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Kolumne

Tabellenführer, Herbstmeister und Winterkönig

Montag, 16. Dezember 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Der FC gewinnt gegen Dresden. Vor dem Spiel meiner Geißböcke gegen Dynamo Dresden gab es viele Diskussionen über Gewalt und mögliche Randale durch die Gästefans. Feststellen konnte ich vor, während und nach dem Spiels, dass alles übertrieben war. Okay, der gemeine „Ossi“ heißt Ronny, Maik oder Enrico, ist arbeitslos, rechtsradikal, raucht wie ein Schlot und hat Alkoholprobleme. Natürlich liegt sein niedriges Bildungsniveau begründet darin, dass es ja im „Tal der Ahnungslosen“ kein Farb- oder Westfernsehen gab. Froh bin ich, dass nicht alle Kölner diese Vorurteile teilten und nur vereinzelte Menschen mit „Schutzhelm“ im Stadion saßen. Während fast 45.000 Zuschauer im Stadion die Geißböcke anfeuerten, brannten in einer FC-Kneipe in der Südstadt Wunderkerzen kurz vor dem Spiel zur FC-Hymne ab. War das die Antwort der Bedienung (übrigens Schalke-Fan) auf das Rauchverbot in NRW-Kneipen? Pseudo-Pyrotechnik bei Kölsch und FC?

Der FC gewinnt gegen Dresden. Vor dem Spiel meiner Geißböcke gegen Dynamo Dresden gab es viele Diskussionen über Gewalt und mögliche Randale durch die Gästefans. Feststellen konnte ich vor, während und nach dem Spiels, dass alles übertrieben war. Okay, der gemeine „Ossi“ heißt Ronny, Maik oder Enrico, ist arbeitslos, rechtsradikal, raucht wie ein Schlot und hat Alkoholprobleme. Natürlich liegt sein niedriges Bildungsniveau begründet darin, dass es ja im „Tal der Ahnungslosen“ kein Farb- oder Westfernsehen gab. Froh bin ich, dass nicht alle Kölner diese Vorurteile teilten und nur vereinzelte Menschen mit „Schutzhelm“ im Stadion saßen. Während fast 45.000 Zuschauer im Stadion die Geißböcke anfeuerten, brannten in einer FC-Kneipe in der Südstadt Wunderkerzen kurz vor dem Spiel zur FC-Hymne ab. War das die Antwort der Bedienung (übrigens Schalke-Fan) auf das Rauchverbot in NRW-Kneipen? Pseudo-Pyrotechnik bei Kölsch und FC?

Stürmisch begannen die Geißböcke bei sibirischen Temperaturen in Müngersdorf: den Freistoß von Helmes aus zwanzig Metern konnte Dresdens Torwart Kirsten gerade noch halten, sieben Minuten später war der Dynamo-Keeper machtlos. Helmes verwandelte die Flanke von Brecko per Volley in den Winkel. Was für ein Tor! Es war noch keine Viertelstunde gespielt, und mein FC führte 1:0 (14.). Lautstark war es auch, denn Torwart Kirsten wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Viele hatten vergessen, dass er im Hinspiel Geißbock Golobart mit einem Faustschlag weggeboxt hatte. Die Aktion blieb zwar unbestraft, doch den FC-Fans war diese Unsportlichkeit noch sehr präsent. Auch Golobart erinnerte sich, er taufte Torwart Kirsten bei Twitter liebevoll in „Felix Sturm“ um. Nach der Führung zogen sich meine Geißböcke immer mehr zurück und überließ Dynamo mehr Spielanteile. Sehr zu meiner Beunruhigung, denn so kam es in der 23. Minute fast zum Ausgleich, doch Kempe scheiterte am wieder einmal überragend reagierenden Geißbock Horn. Danach verlor Dynamo-Spieler Leistner beim Spielaufbau den Ball an Gerhardt, der diesen auf Helmes passte. Der brauchte frei vor Kirsten das Leder nur noch einschieben und machte das 2:0 (25.). Die Latten-Seuche von Paddy war endlich besiegt. Immer wenn mein FC schnell im  Mittelfeld kombinierte, bekamen die Gäste richtige Probleme. So schlängelte Halfar sich durch und zog aus 18 Metern (34.) ab, doch Kirsten parierte. Schade! Spannend blieb es trotz der 2:0 Führung meiner Geißböcke, denn die Dresdener waren auf dem Platz oft viel aktiver als mein FC. Ujah war (wie immer) stets bemüht, kam jedoch nicht ins Spiel und hatte in der Ballannahme und -Abgabe viele Unsicherheiten. Auch Peszko wirkte farblos wie noch nie.

