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Kultur

Die Abrechnung mit Don Juan – Ein Amateurstück in der Comedia

Freitag, 23. April 2010 | Text: Stephan Martin Meyer | Bild: Meyer Originals

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Der Neubau der Comedia Colonia lädt zum Besuch ein. Seit das Gebäude im Sommer 2009 bespielt wird, seit der Umzug aus den viel zu engen Räumlichkeiten in der Löwengasse abgeschlossen ist, finden hier regelmäßig Abschlussprojekte des Schauspieltrainings ihren Weg auf die große Bühne des Theaters. Amateure im Alter zwischen 16 und 65 Jahren, die Lust haben, sich auf der Bühne auszuprobieren, kommen hier zusammen, sie proben und probieren, sie lernen und spielen. Nachdem die Teilnehmer das Kurssystem durchlaufen haben, steht am Ende das lang ersehnte und zuweilen auch befürchtete Abschlussprojekt. Dann heißt es, raus aus der heilen Welt, rein in die Realität des Theaters.

 

Ein halbes Jahr lang hat die Gruppe um Regisseurin Birgit Pacht wöchentlich geprobt. Die Wahl des Stücks „La Nuit De Valognes“ von Eric Emmanuel Schmitt ist dabei die Entscheidung für eine schwere Aufgabe gewesen, die Schauspielern und Regie viel Disziplin abverlangt haben wird. Doch die ambitionierten Amateurschauspieler präsentierten das hart erkämpfte Ergebnis am 12. April auf der großen Bühne im Roten Saal der Comedia.
 
Das Stück erzählt die Geschichte Don Juans in einer Neuinterpretation aus Sicht der betrogenen Frauen. Don Juan, der Archetypus des Frauenhelden, wird von fünf seiner Verflossenen angeklagt und soll zur Hochzeit mit seiner letzten Eroberung gezwungen werden. Als er sich jedoch allzu schnell auf die Bedingungen einlässt, beginnen die Frauen an seiner Ernsthaftigkeit zu zweifeln. Erst als Don Juans Diener von der Freundschaft seines Herrn zu einem jungen Chevalier berichtet, werden die Gründe für Don Juans veränderte Lebenseinstellung offenbar: Durch die Erfahrung der reinen Liebe und den Suizid des Chevaliers verliert sein bisheriges Leben an Bedeutung. So ist der Held seiner Profession enthoben und ergibt sich dem Schicksal.
 
  Versteht die Welt nicht mehr. January-Janina Hüwel als Nonne.
 
Amateure lassen sich schwerlich mit den Maßstäben greifen, die für schauspielerische Profis gelten. Und das hat seine Berechtigung. Dennoch: Ella Sebastian überzeugt nachhaltig, indem sie sich ganz und gar in ihre Rolle als alternde Herzogin versenkt. Die Trauer um ihren geliebten Pfau, die Verkörperung ihrer eigenen Vergänglichkeit, ist bis in die letzten Reihen zu spüren. Silke Kuxdorf repräsentiert die tabulose Pariser Dame von Welt mit viel Charme und verleiht dem Stück stetig die nötige komödiantische Grundstimmung, die auch schon mal in einer öffentlichen Intimrasur endet. January-Janina Hüwel unterstützt sie, indem sie mit viel Witz eine resolute Ordensschwester mimt, die sich der Keuschheit verschrieb, um Don Juan zu vergessen. Und nicht zuletzt ist Luise Walter zu erwähnen, die als Dienstmädchen der Herzogin der Handlung singend einen Rahmen gibt.
So lohnt es sich also jederzeit, das Programm der Comedia nach den Abschlussprojekten des Schauspieltrainings zu durchforsten, denn das Ergebnis der Regie unter Birgit Pacht und Kim Thiemann (Assistenz) macht Lust auf neue Stücke, die die Kölner Theaterlandschaft so amüsant beleben.

 

 

Text: Stephan Martin Meyer

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