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Lunch Time

13.07.2017 – Füll DICH auf, nicht die Plastikwelt

Donnerstag, 13. Juli 2017 | Text: Jasmin Klein

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Wer sich nur einmal einen Film darüber angeschaut hat, wie omnipräsent Plastik im Meer ist, kann nicht mehr guten Gewissens in Plastik verpacktes Obst und Gemüse oder Wasser in Plastik

Wer sich nur einmal einen Film darüber angeschaut hat, wie omnipräsent Plastik im Meer ist, kann nicht mehr guten Gewissens in Plastik verpacktes Obst und Gemüse oder Wasser in Plastikflaschen kaufen. Man kauft es letztendlich doch und trägt es gegen 10 Cent Aufpreis in einer Plastiktüte nach Hause, wo sich Dutzende Taschen und Körbe stapeln, die man aber nie dabei hat, wenn man spontan einkaufen geht.
 Es gibt immer Menschen, die ihr Leben radikaler ändern als andere. Die Hamburgerin Stephanie Wiermann gehört zu ihnen. Sie hat eine Webseite erstellt zum Thema plastikfreier-leben.de. Hier gibt sie Alltagstipps und unterstützt unkompliziertes Netzwerken derer, die sich auch gerne mit weniger Plastik in ihrem Alltag umgeben würden.
Die nächste Herausforderung, der sie sich stellte: warum kauft man, wenn man durstig durch die Stadt läuft, eine Plastikflasche, die man Minuten später wieder wegwirft? Warum besorgt man sich nicht eine Mehrwegflasche oder ernennt eine Einwegflasche zur Dauerflasche? Und die kann man sich doch einfach, wenn man unterwegs ist, in Läden kostenlos auffüllen lassen? Warum sollte das nicht gehen?
 Wer das schon mal probiert hat, macht unterschiedliche Erfahrungen. Es gibt Geschäfte, die sehen darin keinen (wirtschaftlichen) Sinn. Die Unternehmen, die diese Grundidee unterstützen, dürfen sich ab jetzt bei Refill Köln melden. Sie erhalten einen Aufkleber, den sie gut sichtbar an ihre Geschäfte kleben. So weiß jeder, der seine Flasche auffüllen will: hier bin ich willkommen, hier darf ich meine Flasche mit Leitungswasser auffüllen.
Je mehr Stationen es in der Stadt gibt, umso größer wird die Nachfrage, umso geringer der Plastikflaschenverbrauch. Die Parole lautet: Hab‘ deine Trinkflasche dabei! Trinke genug Wasser! Lebe gesund! Schütze die Umwelt! Spare Geld!
Wie man selbst Refiller werden kann? Man besorgt sich einen Aufkleber, klebt ihn gut sichtbar ans Fenster, schickt eine E-Mail an hi@refill-koeln.de mit der Adresse, Website und den Öffnungszeiten und füllt bei Nachfrage das Wasser nach. Aufkleber ordert man hier.
Mit Essen klappt das noch nicht. Da müsst Ihr keine Aufkleber suchen. Ich gebe Euch hier die Tipps, wo Ihr Euern Magen mit Leckereien refillen könnt. Einen guten Appetit wünscht Euch Jasmin

Long Island Restaurant & Bar: Chefkoch Alen Radic bietet Euch diese Woche z.B. für vorneweg einen kleinen, gemischten Salat für 4,50 € oder die Tagessuppe  für 5,00 €. Satt wird man mit Ceasar Salad mit Teriyaki-Rind und Avocados (12,50 €) oder leckerer Forelle im Ganzen gebraten mit geschmorter Tomate und Fenchel (14,50 €). Wer mittags richtig Bock auf Fleisch hat, der bestellt Burger oder Steak mit Pommes Frites  für 14,50 €. Zum Nachtisch passt noch  Apple Crumble mit Vanilleeis (6,50 €). Wer nicht viel Zeit hat, nimmt ein Sandwich mit Rinderbrust, Remoulade und Mixes Pickles (7,50 €) oder einen Wrap mit Shrimps, Avocado, Romana-Salat, Papaya und Mango (8,50 €). Long Island.Restaurant & Bar, Agrippinawerft 30, 50678 Köln

 

Onkel Lillo Café & Bistro: Ab sofort gibt es bei Onkel Lillo (in Gedenken an Calogero Spatola, genannt Onkel Lillo, den Padronen des Südstadt-Lokals Teatro) täglich Business Lunch, Lavazza Espresso aus ganzen Bohnen, einen Aperitif und viele anderen italienischen Köstlichkeiten. Den Business-Lunch (Il Pranzo) diese Woche gibt es in zwei Ausführungen: Lasagne (8,90 €) oder Linguine mit Champignons und Pute (10,90 €). Zu beidem gibt es einen kleinen Salat, und entweder eine Panna Cotta oder einen italienischen Espresso. Noch mehr gibt es auf der Wochenkarte. Pizza della Casa zum Beispiel mit italienischem Mozzarella und gehobeltem Parmesan, Rucola und Parmaschinken. Warum die Gäste von Onkel Lillo so gern Zeit in den modernen, neu renovierten Räumen in der Rolandstraße verbringen? – Weil sie die italienischen Hochgenüsse mit Leidenschaft leben, servieren, zelebrieren! Onkel Lillo, Rolandstr. 9, 50677 Köln

