×
In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.
Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Aufgeschnappt: Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum +++ Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui +++ Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar +++ 3. Kölner Percussion Festival & Workshops in der Lutherkirche +++ Neueröffnung: Café SchnickSchnack +++

Kultur Umwelt

Der Friedenspark – Ein Projekt zur Umgestaltung

Freitag, 23. April 2010 | Text: Stephan Martin Meyer | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Karla Krieger steht am Eingang des Friedensparks vor einer kleinen Gruppe hochmotivierter Gärtnerinnen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der Kölner FH kennt den Park und seine Geschichte in- und auswendig. Sie bietet Führungen an, hält Vorträge und hat zusammen mit Petra Sophia Zimmermann einen „Grünführer“ zu Parks und Gärten der Stadt Köln veröffentlicht.

Sie haben sich große Ziele gesteckt

Krieger und Ihre ehrenamtlichen Kolleginnen haben es sich zum Ziel gesetzt, den Friedenspark wieder in seinen alten Zustand zurück zu versetzen. Das ist ein weit gestecktes Ziel, und es wird noch lange ein solches bleiben. Aber jeder Tag, jeder Spatenstich bringt sie einen weiteren Schritt dem Ziel näher.

Ein Wohnzimmer im Grünen

Der Friedenspark sah nicht immer so aus, wie er heute aussieht. Das alte Fort I wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Teil des inneren Festungsrings um Köln gebaut. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts verlor es mit dem Bau des äußeren Festungsrings seine Funktion. Es lag brach. Der Gartenarchitekt Fritz Encke entwarf zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Pläne für eine völlig neue Nutzung des Parks. Er sollte zum Wohnzimmer der Kölner Bürger werden. Vor allem derjenigen, die von entfremdeter Arbeit und Mangel an Platz in den kleinen Wohnungen erschöpft waren.
Die heutige Struktur des Friedensparks entspricht noch weitgehend dem, was Encke seinerzeit plante: ein Spielplatz in der Mitte, Schattenplätze, Ruheräume für ältere Menschen, gut überschaubare Ebenen für junge Mütter mit ihren Kindern, Leseecken – all dies sollte der Park bieten. Encke ließ Staudenbeete, Rosengärten und von niedrigen Büschen umfasste Ruheplätze anlegen, die zum Verweilen einluden.

Die urspüngliche Gestaltung fiel dem Sparzwang der Stadt zum Opfer

Frau Krieger legt uns Fotografien vor, die die Parklandschaft zu seiner Gründungszeit in den 1920er Jahren zeigen. Phantastische Staudenreihen, wo jetzt lediglich Narzissen blühen. Noch 1970 gab es einen fulminanten Rosengarten, ein Meer in Rot, das auf einer  großen Fläche zum Rhein hinüberflutet. Hier ist heute eine karge Wiese. Über Jahrzehnte hinweg wurde hier Rosen gezogen, gepflegt und berochen. Doch dann wurde der Stadt die Pflege der Gartenanlage zu teuer. Die Arbeit vieler Jahre wurde innerhalb weniger Tage zunichte gemacht.

Ein Neubeginn

Karla Krieger hat diesen besonderen Glanz in den Augen, wenn sie erzählt, was sie erreichen wollen. Als erstes werden sie und ihre Mitstreiterinnen die Staudenbeete auf der Südseite des Forts in Angriff nehmen: Sie sollen in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Frau Krieger plant das nicht nach eigenem Gutdünken, sondern greift auf die erst in diesem Jahr an der FH Osnabrück vorgelegte Diplomarbeit von Meike Lemanczik zurück, die sich ausführlich mit Fritz Encke und der Gestaltung des Friedensparks beschäftigt.

Unterstützer gesucht

Was Karla Krieger noch fehlt, das sind weitere tatkräftige Hände: „Wenn zehn Leute nur eine Stunde arbeiten, dann ist das schon ein ganzer Arbeitstag.“ Ja, viel Arbeit steht an, je mehr Hände helfen, desto eher werden die Fortschritte augenscheinlich. Umso schneller wird das Leben im grünen Wohnzimmer Friedenspark noch erholsamer.

Aber nicht nur helfende Hände werden benötigt. Auch finanzielle Unterstützung brauchen die aktiven Gärtnerinnen. Das Grünflächenamt sorgt zwar immerhin für die Abfuhr des Grünschnitts. Doch für den Kauf von Stauden gibt es kein Budget. Wer also nicht selber aktiv helfen kann oder will, der kann sich mit einer Spende an dem Projekt beteiligen. Eine Spendenbox befindet sich im Büro des Bauspielplatzes im Friedenspark. Wir werden die Spender auf dieser Website namentlich nennen. Dafür das Geld bitte in einem mit Namen versehenen Umschlag im Baui abgeben. Aber natürlich kann auch anonym gespendet werden.

Kontakt für Helfer: stephan@meinesuedstadt.de
Website im Aufbau:  www.roemerpark-koeln.de

Das Kölner Stadtgrün: Eine Entdeckungstour
Petra Sophia Zimmermann, Karla Krieger
Mercator-Verlag
ISBN:  978-3-87463-444-1
17,80 Euro

 

Text: Stephan Martin Meyer

In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.

Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Artikel kommentieren

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontaktnoSpam@meinesuedstadt.de widerrufen.

Meine Südstadt Partner

Alle Partner

Meine Südstadt Service


Parkstadt Süd

Parkstadt Süd – Info-Homepage der Stadt ist online

Eifelwall wird für Autoverkehr gesperrt

Parkstadt Süd: Stadtteilbüro öffnet

Aufgeschnappt

Lotta wünscht sich was feiert kleines Jubiläum

Nachhaltigkeitsfestival „Mach was!“ zum dritten Mal im Baui

Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar

Die Südstadt auf Instagram.