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Kolumne

„…und täglich grüßt das Murmeltier“

Sonntag, 26. September 2010 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Eigentlich können wir uns gar nicht beschweren: wir verlieren auswärts gegen den Tabellenführer, stehen nur drei Punkte hinter den Bayern und zwei hinter Bremen. Fünf Punkte aus sechs Spielen – damit stehen doch wir ganz gut da, oder? Andere Vereine feiern Siege gegen Freiburg wie einen Pokalgewinn oder sitzen mit einer Millionentruppe am 6. Spieltag immer noch auf einem Abstiegsplatz.

Eigentlich können wir uns gar nicht beschweren: wir verlieren auswärts gegen den Tabellenführer, stehen nur drei Punkte hinter den Bayern und zwei hinter Bremen. Fünf Punkte aus sechs Spielen – damit stehen doch wir ganz gut da, oder? Andere Vereine feiern Siege gegen Freiburg wie einen Pokalgewinn oder sitzen mit einer Millionentruppe am 6. Spieltag immer noch auf einem Abstiegsplatz. Und doch kann und will beim 1. FC Köln keiner zufrieden sein.

Am Freitag empfingen wir Kölner „das hässlichste Auswärtstrikot“ der Bundesliga aus Hoffenheim. Von Beginn an sahen wir eine offensiv (!) spielende Kölner Mannschaft, die mit Leidenschaft, Zweikämpfen und viel Lauffreude endlich diesen Fußball spielte, den wir als Fans von unserem FC sehen wollen. Lanig hatte schon in der 4. Minute das Führungstor auf dem Fuß. Unterstützt von einem fantastischen FC-Publikum spielten sich die Kölner die Seele aus den Füßen: Jajalo ließ Beck und Weis links liegen und schob den Ball am herausrückenden Simunic vorbei auf Podolski, der den Ball mit einem Linksschuss platzierte: ein 126-km/h-Kracher ins linke Toreck. Das Stadion tobte!

1899 Hoffenheim war danach ziemlich verunsichert, während Köln versuchte, weiter Druck zu machen. Die Gäste besaßen keinerlei Spielaufbau mehr, foulten, wo es ging, während Ba und Ibisevic sich gegen Geromel und Mohamad einfach nicht durchsetzen konnten. Matuschyk vergab einen Distanzschuss (23.), und Jajalo wollte die Ecke (26.) direkt verwandeln, scheiterte aber an der Latte. Bis zur Pause kontrollierte Köln das Spiel gegen die absolut einfallslosen Gästekicker. Und doch schafften es die Kölner nicht zu erhöhen und das Spiel letztlich zu entscheiden – trotz überzeugender Überlegenheit. Was uns wieder auf das Urproblem des FC zurück kommen lässt: in Halbzeit zwei war der Defensivfußball à la Soldo zurückgekehrt. Es kann ja sein, dass Soldo ein exzellenter Fußballtheoretiker ist – doch auf dem Platz ist sein Fußball ohne Leben, ohne Strategie und Taktik.

Das Kölner Spiel hatte keine Ruhe und Übersicht mehr: sollte der Ball mal in unseren Reihen erobert werden, war er kurz darauf auch schon wieder verloren. Der FC verschanzte sich viel zu sehr in der eigenen Hälfte und hoffte auf einen Konter. Doch Hoffenheim nutzte das Kölner Durcheinander und sorgte für den Ausgleich in der 54. Minute durch ein Tor von Ba. Bei diesem Tor sah der Kölner Mondragon übrigens ziemlich schlecht aus.

Der fehlende Spielaufbau war wieder eines der Hauptprobleme der Kölner, das bloße Herausschießen des Balles aus der eigenen Hälfte machte das besonders deutlich. Standardsituationen brachten gar nichts mehr. Warum kann es nicht immer so gehen, so ein Spiel, wie in der ersten Halbzeit? Wir Kölner können doch offensiv spielen, das haben die Spieler uns in der ersten Halbzeit doch massiv gezeigt! Im weiteren Verlauf versuchte es Köln noch ansatzweise, das Spiel zu drehen, aber schaffte es nicht: Poldi (67.) scheiterte, sowie Petit mit einem Freistoss (73.) und Lanig alleine vor dem Hoffenheimer Keeper (78.) – den muss er eigentlich machen!
Der in der 81. Minute eingewechselte Freis rutschte auf dem Rasen aus und erlitt eine Schulterverletzung. Er wird uns mindestens für zwei Wochen fehlen. Ob eine Operation nötig ist, entscheidet sich erst Anfang der Woche, dann würde Freis jedoch zwei Monate ausfallen.

Mein FC hätte das Spiel gewinnen müssen und das bereits in der ersten Hälfte klar machen können. Hier gehen uns Kölnern wieder wichtige Punkte verloren, die wir später bedauern werden. Mit was für Problemen sich dagegen die Führung beim FC auseinandersetzt, zeigte uns der Kölner Manager Meier, der nach dem Spiel gegen Hoffenheim heftige Kritik an den Medien übte. Er schimpfte über einen „überdimensionalen Druck“ der Medien, der sich aufs Publikum und die Fans abfärbt. Laut Meier müsste mehr Wert darauf gelegt werden, „was hier geleistet wird“.  Was meint Meier? Fünf Punkte aus sechs Spielen? Vielleicht sollte der Kölner Manager eher mal seine eigene Position überdenken und überlegen, wieso er es zum Beispiel nicht geschafft hat, für 350.000 Euro einen Kagawa aus Japan zu holen! Auf Facebook gab es schon Anfragen von Kölner Fans, ob Calli den Job nicht übernehmen will. Doch der ist bereits ausfüllend in seinem Leben beschäftigt und hat dankend abgelehnt.

So grüßt kommenden Samstag wieder das rot-weiße Murmeltier – wir sehen uns, im Dreisamstadion!
 

Rotkäppchen


 

Text: Gastbeitrag

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