderberger Brache gibt. In die gelangen die Bewohner dann, ohne wie jetzt eine vielbefahrene Straße überqueren zu müssen. Der Biergarten Alteburg soll nach Meinung der Planer erhalten bleiben. Zwischen Koblenzer und Alteburger Straße sind eine Grund- und eine weiterführende Schule vorgesehen.

 

Als nächstes wurde das Team RMP um den Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen aufgerufen. Er und Kollegen haben den Bereich zwischen der Luxemburger Straße und dem Rhein in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Auch RMP legt den Grüngürtel konsequent zwischen Bahndamm und Bebauung. Ein Radschnellweg soll in die Böschung des Bahndamms integriert werden und bis zum Rhein verlaufen. Der erste Abschnitt der Parklandschaft ist der  „Wissenschaftspark“ zwischen Luxemburger und Rhöndorfer Straße. Auf einer „Landschaftsbrücke“ sollen Fußgänger und Radfahrer die Luxemburger überqueren. Auf einem „Grünen Boulevard“ unterquert man autofrei das Gleisdreieck am Eifelwall.

 

Weiter geht es zum Sportpark. Hier planen RMP gravierende Veränderungen. Das Tierheim wird hinter der Sitzplatztribüne des Südstadions umgesiedelt. Der Flohmarktplatz bleibt auch Parkplatz, wird aber nach diesen Plänen auf eine „Multifunktionsfläche“ am Vorgebirgsglacisweg umziehen. Die Fortuna kann neue Sportplätze in Richtung Vorgebirgstraße bauen.  Auch RMP wollen die Bahnbrücke für die autofreie Querung der Vorgebirgstraße nutzen. Und einen „Klimasee“ haben auch die Bonner im Angebot. Er liegt etwa gegenüber vom Zugweg, der als Verbindung zur Südstadt verlängert wird in Richtung Parkstadt. Er unterquert die Eisenbahntrasse.

 

An der Vorgebirgstraße beginnt in Richtung Rhein die „Stadtsavanne“. In der flaniert man auf einem Hauptweg zwischen Bebauung und Bahndamm. Savanne heißt der Abschnitt, weil man im Grün vereinzelte Baumgruppen findet. Auch RMP haben ihre Bildungslandschaft an der Alteburger Straße angesiedelt. Danach steht man auf dem Rheinbalkon. Als Abschlussclou ihrer Pläne soll der Innere Grüngürtel die Rheinuferstraße unterqueren.  

Fortsetzung folgt: Morgen findet Ihr an dieser Stelle einige Anmerkungen zu den Plänen der drei übrigen Büros.

Text: Stefan Rahmann

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