 

Restaurant Kabul: Das erste afghanische Restaurant Kölns findet man in der Elsaßstraße. Seit 2004 verwöhnt Suleiman Samae hier seine Gäste in dem kleinen Restaurant. Schon beim Eintreten in den Gastraum, in dem 30 Gäste sitzen können, wird man von ihm herzlich empfangen. „Die Menschen kommen als Gäste und gehen als Freunde“, betont Samae seine Philosophie. Besonders am Herzen liegt es ihm, den Menschen die afghanische Küche näherzubringen und sie auf sie neugierig zu machen. Denn nur jeder zehnte Gast kann sich beim ersten Besuch überhaupt etwas darunter vorstellen. Montags bis freitags gibt es von 12-14:30 Uhr wechselnde Gerichte, immer vegetarisch oder mit Fleisch (z.B. Hackfleischbällchen mit Linsen, Teigbällchen, Hähnchenspieß mit Reis) – zum Kennenlernpreis von sagenhaften 5 €. Und alle Gerichte kann man auch zum Mitnehmen bestellen. Restaurant Kabul, Elsaßstraße 32, 50677 Köln

 

Nale – In dem kleinen romantischen Restaurant an der Darmstädter Straße darf man sich immer gerne überraschen lassen. Zum Beispiel von Rinderhack-Curry mit Grillgemüse und Jasminreis nach Ceylon-Art (6,90 €) oder von der Healthy-Life-Bowl mit Salat, Quinoa, Süßkartoffel, Rote Bete, Cranberries und Kürbiskernen (extra Feta 0,50 €,  6,50 €). Außerdem gibt es täglich Gemüsequiche – Täglich wechselnd, immer lecker! 4,50 €. Das schmeckt so lecker, wie es sich liest. Und ansonsten ist die Tageskarte wieder voll mit allerlei Leckereien, die man auch mitnehmen kann. Nale – Café und Bistro, Darmstätter Straße 19, 50678 Köln

Capricorn i Aries: In dem französischen Restaurant kann man sich wunderbar auch tagsüber von dem Können der Küche überzeugen lassen. Ihr wählt einfach aus der Mittagskarte die besten Steak Frites der Welt (24 €), die Schnecken in Café de Paris Butter (11 €) oder den gratinierten Ziegenkäse mit Thymianhonig (9 €).  Das 3-Gänge-Menü gibt es für 24,50 €. Es gibt je drei Möglichkeiten für den Gang. Eine Variante wäre gebeizter Lachs und Rilette vom Lachs mit Kräutersauce als Vorspeise, gefolgt von Coq au vin mit Wurzelgemüsen und zum Abschluss marinierte Mango mit Creme Chantilly. Dazu einen Riesling Wolkentanz für 6,50 € oder einen schönen Rosé für 7 €. Tischweise kann man auch das Überraschungsmenü für 33 € pro Person wählen. Da gibt es … psst, ist ja eine Überraschung. Capricorn i Aries Brasserie, Alteburger Straße 31, 50678 Köln

 

Wagenhalle: In der ehemaligen Halle für Feuerwehrautos könnt Ihr zwischen zwei täglich wechselnden Menüs wählen. Heute bekommt Ihr Rote Linsensuppe mit Croûtons und Cassisessig als Vorspeise und Schweineschnitzel mit Rahmkartoffeln, Röstzwiebeln und Salat als Hauptspeise (inkl. Getränk für 12,50 €). Oder Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat (11,00 €). Man kann natürlich auch á la carte bestellen: Flammkuchen mit Kräuterschmand, mariniertem Spitzkohl, rote Zwiebeln und Schafskäse für 12,50 € oder Entrecôte vom Eifler Weiderind (ca. 300 Gramm) mit Kräuterbutter, Röstzwiebeln und Blattsalat für 24,80 €.
Sonn- und feiertags wird übrigens von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr festlich gebruncht, für 24 € inklusive eines Heißgetränks oder eines Glases Sekt. Wenn die Sonne scheint, solltet Ihr Euch raussetzen: eine wunderbar großzügige und elegante Außengastronomie im Hinterhof. Wagenhalle, Vondelstraße 4-8, 50677 Köln

 

