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Südstadt

Die Südstadt heute

Freitag, 11. Juni 2010 | Text: Sonja Alexa Schmitz | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Letztes Mal bin ich in die Vergangenheit gereist, nun möchte ich mich mal auf das Heute konzentrieren. Die Südstadt, die Südstädter. Der Baui, das Eierplätzchen, der Römerpark, … das sind alles unsere typischen, die Südstadt-populären Plätze. Hinzu kommen die Südstadt-populären Cafés und Kneipen. Die brauche ich gar nicht erst aufzählen, sie stehen jeden Mittag mit köstlichen Lunchtipps in unserem Newsletter. Dann gibt es die gewissen Geschäfte, welche die Südstadt auszumachen scheinen. Gutes Fleisch kauft man bei Hennes, gutes Eis bei Settebello, lecker Käse im Mini – Fensterverkauf am Chlodwigplatz, guten Wein im Weinladen oder bei Zwölfgrad, die Oliven beim Türken, die Salami beim Ludari, Grünzeug bei Obs un Jemös.

 

Das führt dann dazu, dass man an gewissen Orten immer dieselben Menschen trifft, und man denkt sich: Das ist die Südstadt, das sind die Südstädter. Südstadt ist ein Dorf, und alle Menschen, die hier wohnen, sind Autoren, Journalisten, Architekten und Rechtsanwälte. Alle sprechen makellos deutsch, und fahren im Urlaub Wandern in Südtirol oder nach Österreich auf den Biobauernhof. Sie lieben gutes Essen, gute Gespräche, guten Kaffee, sind interessiert an der Welt, und möchten sie gerne ein bisschen besser machen.

 

Das ist toll, und ich mag sie. Aber mir ist etwas aufgefallen. Das war, als ich neulich ganz langsam und bewusst, die Severinstraße entlang wanderte. Wie wenig von den Menschen und Orten, die ich vorhin beschrieben habe, sehe ich hier?! Hinter dem Severinskirchplatz geht’s weiter… Da kommt noch viel mehr. He, „Südstadt“ ist noch viel mehr! Sie ist ein Mosaik, sie ist vielfältig, sie ist noch viel bunter. Sonja, schau mal genau hin, und sieh, wer hier noch alles lebt! Da sind auch die Menschen, die ihre Lebensmittel nicht auf dem Biomarkt kaufen. Sie tragen Tüten, aus denen nicht der Porree ragt, sondern die Tüte Chips knistert. Ihr Urlaub wird vielleicht noch im Reisebüro gebucht, und ihr Arbeitsplatz ist nicht eine Bürogemeinschaft.

 

Ich gehe an Kneipen vorbei, sehe dort mittags Menschen, vorwiegend Männer mit Kölschglas, an der Theke sitzen. Und ich denke mir, da möchte ich mich jetzt gerne dazu setzen. Lauschen, worüber sie so reden, ein Kölsch am Mittag beim Schmitze Lang, anstatt die Latte Macchiato in der Caffé Bar. Eine Frikadelle, anstatt Quiche mit Salat. Ich würde endlich mal wieder den Kölschen Akzent hören, und somit meine Befürchtung, er würde peu à peu verschwinden, etwas lindern. Ich würde an meine Eltern denken, die mir von ihrem Köln erzählen, die Karneval lieben (und zwar den, mit Büttenreden, Clownskostüm und tätäää tätäää) und die vermutlich nie auf der Schäl Sick waren. Man würde wohl etwas über die aktuelle Politik sagen, und mehr noch über den Sport. Ich würde Sätze hören, die man halt so hört, mittags an der Theke. Sätze, die seit Jahren gesagt werden, die aber irgendwie immer noch witzig, vielleicht weil so vertraut, sind. Im Hintergrund würde vielleicht das Radio (WDR 2) laufen, oder gar deutsche Schlager leise klingen.

 

Ich würde mich wohl fühlen, und mich fragen, warum ich mich an solchen Orten eigentlich nicht öfter aufhalte? Ich frage mich, warum ich es so betone, Kölnerin zu sein, die Südstadt liebe, aber die Plätze, welche die Stadt und auch die Südstadt eigentlich ausmachen, so selten aufsuche? Ich möchte das ändern. Nicht nur, dass man in der Südstadt, ziemlich selbstverliebt, so wenig über die Grenzen hinaus guckt, ich habe verstanden, dass ich einen Tellerrand innerhalb der Südstadt hatte, über den ich nicht hinweg schaute. Jetzt sehe ich viel mehr, und mein Gefühl von Südstadt verändert sich.

Text: Sonja Alexa Schmitz

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