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Verkehr

Binnenschiffer drücken auf die Hupe

Freitag, 20. April 2018 | Text: Tim Hildebrandt | Bild: Marc Loecke

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Trotz der Zusicherung von Stadt Köln, dem Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sowie der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), in den kommenden zwei Monaten Dalben im Rheinauhafen zu errichten, gehen die Binnenschiffer am 21. April ab 0:01 Uhr in die nächste Runde ihres Hup-Protestes.

Bei Suche nach Lösungen übergangen

„Wir dementieren aufs Schärfste, dass es im Streit um die Liegeplätze im Rheinauhafen Köln eine Einigung mit uns Binnenschiffern gegeben hat“, heißt es in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der Europäischen Vereinigung der Binnenschiffer e.V. (EVdB). Die Binnenschiffer fühlen sich bei der Lösungsfindung übergangen, ja regelrecht ausgeschlossen. Es habe weder Gespräche noch schriftliche Zusagen gegeben, welche sie dringlich erwarten, bevor sich die Situation zuspitzt und unnötig verlängert, wie dies beispielsweise für die Häfen Mainz und Bingen der Fall sei. „Wir wurden weder in die Planungen und Alternativpläne mit einbezogen, noch hat es eine Aussprache, die zu einer Einigung geführt hätte, gegeben.“

Mit Datum vom 19. April berichtete der Kölner Stadtanzeiger, dass die sehnlichst erwartete Dalbenlösung jetzt komme. Wenige Tage zuvor, am 16. April, gab es seitens der HGK und der Stadt Köln die Zusage, dass die Binnenschiffer nun vorübergehend auch im Niehler Hafen anlegen könnten. Noch am selben Tag watschte Christian Niemann, 1. Vorsitzender der EVdB, diesen Vorschlag als „lächerlich“ ab, da das Anlegen von Kabinenschiffen dort dazu führe, dass es gar keinen Platz für die Binnenschiffe gebe und dementsprechend äußern sich die Binnenschiffer auch dazu in ihrer Pressemeldung: „Der Hafen Niehl war bereits überfüllt, als die Mauer im Rheinauhafen noch nicht gesperrt war. Dieser Vorschlag, im Zusammenhang mit der Behauptung, dass es eine Einigung mit uns gegeben hätte, wird von uns als bodenlose Frechheit angesehen!“

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Bundesverkehrsminister soll sich einschalten

Der Streit um die Liegeplätze im Rheinauhafen geht also in die nächste Runde. Ebenso wie die Hup-Proteste. „Wir sehen uns gezwungen, weiter aufs Schärfste zu protestieren.“ Hilfe erwarten die Binnenschiffer nun vom Bundesverkehrsminister. „Der Herr Scheuer sollte sich persönlich einschalten und mit uns Schiffern kommunizieren, wenn es die Verantwortlichen in Köln nicht schaffen, ernsthafte Alternativen mit uns zu finden.“ Denn die Forderung nach Liegeplätzen im Rheinauhafen sei keine, mit der man sich langfristig beschäftigen könne, sondern eine Notwendigkeit, der kurzfristig nachzugeben sei, so die Binnenschiffer.

Text: Tim Hildebrandt

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