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Kolumne

Urlaub! Oder wo man sonst noch so Fehlentscheidungen treffen kann

Sonntag, 4. September 2011 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

So, lange genug Ferien gemacht. Sollte man meinen. Und dann könnte man doch noch mehr gebrauchen. Mehr Tage, in die man einfach so hinein lebt, mehr Hängemattenmomente, die einen lässig in entspannten Halbschlaf schaukeln, mehr guten Wein in lauen Nächten, mehr Barfußtage und mehr Meer. Ja, und unbedingt mehr Zeiten, in denen man nicht weiß, wo das Kind ist, und trotzdem entspannt sein kann.

So, lange genug Ferien gemacht. Sollte man meinen. Und dann könnte man doch noch mehr gebrauchen. Mehr Tage, in die man einfach so hinein lebt, mehr Hängemattenmomente, die einen lässig in entspannten Halbschlaf schaukeln, mehr guten Wein in lauen Nächten, mehr Barfußtage und mehr Meer. Ja, und unbedingt mehr Zeiten, in denen man nicht weiß, wo das Kind ist, und trotzdem entspannt sein kann. Denn wo soll es schon groß sein, zwischen Pinien und Waschhaus, Spielplatz und dem Zelt der Nachbarskinder?! Also zurück in unbeschwerte Zeit. Sofort bitte!

Wenn er dann arg so nagt, der Urlaubsblues, dann kommen sie mir in den Sinn, ganz ungefragt und traumzerstörend, die unlockeren Momente in dieser doch so lockeren Zeit. Die Momente, die ich doch so gut kenne und die, egal, wie weit man weg ist von zu Haus, irgendwie überall mit hinkommen. Weil ich das doch immer bin, Mutter und sicher und dann wieder nicht. Zwischen guter und Rabenmutter, bewertet von mir und zu oft ungefragt von außen. Überlasse ich Smilla für drei Stunden doch einfach der Zeltplatzgemeinde. Ist sie seit zwei Tagen doch schon mittenmang dabei, fühlt sich wohl und hat Spaß. Eine wohl zu locker gesteckte Absprache, die Vorstellung, ein Kind mehr sei kein Problem, solange ich es nicht zu Adoption freigebe und der Wunsch, einmal nur was für mich zu machen, reichen aus, Sprachlosigkeit auszulösen. Das Ergebnis ist – wie so oft – ein zufriedenes Kind und eine Mutter, die eigentlich das macht, was ihr Herz ihr sagt und uneigentlich das Gefühl nicht los wird, eine Rabenmutter zu sein.

Und dann frag ich mich, ob nur immer ich in diese Gute-Mutter-schlechte-Mutter-Fallen tappe. Oder ob das nicht allen Eltern so geht. Womit sich wiederum die Frage aufdrängt, warum Eltern für andere Eltern dann diesen vernichtenden Rabenmutterblick drauf haben.  Statt einfach mal anzunehmen, dass man als Eltern es doch irgendwie schon richtig machen möchte.

So wie Paul zum Beispiel. Der einen ganz tollen Urlaub hatte und natürlich davon ausgeht, dass seine liebste Freundin Smilla ganz sicher einen ebenso tollen Urlaub hatte. Die Frage „Smilla, hattet ihr auch ein Zelt mit einer Veranda?“ klingt dann nur logisch und dass er sich jeglichen Kommentar verkneift, als er von Smillas Igluzelt ohne Veranda, geschweige denn eigenem Nassbereich erfährt, rechne ich ihm wirklich hoch an. Einzig sein Pochen auf den allnächtlichen Sternenhimmel („Mit viel mehr Sternen als in Köln!“), den wir nur einen einzigen Abend zwischen all den Gewittern erleben konnten, war ein wenig penetrant und sicher nicht unbedingt Smillas und meinem Gefühl eines schönen Urlaubes zuträglich, wenn man als Mutter (oder als sonstiges soziales Wesen) eine Sache nicht beeinflussen kann, dann ist es das Wetter, sehr beruhigend. Also keine Rabenmutter-Vibrations von Seiten Pauls, ich weiß, warum ich mich gerne mit Kindern umgebe.

Und wenn ich jetzt mal einfach alles weglasse, alle Vorstellungen und Erwartungen, alle möglichen Fehlentscheidungen und Unsicherheiten, wünsch ich mich sofort zurück in die Hängematte zum Ausspannen und Mal-Nicht-Mitdenken, zum Sternegucken und Tochterkuscheln. Und wenn ich mal wieder ein Rabe bin, auch nicht schlecht, dann flieg ich halt `ne Runde übers Meer und betrachte die Dinge von oben. Und freu mich, denn so wichtig sind sie nicht!

 

 

Text: Kathrin Rindfleisch

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