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Südstadt

Zoch mit Suchtpotential

Mittwoch, 8. Februar 2023 | Text: Reinhard Lüke | Bild: Nora Koldehoff / Astrid Hage

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Wieder alles wie früher. Nach zwei Jahren Corona-Pause gibt’s wieder Karnevalsumzüge in der Südstadt. Schull- und Veedelszug am Sonntag, Rosenmontagszug und zum Finale tags darauf den Südstadtzug. Diesmal unter dem Motto: „mir sin all widder do“. Es gibt nicht wenige Bewohner des Viertels, die letzteren für den eindeutig schönsten und letztlich einzig relevanten halten.

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Die närrischen Touristen haben die Stadt wieder verlassen, man kennt viele Menschen im und am Zug und steht zum Abschluss gern noch für zwei bis zwanzig  Kölsch mit Freunden und Bekannten zu den Klängen der Stunker-Hauskapelle Köbes Underground auf dem Platz An der Eiche. Man ist quasi unter sich. Und manche stimmen dann irgendwann noch voller Inbrunst in „En unserem Veedel“ an und meinen das völlig ernst. Zumindest an diesem Dienstag.

Anstehen fürs Kölsch

Der Südstadtzug ist schön, macht aber viel Arbeit. Auch wenn das bunte Treiben auf den Straßen bisweilen wie ein notdürftig betreutes Chaos anmutet, steckt dahinter jedoch einiges an organisatorischem Aufwand. Zumal der Zug durch eine Vielzahl von neuen oder gewordenen Gruppen in den letzten Jahren immer länger geworden ist.

Auch in diesem Jahr wird das Spektakel von der AG-Südstadtzug, von Ralf Rohrmoser-von Glasow und Hans Mörtter organisiert, und Walther Mertel hat einmal mehr das Plakat zum Zug  gestaltet. Diesmal sind rund 60 Gruppen mit bis zu 3000 Teilnehmern dabei. Da sich die Stärke der einzelnen Gruppierungen zwischen 10 und 500 Personen bewegt, reicht die Wormser Straße zur Aufstellung des Zuges längst nicht mehr aus. Weshalb nun auch in Loreleystraße angestanden werden muss, bis es losgeht. Und bei diesen Dimensionen ist klar, dass die letzten Teilnehmer noch auf ihren Start warten, während die sich ersten längst An der Eiche das Kölsch schmecken lassen.

Organisatoren-Dreigestirn (v.l.): Walther Mertel, Hans Mörtter und Ralf Rohrmoser-Glasow (Foto: Astrid Hage)

Gänsemarsch verhindern!

Unter den Gruppen sind auch 2023 wieder zahlreiche KITAS und Grundschulen, Karnevalsvereine und allerlei Einrichtungen aus der Südstadt. Auch Narren von der SPD und den Grünen werden mit im Zug sein. Für die Teilnahme muss jede Gruppe, egal wie groß, 50 Euro berappen. Womit allerdings längst nicht alle Kosten gedeckt sind. Denn die belaufen sich, wie Ralf Rohrmoser-von Glasow bei einem Vorbereitungstreffen Ende Januar erklärte, auf rund 8000 Euro. Dass der Betrag dennoch aufgebracht werden kann, ist zahlreichen Sponsoren zu danken. Ein Großteil des Geldes geht für die vorgeschriebenen professionellen 60 Ordner drauf, die die erforderlichen Straßensperrungen vornehmen und sicherstellen sollen, dass der Zug ohne allzu viele Hindernisse seinen Weg über Merowingerstraße, Chlodwigplatz, Severinstraße und Hirschgässchen nehmen kann. Zu den Profis kommen noch zahlreiche ehrenamtliche Ordner, die von den einzelnen Teilnehmergruppen gestellt werden. Deren Job ist es in erster Linie, dafür zu sorgen, dass der Zug auch zieht, Staus und große Lücken unterbinden und verhindern, dass die Teilnehmer im Gänsemarsch unterwegs sind.

Weniger ist mehr

Was da an Wurfmaterial unters Volk gebracht wird, ist den einzelnen Gruppen überlassen. Fair produzierte Kamelle und Strüßjer wären ideal, sind aber auch entsprechend teuer. Um zumindest den Restmüll einzeln verpackter Süßigkeiten zu vermeiden, ist man bei der Comedia dazu übergegangen, den Inhalt großer Säcke auf einzelne Papiertüten zu verteilen. Süße Tüten kennen und lieben die Kids schließlich aus den Kiosken. Grundsätzlich, so Hans Mörtter, sollte beim Wurfmaterial der Grundsatz gelten: „Weniger ist mehr“.

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Natürlich war auch der Südstadtzug mal weniger. Viel weniger. Lange Zeit bestand der Umzug lediglich aus ein paar Stammtisch-Karnevalisten, die mit Bollerwagen fröhlich durchs Viertel zogen. Die geworfenen Kamelle passten locker in eine Jackentasche, und nach fünf Minuten war das Spektakel auch schon wieder vorbei. In seiner heutigen Form gibt es den Südstadtzug erst seit 1998, nachdem sich ein paar Macher der Stunksitzung der Sache angenommen hatten. Und seitdem ist der Zug Jahr für Jahr gewachsen. Für Hans Mörtter nicht verwunderlich. „Da mitzugehen, macht einfach süchtig“, weiß der Pfarrer im Unruhestand aus Erfahrung.

Text: Reinhard Lüke

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