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Kolumne

Von kleinen Klugscheißern und großen In-die-Windel-Machern

Sonntag, 1. August 2010 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Ich bin nicht Mausi. Ich bin doch Smilla!“ Oh ja. Ach so. Verzeihung.

„Ich bin nicht Mausi. Ich bin doch Smilla!“ Oh ja. Ach so. Verzeihung.
Noch keine drei Jahre ist es her, da habe ich dieses kleine Wesen in mir rumgetragen, es dann mit mir rumgetragen und jetzt das: zurechtgewiesen, verbessert, aufgeklärt. Meine Tochter Smilla hat sage und schreibe nur läppische zwei Jahre und zehn Monate gebraucht, es zu einer ausgebufften, waschechten Klugscheißerin zu bringen. Inklusive Empörungs-Betonung auf der letzten Silbe, versteht sich. Chapeau.

 
Und während ich das anfangs noch ganz niedlich und erst nach und nach ein wenig nervig fand, weil nichts Gesagtes mehr unkommentiert blieb, machte der liebe Paul mal klar: schlimmer geht`s immer! Denn, was ist schon ein wenig Kommentieren und Zurechtrücken meiner kruden Äußerungen – also quasi Passiv-Klugscheißen – gegen den Klugschiss aus dem Nichts? Seit der Weltmeisterschaft verteilt Paul z.B. ungefragt und fernab jeglicher Motivation Gelbe Karten. Und manchmal auch Rote. Oder Verzeihung, fernab der landläufig üblichen Motivation für die Verteilung Roter und Gelber Karten. Seine Motivation ist Sauce auf dem Nudelteller (Pauls Leibspeise ist nun mal Nudeln ohne Sauce), oder das Klettern auf Couchtische – Smilla hat schon zwei Gelbe deswegen kassiert, mal sehen, wann sie des Raumes verwiesen wird…
 
Paul ist damit nicht mehr allein Verbesserer, er zieht Konsequenzen (zugegeben, recht zweifelhafte, aber Konsequenzen) und schafft es damit in die Riege der Aktiv-Klugscheißer, in der sein Vater höchst selbst ganz vorne mitmischt. Damit wäre auch die Theorie wiederlegt, nach der Besserwissertum nicht vererbbar sei, aber das nur am Rande.
Mein Problem dabei ist ja gar nicht mal, dass Zweijährige mich eiskalt und immer wieder vorführen, denn das ist doch nicht so…“weißt Du das denn nicht?“ (und oft weiß ich das dann tatsächlich nicht…), mein Problem ist, dass sie mich vorführen und im nächsten Moment muss ich ihnen die beschissenen Windeln wechseln. Weißte, oben einen auf wichtigmachen und unten…!
 
Und damit rutsche ich ganz nonchalant in des Lieblings-Mütter-Thema der Mitte-End-2-Jährigen: die Reinlichkeitserziehung! „Und, ist deine schon trocken?“ Allerorten hört man sie fragen, betont lässig und gleichgültig „Ich mach da gar kein Thema draus.“ Schon passiert! Bei keinem anderen Thema rund ums zweijährige Kind kommt das große Tabu-Thema „Druck ausüben“ so in Fahrt wie bei der Windel-Topf-Debatte. Ich hörte von Müttern, die Tanten zu Rate zogen: `ne Stoppuhr und vier Klositzungen im Sitzzwang später und das Mädel ist trocken. Das Ergebnis ist schön, geradewegs beneidenswert angesichts miefendem Windeleimer und knapp dreijähriger Unterstützung der hiesigen Windelindustrie. Und trotzdem ist da ein fader Beigeschmack. Ein Kind aufs Klo setzen und mit `ner Uhr daneben stehend skandieren „Du kommst erst runter, wenn die 10 Minuten um sind!“ Schwierig. Meine Meinung. Vorstellung von Verstopfung mit 20. Oder übertragene Zwangshandlungen. Diese 10 Minuten Zwang, bleiben im Kopf hängen und können womöglich Einiges anrichten…“Noch 10 Minuten Händewaschen, dann bin ich sauber.“ 10 Minuten am Morgen zwanghaft auf dem Klo verbracht, können mitunter den Traumjob kosten, die anderen machen ihre Geschäfte schneller…
 
Aber vielleicht kommt`s ja auch so: Smilla: „Die Party heute ist nicht im B-Werk, sondern im Gebäude 10.“ Paul: „Rote Karte für`s Gebäude 10, kannste voll vergessen! Die haben keine Wickelmöglichkeiten und außerdem hat die Tussi an der Kasse mich beim letzten Mal ausgelacht, als ich danach gefragt habe. Da geh ich nicht mehr hin!“
 
…diese Verantwortung immer…

Text: Kathrin Rindfleisch

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