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Kolumne

„Anna, ming Droppe“ – Der 10. Spieltag

Montag, 7. Oktober 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Meine Geißböcke! Nix für meine Nerven! Zwei verschossene Elfmeter! Und dann noch die bessere Mannschaft auf dem Platz und in Rückstand geraten. Um im „Last-Minute-Verfahren“ drei Punkte aus Karlsruhe mitzunehmen. Was für ein Fußballspiel! Was für ein FC! Dieser Samstag kostete mich all meine noch verbliebenen Nerven. Zuletzt vergaben Engels und Allofs im November 1984 für den FC zwei Strafstöße innerhalb von neun Minuten. Die Kölner Paarhufer reisten zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe und erinnerten sich vor allem an all den vergangenen Glanz des Aufsteigers: der alte KSC im Wildparkstadion mit Winnie Schäfer, Oliver Kahn, Jens Nowotny und Mehmet Scholl. Das waren noch Zeiten!

Meine Geißböcke! Nix für meine Nerven! Zwei verschossene Elfmeter! Und dann noch die bessere Mannschaft auf dem Platz und in Rückstand geraten. Um im „Last-Minute-Verfahren“ drei Punkte aus Karlsruhe mitzunehmen. Was für ein Fußballspiel! Was für ein FC! Dieser Samstag kostete mich all meine noch verbliebenen Nerven. Zuletzt vergaben Engels und Allofs im November 1984 für den FC zwei Strafstöße innerhalb von neun Minuten. Die Kölner Paarhufer reisten zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe und erinnerten sich vor allem an all den vergangenen Glanz des Aufsteigers: der alte KSC im Wildparkstadion mit Winnie Schäfer, Oliver Kahn, Jens Nowotny und Mehmet Scholl. Das waren noch Zeiten!

 

Beim Thema Zeiten fallen mir allerdings tausende Gründe ein, was gegen einen Verbleib meiner Geißböcke in Liga Zwei sprechen würde. Zum Beispiel „Folter-Anstoßzeiten“ – also ein Anpfiff, wenn die Südstadt gerade mal aufsteht und sich „Guten Morgen“ sagt. Doch galt es dies am Samstag noch zu toppen: Leichter Nieselregen in Karlsruhe und eine nicht überdachte Gästekurve, das alles Samstagmittags um 13 Uhr. Was will das Fußballerherz mehr? 

 

FC-Trainer Peter Stöger vertraute jedenfalls der gleichen Elf, die zuletzt den 1:0-Sieg in Aalen eingefahren hatte. Mein FC war klar die überlegenere Mannschaft auf dem Platz. Doch schien es, Treffer wollte mein FC gegen den „großen alten“ KSC nicht erzielen. Hector spielte mit Helmes einen schönen Doppelpass, doch der Stürmer traf trotz kurzer Distanz nur das Aluminium (9.) Ebenso als Geißbock Helmes mit der nächsten großen Chance allein vor Keeper Orlishausen auftauchte (15.) – dieser aber geschickt parierte. Die Geißböcke Risse und Helmes wollten sich im Spiel gegen den KSC wohl selbst übertreffen. So viel Achtung, Respekt oder auch übersetzt „Fairplay“ im Fußball. Das überzog dann derartige Grenzen, dass Risse und Helmes jeweils beide einen Elfmeter verschossen. Denn die dicksten Pfosten der Liga stehen bekanntlich ja in Karlsruhe. Nach einem Foul von Keeper Orlishausen an Ujah im Strafraum (41.) schnappte sich Risse das Leder und traf an die Latte. Kaum drei Minuten später gab es erneut einen Elfmeter für Köln. Der unparteiische Schiri Zwayer reklamierte ein angebliches Handspiel nach einem Freistoß von Helmes. Ziemlich umstritten. Wollte Schiri Zwayer heute so lange auf Elfmeter pfeifen bis der Ball drin war? Doch Helmes zielte den Ball an denselben Pfosten, der ihm schon in der 9. Minute im Weg stand. Klasse Einsatz! Neben mir nickte ein Fan zustimmend: „Eine faire Geste von Helmes, den zu verschießen“.

 

Pah, Wer braucht schon Elfmeter, um Spiele zu gewinnen?! Was sonst noch fehlte, waren laute Sprechchöre. Während des Spiel waren die Fangesänge relativ verhalten, jedoch nicht wegen der vielen liegen gebliebenen Möglichkeiten der Geißböcke, sondern weil Ultras aus Protest das Stadion verlassen hatten. Aufgrund polizeilicher Maßnahmen gegen FC-Fans kam es im Umfeld zu Auseinandersetzungen zwischen Kölnern und der Polizei. Während die Polizei FC-Fans Sachbeschädigungen und Angriffe auf Polizeibeamte vorwarfen, beklagten einige Kölner Fans ein unverhältnismäßiges Vorgehen seitens der Polizei gegen die Anhänger. Schon vor Beginn des Spiels wurden Fans in Gewahrsam genommen und nicht ins Stadion gelassen. Schade, dass es immer wieder zu solchen Auseinandersetzungen kommt.

