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Kultur

Das Volk will singen

Mittwoch, 8. April 2015 | Text: Jasmin Klein | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die beiden Frauen kannten sich durch gemeinsame Theaterprojekte, verstanden sich gut, und darum lud die eine die andere zum Abendessen ein. Ihren Ehemann könne sie gerne mitbringen. Als Joelles Ehemann bei der Einladung zum Essen auftaucht, ist es Claudias Ehemann, Schauspieler Thomas Wenzel, der vor Überraschung fast vom Hocker fällt: „Das ist ja Richard Bargel, ein ganz bekannter Bluesmusiker!“ flüstert er aufgeregt seiner Frau in der Küche zu. Denn Wenzel ist schon seit den 70er Jahren ein Fan von Bargel und wollte immer so gut Gitarre spielen können wie der. An diesem Abend manifestierte sich bei ihm die Idee, mit Richard unbedingt einmal ein gemeinsames Projekt zu gestalten.

 

Dieses gemeinsame Projekt heißt „Das Volk will singen“ und findet seine Premiere am 9. April im ‚Theater der Keller’.

Wir treffen Regisseur Guido Rademachers und Schauspieler Richard Bargel vor den Proben morgens im Filos.

Rademachers ist seit vielen Jahren als Regisseur an Stadttheatern und in der Freien Theaterszene tätig, und seit zwei Jahren auch als Dramaturg am ‚Theater der Keller’. Richard Bargel versteht sich als Musiker, Autor und Schauspieler, der in den Siebzigern mehr Blues, seit 2006 auch wieder vermehrt Theater spielt.

 

Meine Südstadt: Wie entstand die Idee zu diesem Theaterstück?

Rademachers: „Eigentlich ist das kein fertiges Theaterstück, sondern eher ein Projekt. Wir wollten was über Volkslieder machen. Wir kennen sie, und wir kennen sie doch nicht. Viele kennen den Anfang der Lieder, die erste Strophe, den Refrain, aber dann?

Es ist ein großer, allerdings passiver Liederschatz vorhanden. Durch den Nationalsozialismus ist das gemeinsame Singen in Verruf geraten, weil er es so schamlos ausgenutzt hat. In den letzten Jahren weicht das wieder etwas auf. Durch das Singen im Karneval ist Köln da vielleicht noch etwas offener.  Es gibt das ‚Loss mer singe’, ‚Frau Höpker bittet zum Gesang’ oder das Singen im ‚Weißen Holunder’. Jedenfalls ist das Volkslied ein zwar etwas pflegebedürftiges, aber nach wie vor zu Herzen gehendes Genre, mit dem es sich unbedingt auseinanderzusetzen lohnt. 

 

Bargel: „Das Stück ist eine Verwechslungskomödie. Das Ehepaar Claudia Holzapfel und Thomas Wenzel spielt ein Ehepaar, das in einem Theater sein Wohnzimmer auf der Bühne aufbauen lässt, um dort dem Volkslied einen Abend zu widmen. Das Theater soll einen Überraschungsgast buchen, der die beiden dann tatsächlich überrascht. Und hier beginnt die Gratwanderung zwischen Realität und Spiel, Text und Improvisation. Es wird auch gesungen. Aber nicht alle zusammen, sondern nur auf der Bühne.“

 

Bargel: Ich kenne die Szene in Köln ja seit den Siebzigern und muss feststellen, dass die Kultur in den letzten zwanzig Jahren weiter verarmt ist. Wir haben eine sehr zersplitterte Theaterszene. Es gibt immer weniger Experimente und immer mehr Mainstream, und es besteht auch ein eklatantes Missverhältnis zwischen dem, was produziert und dem, wie es finanziert wird.

 

Rademachers: „Das Volk will singen“ ist ein Gastspiel des Rose-Theegarten-Ensembles im Theater der Keller. Leider ist die Freie Szene in Köln chronisch unterfinanziert. Dabei ist sie so lebendig wie in kaum einer anderen Stadt. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik hier einmal finanziell nachbessert. Im Juni feiert das ‚Theater der Keller’ jedenfalls erstmal sein 60-jähriges Bestehen.“

 

Bargel: Und ich habe 1974 dort das erste Mal auf der Bühne gestanden.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 

Die Premiere findet am 9. April statt und dann am So 12.4. 18 Uhr, Di 21.4. 20 Uhr, Mi 13.5. 20 Uhr, Fr 22.5. 20 Uhr, Sa 6.6. 20 Uhr, Mi 17.6. 20 Uhr, Fr 26.6. 20 Uhr und Mi 1.7.20 Uhr.

Tickets gibt es an allen bekannten VVK-Stellen, auch online.

 

Mehr Links:

Über das Stück

 

 

 

Text: Jasmin Klein

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