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Familie

Die erste weiße Hochzeit in Raderberg nach dem Krieg!

Mittwoch, 18. Mai 2011 | Text: Kathrin Rindfleisch | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ein Paar, das eine derartige Meldung in seiner Biografie aufweisen kann, hat einiges zu erzählen. Und wenn es dann noch das gemeinsame Leben in der Südstadt verbracht hat, hören wir besonders gerne zu! Agnes und Christian Bloitzheim feierten am 10. Mai ihre Eiserne Hochzeit. Das hört sich nach Durchhalten an, nach harten Zeiten und dem eisernem Willen, das JA-Wort nicht zu brechen.

 

Agnes und Christian Bloitzheim begrüßen uns herzlich in ihrer hellen Wohnung mit Blick auf die Bottmühle, in die sie vor 30 Jahren eingezogen sind, sprechen von ihrem Glück und wirken dabei so gar nicht hart und „eisern“. Vielmehr erleben wir ein Paar, das sich in den vergangenen 65 gemeinsamen Jahren aufeinander eingestellt hat, das sich gegenseitig hilft und sich in und auswendig kennt.

 

Augenscheinliches ist dabei zuerst Thema: Die 87-jährige Agnes Bloitzheim bewegt sich mit einem Rollator, ihr ebenfalls 87-jährige Ehemann Christian ist halbseitig gelähmt. Die körperlichen Einschränkungen beschweren ihr Leben und sorgen gleichzeitig dafür, dass das Paar sich neu aufeinander einstellen muss. So wird Agnes Bloitzheim, die ihr Leben lang für sich und ihre Familie das Essen auf den Tisch gebracht hat, heute liebevoll von ihrem Ehemann bekocht, er räumt auf und hilft ihr, wo sie alleine hilflos ist. Die Herausforderungen des Lebens meistern, das haben die beiden in 65 Jahren Ehe gelernt.

 

Das Leben hat ihren Körpern zugesetzt – geistig konnte es ihnen nichts anhaben. Und so strahlen beide, als das Gespräch auf ihre Kinder, Enkel und Urenkel kommt. Ihre Familie, das spürt man, ist ihr Lebensmittelpunkt, ihr Stolz und ihre ganze Liebe. Sie verbringen mit ihr ja auch schon eine sehr lange Zeit, aber es gab sie eben auch bei den Bloitzheims, die Zeit vor den Kindern. Und das Funkeln in Christian Bloitzheims Augen, als er den Moment beschreibt, an dem er seiner Agnes zum ersten Mal begegnet, vertreibt für einen Moment die „eiserne“ Vorstellung einer lebenslangen Ehe.

 

„Es war Liebe auf den ersten Blick“, als er sie aus dem kleinen Haus heraustreten sah, damals, vor 65 Jahren, als er als 22-Jähriger mit seinem damaligen Schwiegervater in spe im Westerwald Holz für dessen Schokoladenfabrik abholen sollte. Als er von ihrem tollen Haar schwärmt, verdreht seine Frau Agnes die Augen, um die aufkommende Romantik auch gleich wieder zu dämpfen: „Bei mir war das aber nicht so! Das mit dem Verliebt sein kam später!“ Da sagt nochmal einer, Männer hätten kein Sinn für Gefühl!

 

Und so brauchte Christian Bloitzheim auch nicht lange, um seine Agnes von sich zu überzeugen – quasi auf den zweiten Blick! Rasch wurde sich verlobt, und nur vier Monate später am 10. Mai 1946 feierten die beiden Hochzeit in Raderberg. Das ganze Dorf – ja, damals war Raderberg noch nicht der Nabel der Welt! – stand Kopf, läuteten die beiden doch mit ihrer ersten Hochzeit nach dem Krieg mit Pferdekutsche, weißem Kleid und Blumenschmuck die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ein.

Die bessere Zukunft ließ bekannter Weise zwar erst mal auf sich warten. Die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre waren auch für die Bloitzheims ohne Geld und mit zwei Kindern eine schwere Zeit. Doch mit dem Umzug in die Südstadt und dem Job bei Ford, dem Christian Bloitzheim über 30 Jahre gerne und erfolgreich nachging, ging es auch ihnen besser. Die Südstadt ist, das verkündet der gebürtige Südstädter Christian Bloitzheim mit dem Brustton der Überzeugung, das „Non plus Ultra“. Mit der Severinstraße ums Eck und deren Einkaufsmöglichkeiten, der Nähe zur Innenstadt und dem Leben „wie im Park“ an der Bottmühle, ist die Südstadt dem Paar seit 30 Jahren Wohlfühlort und auch der ehemaligen Raderbergerin Agnes Bloitzheim zur Heimat geworden.

Ein ereignisreiches Leben mit Höhen und Tiefen haben sie hinter sich und bis heute die beneidenswerte Überzeugung, glücklich zu sein. In Zeiten von Patchwork – nennen sie uns das Rezept für ihre lebenslange Beziehung? Die Liebe ist es und, da sind sich beide einig, genauso wichtig ist gegenseitiges Vertrauen und Achten. „Dass man nie mit einem Streit ins Bett geht“ – miteinander zu reden ist das A und O, dann übersteht man auch Uneinigkeiten, die ja nun mal in jeder guten Ehe vorkommen! 
 

Text: Kathrin Rindfleisch

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