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Kultur

Der längste Desch und Bayern München? – Die Wochenend-Freuden 18. – 20. September 2015

Donnerstag, 17. September 2015 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

An diesem Wochenende – Samstag und Sonntag – führt natürlich kein Weg an dem nach Karneval für die Südstadt bedeutendsten Großereignis vorbei: Dem längsten Desch vun Kölle. Dem geht es ja ähnlich wie Bayern München. Die einen lieben das Volksfest, die anderen nicht. Aber kalt lässt die große Sause auf der Flaniermeile unseres Veedels keinen. Uns auch nicht. Geht hin. Wir kommen auch. Und 100 Geschäftsleute, Unternehmen, Handwerker, Initiativen und Vereine der Südstadt: Die zeigen, was sie zu bieten haben. Eine schöne Gelegenheit, sich zu informieren und später die Ortsansässigen zu unterstützen, deren Geschäftsaufgaben wir alle immer so traurig finden. Und lecker Reibekuchen gibt es auch. Los geht es am Samstag um 12 Uhr auf dem Severinskirchplatz. Danach gibt es an beiden Tagen Musik satt auf den Bühnen vor der Severinskirche und am Karl-Berbuer-Platz. Ganz wichtig: Ihr müsst schon ab Freitagnachmittag einigermaßen hellwach sein. Es wird gnadenlos abgeschleppt. Auch Autos.  

Neu entdeckt
Es gibt was Neues für Leib und Seele: Athletic Yoga. Das Herzstück bilden funktionelle Bewegungsabläufe, die Körper und Geist fit für den Alltag machen. Es werden dynamische Übungsabfolgen und statische Haltungen kombiniert. Wer das ausprobieren möchte, geht am Samstag um 10.30 Uhr ins ReLevel, Bonner Straße 271. Die Teilnahme an dem eineinhalbstündigen Kurs kostet 25 Euro.

Über den aktuellen Stand der Entwicklung für die Parkstadt Süd informiert eine Führung der Antoniter CityTours, die am Samstag um 16 Uhr am Alteburger Biergarten beginnt. Thema wird auch die geplante Unterbringung von rund 1000 Flüchtlingen in Containern auf der Brache gegenüber vom NeuLand-Gemeinschaftsgarten sein. Die Teilnahme kostet 9 Euro.

Grundlagen schaffen
Heute kann man im Capricorn i Aries die Grundlagen schaffen, um später zu Hause Grundlagen zu schaffen. Judith und Martin Kraeber bieten wieder einen Kochkurs an. Man trifft sich am Samstag um 11 Uhr in der Brasserie zu einer Tasse Kaffee und einem Croissant. Danach dreht sich alles um Krustentiere. Die Teilnahme mit anschließendem Vier-Gänge-Menü inklusive Getränken kostet 95 Euro.

Wir wäre es mal wieder mit einem Besuch im Oxin? Wir empfehlen die Mezze, kleine warme oder kalte Vorspeisen, die auf einer großen Tafel serviert die ganze Geschmacksvielfalt des Orients  präsentieren. Schmeckt so ganz anders. Und total lecker.

Was ganz Besonderes erwartet Euch am Wochenende im Restaurant Thormann. Ob Seeteufel im Brickteig mit Basilikum-Beurre blanc, Perlhuhnbrust im knusprigen Kartoffelmantel mit Gewürzkürbis oder Entrecoté mit Erbsenmousse und pommes rissoleés: Merkt Ihr, wie Euch beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft? Mir geht es beim Schreiben genauso.

Auch die Küche im Mainzer Hof hat wieder einiges zu bieten: Vegetarischer Selleriebraten mit mediterraner Kräutermarinade auf Perlgraupenrisotto und Ruccola-Pesto; Zitronengras-Bio -Hähnchenspieß an Apfel-Spitzkohl und Koriander-Kartoffelstampf auf einem leichten Curry-Hagebuttenschaum; Ganze Forelle mit Blattspinat und karamelisierten Chilikartoffeln; Sauerbraten mit Wurzel-Lauchgemüse und Hagebutten-Kartoffelkloß. Und jetzt kommt Ihr. Und habt die Qual der Wahl.

Pänz, Pänz, Pänz
Für das Kinder- und Jugendtheaterfestival „Spielarten“ haben sich zehn Städte in Nordrhein-Westfalen als Veranstalter zusammengeschlossen. Für Köln ist die Comedia Theater dabei. Dort wird am Sonntag ab 16 Uhr „Alles im Eimer“ für Kinder ab zwei Jahren gegeben. Tänzerinnen verzaubern Objekte in Widersacher und Mitstreiter, die sie vor Wut beben, aus Trotz stampfen und vor Freude springen lassen. Tolle Musik wird auch gespielt. Erwachsene zahlen 8 Euro, Kinder 6 Euro.

Bild: „Alles im Eimer“ vom tanzfuchs produktion in der Comédie Theater

Der Vorhang für die „Baby-Bühne“ hebt sich am Samstag um 11 Uhr im Freien Werkstatt Theater. Eine Feder, die kitzelt, eine Seifenblase die zu Boden sinkt, funkelndes Licht, das den Raum in weiche Schatten taucht: für Babys ist die Welt voller Wunder! Babys sind kleine Entdecker, Forscher, die sich ihre Umwelt mit allen Sinnen spielerisch aneignen. Hier werden die Allerjüngsten und ihre Eltern mit kindgerechter Kunst für das Theater begeistert. Der Eintritt kostet 8 Euro.

