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Kolumne

Zweite Liga – Wir sind auch dabei.

Montag, 6. Mai 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Die Devise am Samstag hieß: Alle in Rot nach Bochum. Die Stimmung war super – über 8000 FC-Fans reisten in roten Shirts zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln zum Vfl Bochum. So auch ich. Es gab nur ein winziges Problem. Mein Freund Martin hatte uns Karten in der Stehkurve der Bochumer Fans besorgt. Das bekannte „Kommunikationsproblem“ zwischen Männern und Frauen bedeutete für mich in diesem Fall, mit einem mulmigen Gefühl zwischen all den blau-weißen Fußballfans möglichst geräuschlos meine Geißböcke anzufeuern. Die Stimmung im Stadion war jedenfalls super, die rote Wand aus FC-Fans stand komplett in der Westkurve (leider ohne mich), und als zu Beginn des Spiels Herbert Grönemeyer („Bochum“) gespielte wurde, bekam auch ich eine Gänsehaut.

 

Trainer Stanislawski brachte mit Ujah nur eine Spitze gegen Bochum und setzte auf Chihi anstatt „Pritsche“ in der Startelf. Keine gute Entscheidung dachte ich, denn so oft wie sich Chihi in den ersten zwanzig Minuten des Spieles fallen ließ – das grenzte schon an fremdschämen.

Die Devise am Samstag hieß: Alle in Rot nach Bochum. Die Stimmung war super – über 8000 FC-Fans reisten in roten Shirts zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln zum Vfl Bochum. So auch ich. Es gab nur ein winziges Problem. Mein Freund Martin hatte uns Karten in der Stehkurve der Bochumer Fans besorgt. Das bekannte „Kommunikationsproblem“ zwischen Männern und Frauen bedeutete für mich in diesem Fall, mit einem mulmigen Gefühl zwischen all den blau-weißen Fußballfans möglichst geräuschlos meine Geißböcke anzufeuern. Die Stimmung im Stadion war jedenfalls super, die rote Wand aus FC-Fans stand komplett in der Westkurve (leider ohne mich), und als zu Beginn des Spiels Herbert Grönemeyer („Bochum“) gespielte wurde, bekam auch ich eine Gänsehaut.

 

Trainer Stanislawski brachte mit Ujah nur eine Spitze gegen Bochum und setzte auf Chihi anstatt „Pritsche“ in der Startelf. Keine gute Entscheidung dachte ich, denn so oft wie sich Chihi in den ersten zwanzig Minuten des Spieles fallen ließ – das grenzte schon an fremdschämen. Und doch war ich im Unrecht, denn ausgerechnet der scheinbar von Fallsucht geprägte Spieler machte das 1:0 (30.) für Köln. Chihi traf aus 14 Metern nach einer Flanke von Brecko, der nach dem Spiel seinen Verbleib beim FC bekannt gab. Natürlich jubelte ich teilnahmslos zwischen all den „Faber“, „Kik“ und „Netto“-Trikots neben mir. Dabei gaben die Bochumer alles nach vorn, erkämpften sich Bälle, blieben aber ungefährlich vor dem Tor. Mir war klar, dass der Schuss nach hinten losgingem, falls mein FC jetzt nicht nachlegen würde – das Ergebnis zu verwalten war hier nicht drin.

Bochum drängte nach der Halbzeitpause mit eisernem Willen auf den Ausgleich, aber unsere Abwehr stand. Aufregung gab es in der 56. Minute, als plötzlich ein zweiter Ball auf dem Rasen rollte und so einen Bochumer Angriff jäh unterbrach. Natürlich schimpften alle wie die Kesselflicker. Doch nein, das waren keine FC-Fans, sondern ein Bochumer Balljunge mit Abstimmungsproblemen. Ab der 60. Minute flachte das Spiel meiner Geißböcke plötzlich und unerwartet ab. Waren das etwa Konditionsprobleme? Oder demonstrierten meine Geißböcke ihren Nichtaufstiegswillen? Allzu sichtbar war, die Qualität der Spieler reicht einfach nicht für Liga eins. Keinerlei Ideen mehr im Spielaufbau, aber auch Unstimmigkeiten bei den Laufwegen. Da wurde auch schon mal ein Pass ins Nirwana nach vorn gespielt. Nach einer Standardsituation der Bochumer köpfte Dedic den Ball aus sechs Metern zum 1:1 ins Tor (65.). Zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. Das größte Kölner Problem: die schwache Chancenverwertung: Lehmann (71.), Bröker (71.) und Clemens (74.) trafen nicht ins Netz. Flanken von Geißbock Clemens landeten eher bei Gegen- als bei Mitspieler. Was war nur los? Stani holte aus zum Doppelwechsel (78.), Pritsche kam für Bröker und Jajalo für Clemens. Keine Zwei Minuten später traf der Bochumer Abwehrspieler (!) Maltritz zur Führung: 2:1 (80.) und Endstand. Was für eine schlechte Zuordnung meiner Geißböcke bei beiden Standardsituationen. Was ja auch zu den Gegentoren führte. Wie kann der Bochumer Maltritz direkt am Pfosten zu so einem Kopfball kommen? Dass Trainer Neururer das immer wieder gern mit seinen Spielern trainiert, ist doch überall bekannt. Als kurze Zeit später Stanislawski Geißbock Maierhofer (84.) einwechselte, war für mich das Spiel endgültig beendet. Ein Bochumer Fan raunte mir zu: „Ganz Bochum zittert – der Major betritt den Platz“. In meinem Kopf dagegen schwirrte: „Wer in der falschen Kurve steht, braucht sich über Hohn und Spott nicht zu beklagen“.

 

Meine Geißböcke stehen damit wieder auf dem 4. Tabellenplatz, mit 4 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Dann werden wir uns an weitere Sonntagsspiele zu ungewohnten Zeiten (13:30 Uhr) gewöhnen müssen. Wirklich enttäuscht bin ich nicht, dafür gab es zu viele Auf und Abs in dieser Saison. Und irgendwie konnte sich mein FC auch die ganze Saison über nicht entscheiden, welchen Weg er wirklich einschlagen wollte. Wiederaufstieg? Oder doch der Zwei-Jahres-Plan? Oder vielleicht sogar ein Fünf-Jahres-Plan? Eine wirklich junge Truppe kam ja auch nicht zustande. Wahrhaftig erstklassig in Köln sind derzeit einzig und allein die FC-Fans.

 

Am kommenden Sonntag bestreiten meine Geißböcke gegen Hertha BSC Berlin ihr letztes Heimspiel in dieser Saison. Dann wollen sie für ihre Fans alles geben. Ich bin gespannt.

Rotkäppchen

 

Text: Gastbeitrag

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