FILOS: Hier ist die Küche vielseitig, hochwertig und immer frisch. Jeden Tag sorgt der kölsche Grieche Costa für ein neues Mittagsangebot für 9,90 €. Enthalten ist eine Vorspeise, eine Hauptgericht und ein alkoholfreies Getränk (0,3l) Eurer Wahl. Heute bekommt Ihr zuerst Tomatensuppe und wählt anschließend zwischen gefüllte Paprika mit Hack (Rind und Lamm) und Reis an Salatbouquet und Nürnberger Würstchen mit Ofenkartoffeln. Ihr könnt natürlich auch aus der umfangreichen Tageskarte aussuchen. Bratwurst mit Creme Champignons, Bratkartoffeln und Blattsalaten (8,50 €) zum Bespiel. Oder Gnocchi in Salbeibutter mit Tomatensalsa (7,50 €). Bei schönem Wetter auch mit schöner Außengastronomie. Man kann hier online reservieren. Filos, Merowinger Straße 42, 50677 Köln

 

Bäckerei Mauel 1883 (Filiale Rheinauhafen) – Im Rheinauhafen gibt es einige Restaurants mit Businesslunch, aber nur einen Bäcker mit Mittagessensangebot. Wer schon einmal um die Mittagszeit hier vorbei spaziert ist, zweifelt keinen Moment daran, dass es hier was Leckeres zu essen geben muss. Heute gibt es wieder verschiedene Eintöpfe , wie die vegane Karotten-Kokos-Ingwer-Creme (4,50 €) oder Linseneintopf mit Speck (4,50 €), oder Gulaschsuppe (4,50 €). Für mehr Hunger stehen heute Spätzle mit Hack (6,50 €) und veganes Bami Goreng (6,50 €) auf dem Programm. Täglich bietet die Küche Kartoffelsalat mit Frikadelle oder Bockwurst/Mettwurst für schmale 5,25 € an, die Version mit paniertem Hähnchenbrustfilet gibt es für 5,95 €. Die Quiches kommen veggie in Spinat-, Brokkoli- oder Thunfischvariante für 2,35 €. Einen leckeren Nachtisch gibt hier sowieso. Auch ein Käffchen zum Abschluss darf nicht fehlen. Von 12-15 Uhr gilt das Mittags-Angebot. Aber leckere Kuchen, Teilchen und Kaffee gibt es hier während des ganzen Tages. Mauel 1883 – Filiale Rheinauhafen, Im Zollhafen 22, Rheinauhafen

 

Vringstreff: In der Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Wohnung, unterschiedlicher Religionen und Kulturen im Herzen der Kölner Südstadt gibt es zwischen 12 und 14 Uhr lecker Mittagessen. Heute bekommt Ihr Fischfilet „Bordelaise“ mit Schwenkkartoffeln und einem Mais-Gurkensalat (2,40 € / 5,- €) oder Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln (2,40 € / 5,00 €). Zum Dessert gibt es Coupe Danmark (Vanilleeis mit Schokoladensauce) (€ 1,20/€ 2,00). Hier wird ohne Alkohol gekocht! Zur Kaffeezeit ab 15 Uhr duftet es nach selbstgebackenem Kuchen, zu dem Cappuccino, Espresso oder Tee gereicht werden. Vringstreff e.V., Im Ferkulum 42, 50678 Köln

Naturmetzgerei Hennes: Seit 1.10.2015 wird die Natur-Metzgerei Hennes vom Naturverbund betrieben. Edmund Hennes begleitet seine aus Altersgründen eingeleitete Übergabe mit dem erfahrenen Team neben Geschäftsleiter Aristidis Selalmazidis. Die Redaktion der Genusszeitschrift „Feinschmecker“ hat die Metzgerei auf der Severinstraße zu den besten Metzgereien Deutschlands 2015 gewählt. Das Naturfleisch wird seit über 25 Jahren beim Naturverbund Niederrhein in Wachtendonk bezogen. Aktuell sucht die Filiale in der Severinstraße 20 Verstärkung: in der Produktion einen Metzger-Meister oder Gesellen mit Leidenschaft und gerne Praktikanten/Auszubildende, die das Handwerk auf hohem Niveau kennenlernen möchten. Naturmetzgerei Hennes, Severinstraße 20, 50678 Köln

 

Bäckerei Mauel 1883 (Filiale Severinstraße) – Die Traditionsbäckerei auf der Severinstraße ist der Treffpunkt vieler Südstädter. Das große Café lädt einfach zum Kaffeeklatsch ein. Schön, wenn dann die Produkte auch noch von so hoher Qualität sind: Keine Fertigteige, keine Tiefkühlbrötchen – alles wird selbstgemacht, sogar die Marmeladen. Wer gerne mal mittags was auf die Hand nimmt oder nur kurz verweilen möchte, ist hier genau richtig: bei einer leckeren Auswahl an belegten Brötchen, Kartoffelsalat mit Frikadelle, Teilchen, Kuchen und Sahnetörtchen ist für jeden was dabei. Und jetzt gibt es auch frische Waffeln mit Kirschen und Sahne. Mauel 1883 – Filiale Severinstraße, Severinstraße 38, 50678 Köln

 

 

PS: Wer Geschichten aus dem Veedel für unseren Lunch-Newsletter hat, kann uns einfach eine Mail schicken: redaktion@meinesuedstadt.de

 

Text: Jasmin Klein

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