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Gesellschaft Politik

„Auf Wiedersehen 2010“…

Montag, 14. Juni 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Fulvio Zanettini

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

…prangt auf dem großen Banner vor dem Altbau des Rautenstrauch Joest Museums am Ubierring. Noch gar nicht so lange her, und da stand noch auf einem kleinen Plakat: Auf Wiedersehen 2009… Seit der Schließung des Hauses im Januar 2008 wurde das Wiedersehen im imposanten Neubau an der Cäcilienstraße schon dreimal verschoben. Doch jetzt gibt es tatsächlich einen Eröffnungs-Termin für Oktober diesen Jahres, am kommenden Freitag wird Kölns Kulturdezernent Georg Quander die definitive Eröffnung des RJM im Neubau ankündigen. Und bei dieser Gelegenheit liegt es auch nahe, sich zu fragen, was denn danach mit dem Altbau passiert.
 
Ein bisschen Zeit haben die Entscheider in Stadtverwaltung und Rat noch, denn erst im Jahr 2012 wird der einstige Prachtbau am Ubierring vollständig geräumt sein, immerhin beherbergt er noch gut 63.000 des insgesamt ca. 65.000 Objekte umfassenden Bestands des Museums. Die wandern erst nach und nach ins Gebäude am Neumarkt, und zwar in dessen Depots – die neue, wirklich toll konzipierte Dauerausstellung zeigt nämlich „nur“ rund 2000 Stücke der Sammlung, darunter viele, die aus Platzgründen im Altbau für Besucher nie zu sehen waren.

Doch bis 2012 sollte wohl entschieden sein, wer einziehen kann in das 1906 eröffnete, am Kölner Ring wirklich solitäre Gebäude. Schön wäre etwas, das sich zum Magneten für die Menschen im Veedel entwickeln kann und zugleich überregionale Bedeutung hat. Eine Art kulturelles Zentrum, bürgernah und für möglichst viele attraktiv.

Noch im Rennen im Entscheidungsprozess um die Nachnutzung – die nach dem Willen des Kulturausschusses auf jeden Fall kulturell sein soll – sind zwei Bewerber mit unterschiedlichen Konzepten: luxet, eine Entwicklungsgesellschaft mit film-dienst-Chefredakteur Horst Peter Koll und den Südstadtarchitekten Annette Hillebrandt und Martin Schneider an der Spitze, sowie die stadteigene Rheinische Musikschule, die aus ihrem maroden Verwaltungsgebäude an der Vogelsanger Straße ausziehen muss.

luxet hat im Rahmen einer aufwändigen Machbarkeitsstudie ein imponierendes Nutzungskonzept vorgelegt, das nach einer Sanierung und entsprechender architektonischer Umgestaltung am Ubierring 45 ein Haus für Kino- und Medienkultur vorsieht. Ein öffentlichkeitswirksames Zentrum für Medienpädagogik, Kinder- und Jugendlichenbildung. Mit Kinosälen, Bühnenraum, der Rolf-Giesen-Sammlung zu 70 Jahren Filmgeschichte, einem Referenzkinosaal, in dem Mastertonspuren für neue Kinofilme erstellt werden können (sonst nur noch in München, Babelsberg und Halle zu finden), Räumen für Medienschaffende und Schüler-Workshops sowie einer Gastronomie und, ursprünglich für die oberste Etage vorgesehen, einem Film-Themen-Hotel.


 

Demgegenüber will die Rheinische Musikschule mit ihrer Verwaltung, Unterrichts-, Probenräumen und einem Konzertsaal dort einziehen, dabei natürlich weiterhin dezentral arbeiten und Instrumentalunterricht über die ganze Stadt verteilt anbieten.
Darüber nun, wer von beiden den repräsentativen Bau nach dessen endgültiger Leerung nutzen darf, entbrannte in den letzten beiden Jahren eine kurze, aber heftige Debatte in der Kölner Presse.

Die Rheinische Musikschule sammelte Unterschriften von Unterstützern, das Konzept von luxet wurde der Öffentlichkeit nur wenig bekannt.
Die Stadt Köln hat bislang noch nichts entschieden, es ist wohl eine Frage des Geldes. Denn wenn eine städtische Institution das Gebäude zur alleinigen Nutzung bezöge, müsste die Stadt Köln auch allein für dessen Sanierung und Betrieb aufkommen, es sei denn, man verkauft und vereinbart eine Rückmietung.

Inhaltlich setzt sich bei den Koordinatoren im Wirtschaftsdezernat, die den Entwicklungsprozess zur endgültigen Nutzung betreuen, wohl immer mehr die Idee zu einer gemeinsamen Nutzung von beiden Bewerbern durch. Ein Gedanke, der durchaus Charme hat, denn mehr, im Sinne von vielfältigerem Angebot bedeutet auch mehr und regelmäßigere Nutzer. luxet  in Kombination mit der Rheinischen Musikschule könnte sich gut im Viertel verwurzeln und zugleich Menschen von weiter her anziehen.

Integrierte Nutzung bedeutet jedoch, dass nicht im rechten Gebäudeteil die Rheinische Musikschule und im linken das Haus für Kino- und Medienkultur zu finden sein wird, sondern dass beide Bewerber gemeinsam ihre jeweiligen Konzepte überarbeiten und zu einem integrierten Gesamten weiter entwickeln.
Anschließend müssen von der Stadtverwaltung schlüssige Modelle für mögliche Finanzierungen und Betreiberkonzepte erarbeitet werden. Schätzungen für eine Sanierung und Umgestaltung für die angestrebte Nutzung belaufen sich auf 15 bis 20 Millionen Euro.

Ende Juni stehen abschließende Gespräche zwischen den Mitarbeitern des Wirtschaftdezernenten und den Bewerbern von luxet und der Rheinischen Musikschule an, mit dem Ziel, dem Rat im Herbst eine abgestimmte Beschlussvorlage zu präsentieren. Es bleibt also spannend.

Judith Levold

 

Text: Gastbeitrag

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