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Kolumne

„Arsch Huh“ mal anders

Montag, 12. November 2012 | Text: be süd

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Arsch Huh , Zäng usseinander war unglaublich, wunderbar! Entgegen aller Kritik und  Unkenrufen war es meines Erachtens eine gelungene Demonstration für mehr Toleranz! Im Rausch des Arsch Huhs lief ich am folgenden Tag schlaftrunken gen Badezimmer und erlebte mein ganz persönliches Arsch Huh.

Arsch Huh , Zäng usseinander war unglaublich, wunderbar! Entgegen aller Kritik und  Unkenrufen war es meines Erachtens eine gelungene Demonstration für mehr Toleranz! Im Rausch des Arsch Huhs lief ich am folgenden Tag schlaftrunken gen Badezimmer und erlebte mein ganz persönliches Arsch Huh. Als ich meinen Allerwertesten im kalten Monat November auf die Klobrille setzte, war ich auf einmal hell wach! Ungeschickt sprang ich „Arsch Huh“,  und ausgerechnet auf dem stillen  Örtchen nahm ich die „Zäng usseinander“, ein markterschütternder, verzweifelter Schrei drang aus mir heraus. Zwei gefrorene Pobacken später, wünschte ich mir nur eines: eine beheizte Klobrille!



 

Lohnt sich so eine Investition? Wenn man bedenkt, dass wir zwischen sechs Monaten und drei Jahren unseres Lebens auf der Toilette sitzen, ist es zumindest eine Überlegung wert! Denn die Toilette dient auf gar keinen Fall nur dem Zweck des „schnellen Geschäfts“.  Für manche Eltern ist es  der einzige Zufluchtsort im Hause- endlich Ruhe und weit weg von Kindergeschrei, lässt sich prima Zeitung lesen, mit einem Freund telefonieren, Kreuzworträtsel lösen und Socken für Weihnachten stricken.  Es ist ein Raum, in dem alles möglich ist und deshalb haben sich die Marketing Experten neue Produkte ausgedacht. Neuerdings kann man seine Minigolf-Fähigkeiten trainieren, oder mögen Sie es lieber ruhiger? Kein Thema,  wie wäre es mit Angeln? Anschließend kann man erzählen, was für ein „großen Brocken“ man an Land gezogen hat!


 

Doch  Vorsicht, des einen  „Stilles Örtchen“ ist für andere nur ein Mittel zum Zweck. Den Versuch, bei einem Geschäft kurz mal der Hektik einer  Großbaustelle zu entfliehen, wurde einem Bauarbeiter zum Verhängnis. Plötzlich  war es vorbei mit der Ruhe, das  Klohäuschen fing an zu wackeln und sich zu bewegen, denn gerade machte sich ein eifriger Kollege daran, den Lokus mit dem Radlader umzusetzen.  Mist! Das ging in die Hose!



 

In die Hose ging es einem Deutschen, beim Besuch einer Toilette in Amerika.  Rückblick.  Ich war zu Besuch in den Staaten und eingeladen in einer  Eisdiele. Meine Freunde haben darauf bestanden, am  Tisch vor der  Toilette Platz zu nehmen. Merkwürdig, diese Amerikaner: Obwohl ihnen immer nachgesagt wird, wie prüde sie seien, war diese Toilette ganz aus Glas!  So einen Akt des Exhibitionismus hätte ich den Amis niemals zugetraut. Da saßen wir seelenruhig und  schleckten an unserem Eis,  als ein Deutscher, die erkennt man überall, die Toilette aufsuchte.  Er war sichtlich irritiert, doch man könnte in seinem Gesicht sehen, dass er dringend musste! Also begab er sich in die “Horror Toilette aus Glass“.  Da saßen wir uns gegenüber. Leider fand er in seiner Eile und Panik die Türverriegelung nicht, mit der gleichzeitig eine Jalousie herabgelassen werden konnte. Und so saß er, mit einen hoch roten Kopf  für alle Gäste gut sichtbar auf dem Klo – zur allgemeinen Belustigung. Verarschung a la USA. Ich lache immer noch, wenn ich daran denke. Hiermit gebe ich Ihnen einen Tipp: Bei einer  Toilette aus Glas empfehlt es sich immer, die Tür abschließen!



 

Des  deutschen „ Stilles Örtchen“ kann umgekehrt für einen Amerikaner ein Ort des Schreckens sein. Das erste Mal, als ein US-Amerikaner meine deutsche Toilette aufsuchte, endete mit einem entsetzten Schrei. Mein Besuch  kam sichtlich geschockt und kreideweiß aus der Toilette. „Hast du ein Geist gesehen, eine Maus?“, fragte ich verzweifelt. Nein der Übeltäter war ihr eigenes „Würstchen“.  Wie bitte?! Sie erklärte mir, dass in den USA die Toiletten anders geformt sind. Man wird nicht mit seiner eigenen Notdurft konfrontiert, Ihre Exkremente fallen direkt ins Wasser.  Da die Deutschen es aber lieben, ihren Stuhlgang nach Form, Konsistenz und Farbe zu kontrollieren, verfügt die deutsche Toilette über ein eingebautes Stuhlinspektionsregal.



 

Jede Kultur hat seine Vorlieben. Die Deutschen inspizieren gerne ihr Werk, die Italiener haben einen Lüfter, um die Körpergerüche zu beseitigen, und die Japaner mögen es „High Tech“.  Nicht erschrecken: Auf  japanischen Toiletten kann man ein wahres Wunder der Technologie erleben! Von Lautsprechern, aus denen Wasserplatschen oder Musik tönt, um die persönlichen Geräusche  zu übertönen, bis hin zur Wasserstrahlmassage und Popotrocknung mit  Fön ist alles drin. Außerdem kann man seinen Blutdruck messen und  das Gewicht bestimmen lassen, und selbstverständlich sitzt man auf gewärmten Sitzbrillen. Entweder ziehe ich nach Japan, oder ich wünsche mir eine japanische Toilette zu Weihnachten!



 

Die Faszination des stillen Örtchens setzt der Fantasie keine Grenzen! Es gibt Kunstausstellungen zum Thema WC, Klo-Trikes  aus Japan, die nicht nur mit Biogas fahren, das aus Exkrementen von Nutztieren gewonnen wird, sondern auch einen modischen Designer-Klositz haben. Auch kulinarisch ist das stille Örtchen bestens vertreten: In Hong Kong gibt es ein Restaurant, wo man nicht nur auf einer Toilette sitzt,  sondern – Trommelwirbel – Grüner Tee im Urinal, Softeis im Bidet und Würstchen-Überraschung aus der Schüssel bekommen kann.  Na dann, wohl bekomm´s!

Text: be süd

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