 

In der zweiten Halbzeit sollte es ein noch bizarreres Spiel werden. Keeper Horn bewahrte seine Elf kurz nach der Pause vor einem Rückstand (50.) – sah aber Minuten später ziemlich schlecht aus, als van der Biezen den Ball zum ins Tor traf (52.). FC-Trainer Stöger reagierte sofort und brachte Peszko für Gerhardt. Es folgten weitere Angriffe auf das Aluminium. Erst scheiterte Ujah mit dem Kopf (55.) – als wir endlich von Helmes erlöst wurden (59.). Nach einer Hereingabe von Peszko traf er ins lange Eck und zum Ausgleich 1:1! Gelegenheiten gab es am laufenden Band: von Halfar (66.), Peszko (69.) und Ujah (74.) – doch leider mit null Trefferquote. Erst ein „Verstolperer“ von Brecko brachte den gewünschten Erfolg. Er wurschtelte sich irgendwie in den Strafraum, wurde angeschossen (!) und der Ball trudelte ins Netz. Einen verdienteren Auswärtssieg mit solch einer Moral habe ich lange nicht mehr gesehen. So kann man – trotz der zwei versemmelten Elfer – mit Stolz sagen, wir haben in Karlsruhe drei Punkte mitgenommen. Manche Mannschaften spielen trotz Überlegenheit nur unentschieden (Bayer versus Bayern) oder verlieren sogar (siehe BVB). Nun sind wir vorerst weiter Spitzenreiter, sollte Düsseldorf zu Hause gegen Greuther Fürth gewinnen, auch noch über die Länderspielpause hinweg. Aber am Ende würden sogar die Düsseldorfer nur aus „Frackigkeit“ ihr Heimspiel verlieren.

 

Am Montag, 21. Oktober 2013 empfängt der FC die Münchener „Löwen“ im Rhein-Energie-Stadion. Aus internen Kreisen weiß ich, dass in der Länderspielpause unter anderem verstärkt Elfmeter geübt werden.

 

Rotkäppchen

Die Ergebnisse des 10. Spieltages

Union Berlin – SV Sandhausen 3:0 (1:0)
FC St. Pauli    – SC Paderborn 1:2 (0:0)
Arminia Bielefeld – 1. FC Kaiserslautern 0:3 (0:2)
Dynamo Dresden – VfR Aalen 2:0 (2:0)
FSV Frankfurt – Erzgebirge Aue 3:1 (3:0)
Karlsruher SC – 1. FC Köln 1:2 (0:0)
1860 München – Energie Cottbus 0:0 (0:0)
VfL Bochum – FC Ingolstadt 0:1 (0:0)
Düsseldorf – Greuther Fürth -:- (-:-)

Tabelle nach dem 10. Spieltag              
1. 1. FC Köln – 16:5 Tore – 20 Punkte
2. SpVgg Greuther Fürth – 17:7 Tore  – 20 Punkte
3. 1. FC Union Berlin – 20:12 Tore  – 20 Punkte
4. 1. FC Kaiserslautern – 15:11 Tore  – 17 Punkte
5. FSV Frankfurt – 15:9 Tore – 15 Punkte
6. FC St. Pauli – 13:12 Tore  – 15 Punkte
7. Arminia Bielefeld – 17:19 Tore  – 14 Punkte
8. 1860 München – 8:10 Tore  – 14 Punkte
9. Energie Cottbus – 18:16 Tore – 12 Punkte
10. Karlsruher SC – 9:10 Tore  – 12 Punkte
11. VfR Aalen – 9:12 Tore – 12 Punkte
12. SV Sandhausen – 8:11 Tore – 12 Punkte
13. Erzgebirge Aue – 12:17 Tore – 12 Punkte
14. SC Paderborn 07 – 12:19 Tore – 12 Punkte
15. VfL Bochum – 12:12 Tore – 11 Punkte
16. Fortuna Düsseldorf – 9:11 Tore Tore – 10 Punkte
17. Dynamo Dresden – 10:18 Tore – 8 Punkte
18. FC Ingolstadt 04 – 9:18 Tore – 7 Punkte

Text: Gastbeitrag

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