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Kolumne

Wieso Kinder, Putzen & ein Plan irgendwie nicht aufgehen…

Donnerstag, 10. Juni 2010 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Und dann war da noch das Putzen… Muss sein. Immer wieder auf´s Neue. Weils morgen wieder so aussieht, als hätt man das noch nie zuvor an dieser Stelle getan. Unverschämtheit eigentlich. Wo man doch die Kinder hat. Und ´nen Job. Und soziale Verpflichtungen. Tagaus tagein.
 

Und dann war da noch das Putzen… Muss sein. Immer wieder auf´s Neue. Weils morgen wieder so aussieht, als hätt man das noch nie zuvor an dieser Stelle getan. Unverschämtheit eigentlich. Wo man doch die Kinder hat. Und ´nen Job. Und soziale Verpflichtungen. Tagaus tagein.
 
Aber ich bin ja gewieft, geradezu kreativ, würd ich meinen! Und darum kombiniere ich – ganz Frau im Multitasking-Modus – einen Tag mit den Kindern, den gemeinsamen Einkauf einer Vollwertmahlzeit à la Dagmar von Cramm, den Jamie Oliver-Koch-Spaß im Anschluss und den Nachmittagsbesuch bei der befreundeten Familie samt selbstgemachter Erdbeer-Quarkspeise mit dem Bisschen-Putzen und Grad-mal-nass-Durch-Feudeln der 3 Zimmer-Wohnung mit links. Und zwischendurch bleibt auch noch Zeit für ´ne Milchschnitten-Pause… Hab ich so gedacht… heute morgen um halb acht… hatte ich in dem Zusammenhang eigentlich schon mal erwähnt, wie kurz die Nacht ist, wenn einem das pralle Leben schier um die Ohren fliegt…?!
 
Nun gut, am Ende dieses Tages weiß ich nun, das man die Selbstüberschätzung des Tagesanfangs gar nicht groß genug unterschätzen kann…! Denn Freunde, was soll ich sagen, die Wahrheit sah doch so aus: „Kinder, geht doch in den Hof spielen, Mama muss hier putzen.“ „Au ja!“ 5 gefühlte Sekunden und in Wirklichkeit eine abgestaubte Kommode später: „Mamaaaa! Du sollst mitpielen!“ „Nein, Mama muss putzen.“ (Fairerweise muss man dazu sagen, dass die beiden gar nicht wissen, was ich damit meine, so selten kommt dieser merkwürdige Satz über Mamas Lippen…)
5 Schreiattacken – und zwar jeweils von Paul UND Smilla – und eine Aufräumeinheit später – und zwar der vor 3 Schreiattacken rausgerissenen Legosteinen – legt mir Paul ´ne dreckige Matte vor die Füße. Mitten ins Wohnzimmer. Wie ´ne Katze ´ne Maus. „Paul! Von wem ist DIE denn?!“ „Von Frau Esser.“ Ach so. Na denn. WAAAAHHHHH!!!!
 
Ruhig Blut. Zwei Sachen: wie gut, dass ich noch nicht gefeudelt habe. Und, Kulturpessimsiten aufgepasst: WIR kennen unsere Nachbarn! Mehrparteienhaus, Großstadt, hohe Fluktuation. Wir kennen nicht nur unsere Nachbarn mit Namen, auch ihre Matten sind uns ein Begriff. Und herzlich willkommen. Zumindest so lange noch nicht DURCHGEFEUDELT IST!!!!!!

Da ich hier eh schon ALLES raushaue, nun also auch das noch: in meinem morgendlichen Leichtsinn hab ich tatsächlich alles bereit gemacht zum Feudeln. Nass. Komplett. Alle Zimmer. Was das bedeutet, muss ich einer ordentlichen Hausfrau (wieso ich an dieser Stelle jetzt so kleinlich nur eine Hälfte der Bevölkerung anspreche, weiß ich auch nicht…) ja nicht erzählen: in der Küche: Stühle hoch, im Kinderzimmer: auf dem Boden befindliche Gegenstände hochstellen (sprich, den Zimmerinhalt einmal komplett anheben, da selbstredend ALLES auf dem Boden steht, damit die lieben Kleinen auch jederzeit ran können, an IHRE Sachen…!!!), im Bad: Alles in die Badewanne… Und jetzt bitte mal raten, welcher Fußboden der von mir genannten Räume heute einen Feudel zu spüren bekommen hat. Ich meine nass???!!!
 
Schreiende Kinder, genervte Mutter, chaotische Wohnung (und ich dache, VORHER sei sie schmutzig gewesen…!), schnell zum PLUS, Nudeln, Ketchup, Nachtisch: Kekse! Was soll ich sagen, wenn das Leben ein Klacks und Kinder nicht das Nervenkostüm eines Feuerschluckers verlangten,  wäre es erstens ganz schön langweilig und gäbe es zweitens einfach zu viele Kinder. Ja, und wo kämen wir da denn hin? Keine Fußmatte läge mehr vor ihrer angestammten Haustür, Nudeln mit Ketchup wäre Nationalgericht und Nass-Feudeln würde als völlig überbewertet, da halt- und zwecklos, in die Geschichte eingehen…. Hmmm, wieso kommt mir dieses Scenario dann trotzdem so bekannt vor…?!
 
Ach, und noch was: das Schlimmste an diesem Tag war übrigens die Sache mit dem Apfel: inmitten des Chaos, zwischen Tischabwischen und Nachtisch mischen, fragen Paul und Smilla nach einem Apfel. Kein Scherz. Nicht nach Plätzchen, Eis und Schokotorte, NEIN, nach einem APFEL!!! Und was hat die Mutti nicht im Haus? Na?! Feudel-Queen und Spüli-Girl?!? Auf meine entschuldigende Ansage hin, gleich Äpfel zu kaufen, nehmen sich die beiden kleinen Teufel allen Ernstes zwei Plastikäpfel und laufen demonstrativ genüsslich kauend durch die Wohnung. Gefühlte zwei Stunden, tatsächliche fünf Minuten, in denen mein Rabenmutter-Schlechtgewissen Kopfstand macht und lauthals singt. Irgendwas von ´nem sinkenden Schiff und alles im Griff, aber das versteh ich nicht richtig, wegen der herzzerreißenden Schmatz-Geräusche derer, die so leidend Gesundes entbehren…!

 

Text: Kathrin Rindfleisch

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