 

Doch Stöger wechselte zur Pause nicht. Dresden hatte in Hälfte zwei mehr  Spielanteile und mir wurde immer kälter. Die Partie war keinesfalls entschieden. Dann passte Helmes auf Brecko, der ziemlich frei zum Schuss kam und den Ball mitten unter der Latte zum 3:0 (52.) einnetzte. Wie stark Dresden dennoch war, zeigte eine Szene direkt danach. Ein kleiner Blackout in der Kölner Defensive führte direkt zum Gegentor. Geißbock Hector wollte den weiten Abschlag von Kirsten mit dem Kopf zu Horn weiterleiten. Doch der Ball kam dort gar nicht an, denn Aoudia lief dazwischen und lupfte das Leder über Horn ins Tor (56.). Der Dresdener jubelte danach, als hätte er in der Schlussminute den entscheidenden Führungstreffer erzielt. Dabei war es war „nur“ der Anschlusstreffer zum 3:1. Stöger musste das Mittelfeld verstärken und brachte Risse für Peszko (56.). Als kurz darauf, in der 60. Minute der „kölsche Geißbock“ Ziegenlaute von sich gab, brachen die Fans in Jubel aus: Paderborn führte in Kaiserslautern! Da wurde es auch mir bei den arktischen Temperaturen in Müngersdorf warm ums Herz. Stöger brachte noch Matuschyk für glücklosen Ujah (63.) und später Bröker für Helmes (71.). Der FC überließ nun den Gästen das Spiel, doch außer einem Freistoß von Kempe, den Horn an den Pfosten lenkte (73.) versandeten die Angriffsbemühungen der Sachsen weit vor dem Kölner Strafraum. Mein FC hätte den Sieg gegen Dresden allerdings noch höher gestalten können, Bröker traf in der 86. Minute nur die Latte, den Nachschuss von Risse hielt Torwart Kirsten und Matuschyk stand bei seinem Treffer im Abseits. In der Champions League gegen Basel wäre das sicher ein Tor gewesen (vgl: Schalke – Basel). Es blieb beim 3:1 Sieg der Geißböcke gegen Dynamo Dresden.

 

Was das Engagement meiner Geißböcke ausmacht, kann man an Hector sehen: er zog sich während des Spiels einen Mittelhandbruch zu und machte trotzdem weiter. Er wird nun, wie Brecko, mit Schiene im nächsten Spiel dabei sein. Die Adventszeit ist für mich als FC-Fans jedenfalls sehr erfreulich. Am ersten wurde mein FC Tabellenführer, am zweiten Herbstmeister und am dritten Advent Winterkönig! Mein Wunsch zum vierten Advent?! Na klar, wir werden hoffentlich Derbysieger, denn am kommenden Sonntag, 22. Dezember 2013, spielen wir um 13:30 Uhr in Düsseldorf, der verbotenen Stadt. Nach der Trainerentlassung von Büskens und dem Auswärtssieg in Cottbus wird das ein echt harter Brocken für meinen FC!

 

Euer Rotkäppchen

Ergebnisse des 18. Spieltages
1. FC Kaiserslautern – SC Paderborn 0:1 (0:0)
1. FC Köln – Dynamo Dresden 3:1 (2:0)
VfR Aalen – SV Sandhausen 0:0 (0:0)
Energie Cottbus – Fortuna Düsseldorf 1:3 (1:1)
VfL Bochum – Union Berlin 0:4 (0:2)
Erzgebirge Aue – FC Ingolstadt 0:0 (0:0)
Karlsruher SC – FSV Frankfurt 3:3 (3:0)
Arminia Bielefeld – Greuther Fürth 4:1 (1:1)
1860 München – FC St. Pauli 0:2 (0:1)

Tabelle am 18. Spieltag
1. 1. FC Köln – 29:8 Tore – 36 Punkte
2. Greuther Fürth – 34:22 Tore – 32 Punkte
3. FC St. Pauli – 26:21 Tore – 31 Punkte

4. FC Kaiserslautern – 30:19 Tore – 28 Punkte
5. Karlsruher SC – 24:17 Tore – 28 Punkte
6. Union Berlin – 27:24 Tore – 28 Punkte.
7. 1860 München – 16:19 Tore – 27 Punkte
8. SC Paderborn 07 – 31:32 Tore – 26 Punkte
9. Fortuna Düsseldorf – 19:26 Tore – 25 Punkte
10. SV Sandhausen – 16:17 Tore – 24 Punkte
11. VfR Aalen – 18:20 Tore – 23 Punkte
12. VfL Bochum – 18:20 Tore – 22 Punkte
13. Arminia Bielefeld – 25:32 Tore – 21 Punkte
14. FC Ingolstadt 04 – 17:24 Tore -21 Punkte
15. Erzgebirge Aue – 21:29 Tore – 21 Punkte
16. FSV Frankfurt – 25:27 Tore – 20 Punkte
17. Dynamo Dresden – 20:29 Tore – 20 Punkte
18. Energie Cottbus – 21:31 Tore – 13 Punkte

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