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Gesellschaft

Bezirksvertretung entscheidet: Gotland wird Kommunikations- und Kulturzentrum

Freitag, 28. Oktober 2022 | Text: Markus Küll | Bild: Markus Küll/Judith Levold

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

In der Bezirksvertretungssitzung Innenstadt am 27.10. stand erneut Gotland auf der Tagesordnung, diesmal im Rahmen einer Aktuellen Stunde.

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Was wieder als altbekanntes Hin und Her von Verantwortlichkeiten zwischen Politik und Verwaltung zu beginnen schien, endete mit einer faustdicken, und für die Gotland Initiative positiven, Überraschung.

Ela Lichtenhagen und Bettina

Akt 1 – die Aktuelle Stunde

Wir erinnern uns: Nach Jahrzehnten voller Kinderlachen und Erinnerungen schloss die KiTa Gotland im Volksgarten im März 2021. Eine Initiative unter Eltern von ehemaligen KiTa-Kindern legte zeitgleich eine erste Idee zum Erhalt des abrissbedrohten Gebäudes aus der Nachkriegszeit vor. Die Räume und der große baumbestandenen Garten sollten weiter genutzt werden. Die Initiatorinnen wollten dort ein „Kommunikations- und Kulturzentrum“ mit ihrem Verein Gotland e.V. betreiben.

Verwaltung gegen Politik?

Seitdem geriet der Umgang der zuständigen Behörden mit Gotland zu einem Lehrstück über die kölschen Stil: Die von der Politik einhellig beauftragte Erstellung einer Ausschreibung mündete in der Verwaltungs-Empfehlung, die Kita abzureißen und einen „Spielplatz im schwedischen Stil“ zu erreichten. Arbeiten die zusammen?
Eine turbulente Diskussion in der Bezirksvertretung im Januar 2022 war davon die Folge; sie mündete in der neuen Zuweisung der Verantwortung an das Liegenschaftsamt und der Bekräftigung, eine weitere Nutzung von Gebäude und Garten im beliebtesten Park der Südstadt anzustreben. Gute Nachrichten für die Gotland-Leute also – so dachten sie.

Stand Oktober 2022: Gotland ist wieder auf der Tagesordnung der Bezirksvertretungssitzung. Und einiges war passiert. Das Liegenschaftsamt hatte -mit Verweis auf das Pilotprojekt “Allerweltshaus Ehrenfeld”- eine Reduzierung des möglichen Erbpacht-Zinses in Aussicht gestellt. Stadtkonservator Dr. Werner versprach noch bis Ende des Jahres den Status als schützenswertes Denkmal für das 1948 vom Roten Kreuz Schwedens gestiftete Holzhaus zu gewähren. Die erneut angereiste Honorarkonsulin Dr, Juliane Kronen hatte seit der BV-Sitzung im Januar weitere wichtige historische Dokumente gesammelt, um diesen Schritt zu ermöglichen. Es schien im Sinne der Initiative zum Weiterbetrieb voranzugehen

Aus der Broschüre in der Kita Gotland

Akt 2: “Den oändliga historien” (eine unendliche Geschichte)? Die Stunde der Politik

“Großer Aufwand für ein kleines Gebäude” – so beschrieb Bernd Kiefer als Vertreter des Liegenschaftsamts dann und er jüngsten Sitzung die vielen Recherchen und Planungen, die gemeinsam mit dem Stadtkonservator unternommen worden waren. Wie allerdings die Zukunft von Gotland aussehen könne – dazu wollten sich die Verwaltung aber nicht äußern und spielte den Ball an die Politik zurück: Hier müsse entschieden werden, ob man Gotland in “Direktvergabe” an Gotland e.V. geben wolle oder ein neues “Interessensbekundungsverfahren” starten wolle. Was weitere Monate dauern könne…
Eine Aussage, die Ela, eine der Initiatorinnen von Gotland e.V. so beantwortete: “Wenn Sie sich noch mehr Zeit lassen, ist das bürgerschaftliche Engagement auch irgendwann zu Ende.”

Dampf machen

Für einen Moment schien also auch diese Bezirksvertreungssitzung für die „Gotländerinnen“ eher Frust als Aufbruch zu bedeuten. Doch dann schlug die Stunde der Politik. Bezirksbürgermeister Andreas Hupke, der sich seit langem für den Erhalt von Gotland eingesetzt und auch diese Aktuelle Stunde beantragt hatte, nutzte die Situation, um wie er wohl sagen würde “mal Dampf in der Sache zu machen”. Er forderte alle Fraktionen in einem leidenschaftlichen Appell auf, jetzt in diesem Moment über eine Direktvergabe an Gotland e.V. zu entscheiden. Es folgte eine kurze Beratung der einzelnen Fraktionen, danach eine einstimmige Abstimmung – und Gotland hat plötzlich doch eine Zukunft. Und die engagierten Vereinsfrauen und -Männer um Ela und Bettina jede Menge Arbeit.

Gute Stimmung nach der BV Sitzung (vl.n.r Gotländerin Ela, die schwedische Honorarkonsulin Dr. Kronen, Gotland e.V. Gründerin Bettina, Bild: Markus Küll)

Akt 3: Zukunft für Gotland. Der Botschafter kommt auch

Auch wenn noch viele Details zu klären sind, waren Ela, Bettina und die schwedische Honorarkonsulin sichtlich bewegt und erfreut. Hat doch die mutige Entscheidung der Bezirksvertretung ein langes und beharrliches Engagement für den Erhalt von Gotland mit der Direktvergabe honoriert. Unklar ist aktuell noch das finanzielle Konstrukt. Sollte die Stadt, wie angedeutet, eine wenn auch geringe Erbpacht erheben, kämen auf den Verein größere finanzielle Belastungen zu, als nur durch die reine Nutzung und die Programmangebote. Darauf, so eine erleichterte Ela nach der Sitzung, sei man aber vorbereitet.

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Die Zukunft für Gotland kann also kommen. Die Südstadt kann sich auf einen weiteren tollen Ort mit sozio-kulturellen Angeboten freuen. Und vor allem über ein spannendes Experiment bürgerschaftlichen Engagements. Auch die schwedische Region Gotland hat schon Unterstützung angekündigt und plant, sich an der schwedentypischen Ausstattung zu beteiligen. Im Februar, so hieß es von Seiten der Honorarkonsulin, plant der schwedische Botschafter einen Besuch. Es bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin vieles in und um das Haus getan haben wird. Wir bleiben natürlich dran.

Text: Markus Küll

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