Theater und mehr

„Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge“ heißt es am Freitagabend ab 19 Uhr in der Lutherkirche. Ray McGovern (75) und Elizabeth Murray (55) haben jeweils fast dreißig Jahre als hochrangige Analysten bei der CIA und anderen US-amerikanischen Sicherheitsdiensten gearbeitet. Ray war auf die Sowjetunion spezialisiert, Elizabeth auf den Nahen und Mittleren Osten. Beide sind nun in der amerikanischen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung aktiv, treten gegen Krieg, Aufrüstung und Bürgerüberwachung ein. Sie gehören zum engen Kreis der Unterstützer von Edward Snowden und anderen Whistleblowern in den USA und berichten von ihren Erfahrungen in ihren Jobs. Der Eintritt ist frei.

Götz Frittwang hat eine „Wahnvorstellung“. Im gleichnamigen Programm zeigt er am Sonntag ab 20 Uhr im Bürgerhaus Stollwerck, was passiert, wenn man einen Germanisten zusammen mit zehn BWL-Studenten in eine Skihütte sperrt, warum Katzen die Todfeinde der Menschheit sind und wieso manche Männer es vorziehen ihren Nachbarn zu verspeisen um ins Gefängnis zu kommen statt mit Mama Hosen kaufen zu gehen. Lasst Euch das nicht entgehen. Eintritt: 18 Euro.

„Gott hat die Gruppe verlassen“ heißt es am Freitag und Samstag um 20.30 Uhr sowie am Sonntag um 19 Uhr in der Orangerie Theater: Neun Performer besetzen ein Theater. Die Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem 5. Semester der Theaterakademie Köln haben in einem Akt von religiösem Wahn und missionarischem Eifer die Bühne des Orangerie-Theaters gekapert und in eine Kirche verwandelt. Was folgt, ist der Versuch, den Ort an die Kette zu legen. Scheitern ist eine Option. Wütend, nachdenklich, skurril und zur Not auch mit Humor ringen die Darstellerinnen und Darsteller um die Deutungshoheit auf heiligem Boden. Gott hat einen Gig – und ist raus. Der Eintritt kostet 16 Euro.  

Maestro, Musik
Einen bunten Mix bietet das Alte Pfandhaus den Besuchern der JazzRockPop-Tage mit unterschiedlichen Bands der Rheinischen Musikschule Köln von Freitag bis Sonntag. Am Freitag und Samstag beginnen die Konzerte um 19.30 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr. Karten kosten pro Abend 7,50 Euro.

Das Tanzbein schwingen
Salsa, Bachata, Kizomba: Mehr als ein Tanzbein wird geschwungen am Sonntag im Wartesaal im Zollhafen. Unterricht gibt es ab 17 Uhr. Ganz praktisch   anwenden kann man, was man gelernt hat, gleich im Anschluss bei der Salsa-Party, die um 19 Uhr beginnt.   Die Salsa-Sause kostet 3 Euro Eintritt plus 3 Euro Mindestverzehr.

„Magic touch“ – Soul-Night im Mongogo. Muss man mehr sagen? Nein. Zieht Euch luftig an. Es wird heiß. Eintritt frei. Geschwitzt wird ab 22 Uhr.

Peter Hujar, Two Queens, 1987
© The Estate of Peter Hujar  / Galerie Thomas Zander

 

Die schönen Künste
Als Auftakt einer Ausstellungsreihe präsentiert das Kunsthaus Rhenania die erste institutionelle Einzelausstellung der indischen Künstlerin Tejal Shah in Europa. Die Schau konzentriert sich auf ihre zentralen Themenkomplexe Gender, Queerness, Postporn sowie Natur, Anthropologie und Anthropozän. Neben Shahs neuester Videoarbeit „Some Kind of Nature“ (2013–2014) ist eine Neufassung der Videoinstallation „Between the Waves“ (2012) zu sehen, mit der Tejal Shah auf der documenta 13 vertreten war. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Oktober donnerstags bis samstags von 17 Uhr bis 21 Uhr zu sehen.

Eine Ausstellung mit dem Titel „Punkt für Punkt – Bilder von Paul Schneider“ wird am Freitag um 10 Uhr in der Galerie Smend eröffnet. Die Bilder können betrachtet werden bis zum 25. Septeber dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr.

In der Galerie Zander wird  eine große Auswahl von Fotografien aus Peter Hujars Night-Serie im Second Floor ausgestellt. Gleichzeitig zeigt der Ku?nstler Gu?nter Umberg Gemälde aus seiner Werkgruppe der Territorien im Dialog mit Arbeiten aus seiner aktuellen Schaffensphase. Die Werke können betrachtet werden bis zum 30. Oktober dienstags bis freitags von 11 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 12 Uhr bis 18 Uhr.
 

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PS: Noch viel mehr Termine des Wochenendes findet Ihr übrigens in unserem Terminkalender

 

Text: Stefan Rahmann

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